Museum Zum Arabischen Coffe Baum, Kleine Fleischergasse 4
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Im Herzen der Leipziger Innenstadt gelegen, gehört das Haus „Zum Arabischen Coffe Baum“ zu den ältesten Kaffeehäusern Europas. Seit 1711 wird hier der Sachsen liebstes Heißgetränk ausgeschenkt. Unter dem Titel „Zwischen Kaffeekranz und Weltmarktpolitik“ können die TeilnehmerInnen der Führung im Museum 300 Jahre der globalen Geschichte des Kaffees entdecken. Berühmte Gäste, legendären Anekdoten und eindrucksvollen Objekte entführen zudem in die facettenreiche Welt der Leipziger Kaffeehauskultur. (Teilnahme kostenlos, Anmeldung per E-Mail oder unter 341 / 9651 500 nötig)
Eröffnung: Gemischte Gefühle in kriegerischen Zeiten - künstlerische Aktionen am Völkerschlachtdenkmal
Eröffnung: Gemischte Gefühle in kriegerischen Zeiten - künstlerische Aktionen am Völkerschlachtdenkmal
Völkerschlachtdenkmal, St. Michaelsplateau
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zwischen Gräbern, steinernen Müttern und tapferen Kriegern thront es stolz über Leipzig: Das Völkerschlachtdenkmal. Ein archaisches Relikt aus vergangenen Zeiten - wenn da nicht die krisenhafte Gegenwart wäre. Die „Zeitenwende“ wurde ausgerufen, es wird aufgerüstet und über Wehrpflicht debattiert. Wie fühlt sich das an? Was macht Angst? Was macht Mut? Das Kollektiv krudebude möchte das Völkerschlachtdenkmal gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum zu einem Fühlmal und einem Streitmal machen. Dazu wird es einem Audiowalk und eine Reihe von Veranstaltungen geben. Die Redebeiträge zur feierlichen Eröffnung werden von einer Tanzperformance mit Clara Sjölin umrahmt. (Eintritt frei)
Widerstand ist Liebe - Lesung & Gespräch mit Jara Nassar und Johanna Rothe
„Widerstand ist Liebe“ ist eine Textsammlung über den Alltag der Palästina-Bewegung in Deutschland. In Kurzgeschichten, Essays oder beispielsweise einem Gedicht schildern 15 AutorInnen ihre Sicht auf den Krieg in Palästina und was es bedeutet, dagegen aufzubegehren. Trauer und Verzweiflung, Wut und Hass sind genauso vertreten wie Hoffnung, Zärtlichkeit und Liebe. Alle Beiträge eint der Kampf für eine gerechtere, solidarische Welt. Die Herausgeberinnen Jara Nassar und Johanna Rothe lesen aus den Texten und sprechen über die Entstehung des Buches. (Spendenempfehlung 5–10 €, Anmeldung per E-Mail erbeten)
Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig, Johannisplatz 5–11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen historischer Musikinstrumente befindet sich in Leipzig. Immer am 1. Mittwoch des Monats können BesucherInnen die Historische Ausstellung des Museums kostenlos entdecken. Unter dem Titel „Die Suche nach dem vollkommenen Klang“ bietet sie Interessenten aller Altersstufen einen Einblick in die Leipziger Musikgeschichte sowie in die vielfältige Welt der Musikinstrumente. Zusätzlich kann die Sonderausstellung „Paul de Wit. Ein Holländer in Klein-Paris“ besichtigt werden. Der aus Maastricht stammenden Musikenthusiast fand 1879 in Leipzig seine Wahlheimat und seine Sammlung bildet den historischen Ursprung des heutigen Musikinstrumentenmuseums.
Freier Eintritt in der HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst
Freier Eintritt in der HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst
HALLE 14 Zentrum für zeitgenössische Kunst, Spinnereistraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Das gemeinnütziges Kunstzentrum HALLE 14 ist Schauplatz, Denkraum und Kommunikationsort für zeitgenössische Kunst auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. In dem großen ehemaligen Fabrikgebäude können sich BesucherInnen jeden Mittwoch kostenlos die wechselnde Gruppenausstellungen mit internationaler Kunst ansehen. Der Verein HALLE 14 veranstaltet außerdem regelmäßig Vorträge, Diskussionsrunden oder Performances und organisiert Workshops, Kurse und Führungen. Eine umfangreiche Kunstbibliothek lädt im Besucherzentrum zum Lesen und Verweilen ein.
Freier Eintritt in der GfZK
Villa der GfZK mit Anbau, Foto: Hans-Christian Schink
Freier Eintritt in der GfZK
Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl–Tauchnitz–Str. 9–11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die Stiftung Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig ist ein Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst und ein Museum für Kunst nach 1945. Die international etablierte Kunstinstitution befasst sich mit dem Verhältnis von Kunst und Architektur sowie von Kunst und Design. Die Angebote des Hauses bringen Menschen unterschiedlicher Erfahrung und Herkunft zusammen und laden dazu ein, Denk- und Handlungsmöglichkeiten einer offenen Gesellschaft mit künstlerischen Mitteln durchzuspielen. An jedem Mittwoch können die Ausstellungen der Galerie kostenfrei besichtigt werden.
Ihre glücklichen ersten vier Ehejahre verbrachten Clara und Robert Schumann in dem 1838 im klassizistischen Stil errichteten Haus in der Inselstraße. An ihrem 21. Geburtstag bezogen die frisch Vermählten ihr erstes gemeinsames Domizil. Die heutige Dauerausstellung ist als Paarmuseum konzipiert und damit einzigartig in der Musikermuseumslandschaft. Daneben kann der historische Konzertsaal, in dem früher auch Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Richard Wagner, Hector Berlioz oder Hans Christian Andersen ein und aus gingen, besichtigt werden.
Freier Eintritt in die Gipsabguss-Sammlung des Antikenmuseums
Freier Eintritt in die Gipsabguss-Sammlung des Antikenmuseums
Gipsabguss-Sammlung, Dittrichring 13, Einlass über die Klingel der G2 Kunsthalle
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die Gipsabguss-Sammlung des Antikenmuseums der Universität Leipzig ist ein ein echter Geheimtipp – noch wenigen bekannt, gibt es dort viel zu entdecken. Die BesucherInnen erwartet eine beeindruckende Kollektion von über 800 Kopien bekannter, griechischer und römischer Skulpturen sowie Reliefs unter einem Dach. Um alle Originale zu besichtigen, müssten Interessierte einiges an Zeit aufwenden und sehr viele Museen in aller Welt besuchen. Die Sammlung gehört zu den größten und wertvollsten ihrer Art und macht antike Kunst in all ihrer Vielfalt auch hier in Leipzig erlebbar. An jedem Mittwoch kann sie kostenfrei besichtigt werden.
Eröffnung: Sylvie Fleury - First Spaceship on Venus
Eröffnung: Sylvie Fleury - First Spaceship on Venus
Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Monumentale Raketen ragen im Museum in die Höhe. Von ihnen geht jedoch keine Aggression aus. Sie schillern in Pink oder sind von weichem Fell umhüllt. Die Schweizer Künstlerin Sylvie Fleury hat sie seit Mitte der 1990er Jahre hergestellt. Ihre Beschäftigung mit der Raumfahrt fing zur Zeit des Kalten Krieges an, als Ost und West begannen, im All zu konkurrierten. Der DEFA-Film „Der schweigende Stern“ handelt von dieser Konfrontation. Er kam 1960 auch in den USA als „First Spaceship on Venus“ in die Kinos. Fleury hat sich den Titel zu eigen gemacht und erinnert in aggressiven Zeiten mit ihren Raumschiffen an die Kraft der Liebe. Zur Eröffnung sprechen Direktor Stefan Weppelmann und Kuratorin Jenny Graser. Die Künstlerin ist anwesend. (Eintritt frei)
Vernissage: South Africa und Leipzig - Gruppenaustellung mit Installation, Grafik, Malerei, Film & Fotografie
Vernissage: South Africa und Leipzig - Gruppenaustellung mit Installation, Grafik, Malerei, Film & Fotografie
MÄDLER ART FORUM, Mädler-Passage, Grimmaische Straße 2-4
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die Ausstellung entstand aus der Begegnung von südafrikanischen und Leipziger KünstlerInnen, die für jeweils drei Monate nach Leipzig oder Johannesburg kamen und mit KollegInnen vor Ort zusammenarbeiteten. Sprache, Herkunft und Geschichte waren beiden Seiten gleichermaßen fremd. Unter dem Motto „Don’t forget to play!“ waren alle neugierig und hatten den Mut kulturelle Unterschiede anzuerkennen und fruchtbar zu machen. Das Centre for the Less Good Idea in Johannesburg und das Leipzig International Art Programme gingen für diesen Austausch eine Partnerschaft ein und zeigen Arbeiten von 20 KünstlerInnen die dabei entstanden sind. (zu besichtigen bis zum 16.01.2027, Mi–Sa: 14–18 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung zur Vernissage per E-Mail erbeten)
Seit 2015 machen die drei Musiker nun schon den mitteldeutschen Raum unsicher. Gegründet wurde Helmet Duty als Bluegrassband, dann kam mit selbst geschriebenen Liedern ein wenig Rockabilly und etwas American Folk ins Repertoire. Auch nach über 250 Konzerten ist ihnen noch kein Fünkchen Spielfreude abhanden gekommen. Wer Lust auf handgemachte Musik mit akustischen Instrumenten (Video), gepaart mit technischer Raffinesse und einer Prise Blödsinn hat, dem sei Helmet Duty ans Herz gelegt. Veronika Driedger, sonst Geigerin bei den Weekend Chicken Supervisors, begleitet die Jungs heute charmant mit Instrument und Gesang. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Über diese Erfahrungen hat Mulemba jetzt ein Buch geschrieben. Es ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen. Im Zeitgeschichtlichen Forum liest der Autor, Journalist und Podcaster Passagen aus „Hundeheimat“ und spricht mit der Journalistin Antonie Rietzschel. (Eintritt frei)
Auf ihrem neuen Album „Toi & Moi: Das kleinste Übel“ beschäftigt sich die Leipzigerin Laura Liebeskind mit der schönsten und wohl auch kompliziertesten Sache der Welt - mit der Liebe (Video). Was man von ihr lernen kann. Was sie ist und womit wir sie gern verwechseln. Wie hoch der Preis ist, sie ins Leben hinein zu holen. Und was Synapsen, Statistiken und eine ordentliche Portion Humor mit ihr zu tun haben. An Gitarre, Klavier und LoopStation wird Laura an diesem Abend einmal quer durch den Gemüsegarten der Emotionen spazieren, um am Ende festzustellen: Liebe ist alles …. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Das Polnische Institut präsentiert in diesem Jahr eine Reihe von Konzerten mit neuer Musik aus Polen und Deutschland zum Thema „Licht“. Am Abend tritt das Nowicki Duo der Brüder Piotr und Paweł aus Gdańsk auf. Es hat sich auf die Aufführung von Musik für Perkussion und Klavier spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf Kompositionen liegt, die speziell für diese Besetzung geschrieben wurden (Video). Das Repertoire reicht von Klassikern des 20. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischer Musik. Auf dem Programm stehen heute neben anderen Werken mit Cometa des Komponisten Dariusz Przybylski eine deutsche Erstaufführung. Rouen 1894 (V) von Christian Diemer feiert in Leipzig seine Uraufführung. (Eintritt frei)
Roya ist in Deutschland aufgewachsen, doch seit ihrer Kindheit hörte sie die Familiengeschichten aus dem Iran. Immer größer wird ihre Sehnsucht, das Land und damit einen Teil ihrer Wurzeln kennenzulernen. Eines Tages ist es endlich soweit: Gemeinsam mit ihrem Vater begibt Roya sich auf eine Reise durch den Iran und erlebt dort als queere Frau eine intensive Zeit zwischen Faszination, Angst, Schönheit und Unterdrückung – ohne zu ahnen, dass es die letzte Reise mit ihrem Vater sein wird. Roya Sorayas autobiografische Graphic Novel erzählt von dem Leben zwischen zwei Kulturen, von Erwachsenwerden, Verlust und Selbstfindung. Am Abend wird zudem eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus dem Buch eröffnet. (Eintritt 5 €)
Ein Rave mitten im Leipziger Zentrum? Am Freitag wird es ihn schon zum zweiten Mal geben. Nach dem großen Erfolg von „Remember 90s Rave Culture“ im letzten Jahr haben sich der NachtRat Leipzig, das Museum der bildenden Künste und das Stadtgeschichtlichem Museum erneut zusammengetan und veranstalten einen Rave mit vielen Specials. So wird es unter anderem einen kostenlosen DJ-Workshop geben, Tattoos von FLUX und Tattoo Kiosk und Drag Performances von Flamboyish & Rasheeda. Die DJs werden kuratiert von fem*vak, einem Netwerk, das queere KünstlerInnen und AkteurInnen der elektronischen Musikszene fördert. (Eintritt frei)
In der Leipziger Tapetenfabrik „Langhammer und Söhne“ (gegründet 1873) wurde noch bis 2006 gearbeitet. Seit dem Ende der Produktion wird die historische Fabrikanlage schrittweise ausgebaut, um Räume für Kreative zu schaffen - für Kunst, Design, Architektur und Handwerk. Zweimal im Jahr öffnen die Galerien, Ateliers und Werkstätten für ein Wochenende ihre Türen. Auftakt ist jedes Mal ein großes Fest am Vorabend. Bei der nunmehr 36. Ausgabe können BesucherInnen wieder die Kunsträume besuchen sowie Musik, Essen & Trinken genießen. Bis Mitternacht gibt es die Möglichkeit für viele Gespräche und ein buntes Treiben in allen Räumen und im Innenhof. (Eintritt frei, Programm)
Schtreik! Offenes Kultur- und Gemeinschaftszentrum, Theodor-Neubauer-Straße 38
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Impropita ist ein Abend, an dem improvisierte Kunst auf gemeinsames Kochen und Genießen trifft. Dabei treten über 30 KünstlerInnen aus unterschiedlichen Ländern auf. Sie alle nutzen die Improvisation als universelle Sprache, mit der alle Beteiligten kommunizieren, einander kennenlernen und sich gegenseitig inspirieren können. Die VeranstalterInnen möchten, dass „sich die Bühne in einen magischen Zustand verwandelt, in eine lebendige Komposition aus Musik, bildender Kunst, Tanz, Performance, Theater und Literatur die sich zu einem Bild vereinen“. Das gemeinsame Essen rundet diesen kunstvollen Abend ab. (Eintritt auf Spendenbasis)
Heidi Specker: DamenzimmerHerrenschnitt. Eine Hommage an Aenne Biermann
Selbstporträt von Aenne Biermann 1931, Foto via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Heidi Specker: DamenzimmerHerrenschnitt. Eine Hommage an Aenne Biermann
Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl–Tauchnitz–Straße 9–11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die heute öffnende Ausstellung ist das Ergebnis von Heidi Speckers mehrjähriger Auseinandersetzung mit der jüdischen Fotografin Aenne Biermann. In den 1920er Jahren wurde aus der Autodidaktin eine wichtige Vertreterin der Avantgarde-Fotografie. Sie trug die Haare kurz, einen „Herrenschnitt“, und ließ ihr Arbeitszimmer von einem angesagten Architekten gestalten. Ihre Fotografien zeichnet das „Neue Sehen“ aus, die intensive Betrachtung der unmittelbaren Umwelt sowie ungewöhnliche Perspektiven auf Menschen und Dinge. Heidi Specker empfindet Themen und Kompositionen Aenne Biermanns nach und übersetzt sie in die Gegenwart. (zu sehen bis zum 10.01.2027, Di–Fr: 14–19 Uhr, Sa–So: 12–18 Uhr, Eintritt zur Eröffnung und jeden Mittwoch frei)
Immer häufiger sind es Female Artists, die der Popkultur ihren Stempel aufdrücken und endlich die Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten, die ihnen lange Zeit verwehrt blieb. Nach „These Girls“ und „These Girls, too“ erscheint im Ventil Verlag nun ein dritter Band. In „These Girls Forever!“ wird die feministischen Musikgeschichten fortgeschrieben und um Künstlerinnen wie Barbra Streisand, Betty Davis, Judith Holofernes oder Sinéad O’Connor erweitert. Neun AutorInnen schreiben aus persönlicher Perspektive über gefeierte wie übergangene Musikerinnen und eröffnen neue Blickwinkel auf die Ikonen der Popkultur. Ein inspirierender Abend mit Herausgeberin Juliane Streich und AutorInnen des Buches (Spendenempfehlung 5–15 €)
Es ist paradox: Einerseits nutzen wir Rausch und Ekstase, um die Wirklichkeit zu überwinden, andererseits wissen wir wenig darüber, wo das künstliche Paradies endet und wo es anfängt, krankhaft zu werden. In „Der verbotene Rausch“ geht der Soziologe und Politikwissenschaftler Robert Feustel der Sicht auf „Rauschgift“ in Medizin, Politik und Popkultur nach und legt nahe, vermeintliche Gewissheiten differenzierter zu betrachten. Der Psychiater und Psychotherapeut Georg Schomerus untersucht in „Katerland“ den Alkoholkonsum im Spannungsfeld von „Lebenskunst“ und „Verantwortungslosigkeit“. Bei der Lesung ergänzen beide Autoren ihre Perspektiven und auch das Publikum ist eingeladen, Meinungen und Erfahrungen einzubringen. (Eintritt frei)
Für ein Wochenende öffnen zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, die Galerien, Ateliers und Werkstätten des Tapetenwerks ihre Türen. Insgesamt 22 Ausstellungen und Atelierräume können dieses Mal in der ehemaligen Leipziger Tapetenfabrik „Langhammer und Söhne“ besichtigt werden. Das Spektrum reicht von Malerei und Grafik über Fotografie bis zu Bildhauerei und Installationen. Dazu gibt es Kulinarisches von der Werkskantine ROCKY MARIA und Zwischenfisch Werksgalerie & Café. (Eintritt frei, Übersicht aller Ausstellungen und offenen Ateliers)
In der Leipziger Baumwollspinnerei wurde bis Anfang der 1990er Jahre noch Baumwolle verarbeitet. Auf dem 10 Hektar großen Werksgelände, wo einst die Industrie florierte, haben sich heute etwa hundert KünstlerInnenateliers, vierzehn Galerien, Werkstätten, Druckereien, ein Künstlerbedarf, Theaterspielstätten, ein Kino und nicht zuletzt die gemeinnützige HALLE 14 angesiedelt. Am Wochenende öffnen die Spinnerei-Galerien sowie zahlreiche Ateliers wieder ihre Türen und die LeipzigerInnen können in die faszinierende Welt der zeitgenössischen Kunst eintauchen. (Eintritt frei, Übersicht aller Aussellungen)
Um 13.50 Uhr startet die Oper Leipzig mit den Fanfaren der Musikalischen Komödie in die neue Spielzeit. Auf Groß und Klein, Neugierige und Opernfans wartet ein umfangreiches Programm: Sie können Theaterzauber erleben, bei Technikshows staunen, Tanztraining ausprobieren und bei spannenden Führungen hinter die Kulissen blicken. Unter anderem kann man 14.15 Uhr beim offenn Training des Leipziger Balletts dabei sein oder 15.30 Uhr bei einer Probe des Chors der Oper selbst singen. Dazu gibt es weitere Mitmachangebote und Infostände der Oper. Ein Eis- & Popcornstand sowie das Operncafé sorgen für die Stärkung zwischendurch. (Eintritt frei, Programm)
Eröffnung: „Ich geh lieber nicht nach Haus“ - Bilder und Objekte im Dialog mit Paul Cézanne
Eröffnung: „Ich geh lieber nicht nach Haus“ - Bilder und Objekte im Dialog mit Paul Cézanne
Techne Sphere Leipzig, Niemeyerstraße 2-5
von: LEIPZIG eintrittsfrei
„Jeder Mensch braucht ein Fenster“, sagte Isa Genzken einmal, als Öffnung zur Welt und als Schwelle zwischen Innen und Außen. Ausgehend vom Werk der Malerin, Fotografin und Bildhauerin zeigt die Ausstellung historische und zeitgenössische Bilder, die einen kunsthistorischen Dialog zwischen Isa Genzken und Paul Cézanne eröffnen. Beide verbindet das Interesse an den Bedingungen des Sehens und der Darstellung von Raum. Dazu werden Arbeiten von Clémentine Adou, Ketuta Alexi-Meskhishvili und Friedrich Vordemberge-Gildewart gezeigt, die sich ebenfalls mit den Themen Wahrnehmung und Raum beschäftigen. (zu besichtigen bis zum 29.11.2026, Sa+So: 15–18 Uhr, Eintritt frei)
Öffentliche Probe mit dem Nature Theater of Oklahoma
Öffentliche Probe mit dem Nature Theater of Oklahoma
Residenz des Schauspiel Leipzig, Spinnereistraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Am 10. September findet die Premiere von „Pizza or A Door In The Dark Does Not Dance or The Meaning of Life“ des preisgekrönten New Yorker Kunst- und Performance-Ensembles statt. Neugierige können am Wochenende schon erste Einblicke in diese außergewöhnliche Kammeroper mit Musik, Tanz und Pizza bekommen. Denn alles beginnt auf einer Party, für die vom örtlichen Lieferanten Pizza geliefert wird. Publikum wie SchauspielerInnen bekommen ein leckeres Stück. Doch dann offenbart eine Person, dass sie an einer mysteriösen Krankheit stirbt und verschwindet. Ihr vermuteter Tod öffnet eine Welt, bewohnt von Geistern und anderer möglicherweise toter Wesen, die noch etwas zu klären haben ... (Eintritt frei)
Gesprächsforum „Vorzeichen lesen“ zum Demokratie-Wochenende im Gewandhaus
Gesprächsforum „Vorzeichen lesen“ zum Demokratie-Wochenende im Gewandhaus
Gewandhaus, Hauptfoyer, Augustusplatz 8
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Aus seiner Geschichte heraus versteht sich das Gewandhaus als Ort bürgerschaftlichen Engagements. Mit der 2022 gegründeten Demokratie-Initiative greift es seither jedes Jahr ein gesellschaftlich relevantes Thema auf. In diesem Jahr nimmt „Vorzeichen lesen“ die Deutung der Zeichen unserer Zeit in den Blick – zwischen historischer Erfahrung, wissenschaftlicher Analyse und künstlerischer Sensibilität. Sechs TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Kultur dikutieren zudem über die Risiken von Überinterpretation und vereinfachenden Deutungen, wie sie etwa in Verschwörungserzählungen wirksam werden. Die Moderation hat Roland Löffler, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. (Eintritt frei)
Es ist keine Lesung, keine Probe und ganz sicher kein fertiges Stück - eher eine Flucht nach vorn oder ein Spiel mit dem Jetzt. Unter dem Titel „Verschwinden ist besser als hier“ werden im LOFFT Texte vom Leipziger Autor Giorgio Ferretti live geschrieben. Diese werden dann aus dem Stand in einer Performance umgesetzt. Julia Amme und Laila Nielsen vom Dresdner Theaterkollektiv missingdots nehmen die Impulse des Textes auf und geben sie mit ihrem Spiel an den Autor zurück, als Grundlage für neuen Text. Es entsteht ein Hin und Her bei dem niemand weiß, was als nächstes passiert. (weitere Vorstellungen um 15 und 16 Uhr, Eintritt frei, Spende willkommen)
Eröffnungskonzert der Spielzeit 2026/27 in der Oper Leipzig
Eröffnungskonzert der Spielzeit 2026/27 in der Oper Leipzig
Oper Leipzig, Augustusplatz 12
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der krönende Abschluss des Tages der offenen Tür in der Oper Leipzig wird das Eröffnungkonzert für die Saison 2026/27. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Ivan Repušić erhält das Publikum wunderbare musikalische Ausblicke auf die Neuproduktionen und Wiederaufnahmen der neuen Spielzeit. Mit dem Opernchor, dem Gewandhausorchester, Mitgliedern des Ensembles und GastsängerInnen, die in dieser Spielzeit regelmäßig in Leipzig singen werden, wie Elbenita Kajtazi, Martin Muehle und Lucio Gallo. (Karten zu 20 / 10 € online kaufen)
„freeEroica“ - ein Beethoven-Projekt mit dem Stegreif Orchester
„freeEroica“ - ein Beethoven-Projekt mit dem Stegreif Orchester
Gewandhaus, Großer Saal, Augustusplatz 8
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Mit dem Demokratie-Wochenende unter dem Titel „Vorzeichen lesen“ eröffnet das Gewandhausorchester im September die neue Spielzeit. Ein Höhepunkt ist das Gastspiel des Stegreif Orchesters mit seiner Version von Beethovens 3. Sinfonie. Das Kollektiv aus 30 internationalen MusikerInnen verbindet das Erbe klassischer Kompositionen mit freien Improvisationen - ohne Dirigenten, ohne Noten oder Stühle. Mit dem Beethoven-Projekt „freeEroica“ setzt sich das Orchester kritisch mit Idealen der Französischen Revolution auseinander und verbindet sie mit Ideen der Friedlichen Revolution in Leipzig. Die Aufführung soll den Blick auf die gegenwärtige Situation schärfen und zukünftiges Handeln inspirieren. (Eintritt frei)
Zwei junge Band treten mit viel neuer Musik im Biergarten des Felsenkellers auf: Das 2023 gegründete Trio The Brake Point sticht mit einem genreübergreifenden Mix hervor. Verträumte und schwebende Momente à la Mac DeMarco werden durch Funk, Psychedelic und Rock zu einem groovigen und absolut tanzbaren Gesamtbild ergänzt (Hörprobe). Die Musiker gewannen 2024 den Jugendwettbewerb von „Leipzig zeigt Courage!“ und im letzten Jahr erschien die Debüt-EP „Blue Dreams“. Die zweite Band des Abends, Blue Error, verbindet melancholischen Indie-Rock der frühen 2000er mit feinen Folk-Einflüssen und emotionalem Songwriting (Video). Ihr Debüt-Album „The Great Malaise“ wurde im Mai diesen Jahres veröffentlicht. (Eintritt auf Spendenbasis)
Für ein Wochenende öffnen zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, die Galerien, Ateliers und Werkstätten des Tapetenwerks ihre Türen. Insgesamt 22 Ausstellungen und Atelierräume können dieses Mal in der ehemaligen Leipziger Tapetenfabrik „Langhammer und Söhne“ besichtigt werden. Das Spektrum reicht von Malerei und Grafik über Fotografie bis zu Bildhauerei und Installationen. Dazu gibt es Kulinarisches von der Werkskantine ROCKY MARIA und Zwischenfisch Werksgalerie & Café. (Eintritt frei, Übersicht aller Ausstellungen und offenen Ateliers)
In der Leipziger Baumwollspinnerei wurde bis Anfang der 1990er Jahre noch Baumwolle verarbeitet. Auf dem 10 Hektar großen Werksgelände, wo einst die Industrie florierte, haben sich heute etwa hundert KünstlerInnenateliers, vierzehn Galerien, Werkstätten, Druckereien, ein Künstlerbedarf, Theaterspielstätten, ein Kino und nicht zuletzt die gemeinnützige HALLE 14 angesiedelt. Am Wochenende öffnen die Spinnerei-Galerien sowie zahlreiche Ateliers wieder ihre Türen und die LeipzigerInnen können in die faszinierende Welt der zeitgenössischen Kunst eintauchen. (Eintritt frei, Übersicht aller Aussellungen)
Öffentliche Probe mit dem Nature Theater of Oklahoma
Öffentliche Probe mit dem Nature Theater of Oklahoma
Residenz des Schauspiel Leipzig, Spinnereistraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Am 10. September findet die Premiere von „Pizza or A Door In The Dark Does Not Dance or The Meaning of Life“ des preisgekrönten New Yorker Kunst- und Performance-Ensembles statt. Neugierige können am Wochenende schon erste Einblicke in diese außergewöhnliche Kammeroper mit Musik, Tanz und Pizza bekommen. Denn alles beginnt auf einer Party, für die vom örtlichen Lieferanten Pizza geliefert wird. Publikum wie SchauspielerInnen bekommen ein leckeres Stück. Doch dann offenbart eine Person, dass sie an einer mysteriösen Krankheit stirbt und verschwindet. Ihr vermuteter Tod öffnet eine Welt, bewohnt von Geistern und anderer möglicherweise toter Wesen, die noch etwas zu klären haben ... (Eintritt frei)
Zum Abschluss des Demokratie-Wochenendes im Gewandhaus gestaltet die Klasse für performative Künste an der Hochschule für Grafik und Buchkunst ein besonders Programm: Auf einem Rundgang, der vom Augustusplatz über den Großen Saal bis in den Mendelssohn-Saal des Gewandhauses führt, beschäftigen sich die Studierenden mit politischer Mitbestimmung und öffentliche Präsenz. Im Zentrum steht der Chor als lebendiger Beziehungsraum: ein vielfältiges Gefüge, das zum einen eine gemeinsame Stimme einfordert und zum anderen auf Kommunikation basiert. Der Rundgang mündet in der Aufführung von „Dämmerungen", einer partizipativen Komposition für Solo, Duo und den GewandhausChor. (Eintritt frei)
Karolina Trybała lebt und vermittelt zwischen den Kulturen. Sie wurde in Polen geboren und wuchs in Niederschlesien auf, das Anfang der 80er Jahre von Kommunismus und Katholizismus geprägt war. Sechzehnjährig zog sie nach Deutschland. Damals sprach sie keine Silbe Deutsch. Sie machte aus der Not eine Tugend – und sang. Damit entdeckte sie ihre Berufung und studierte Jazz und Musikpädagogik. Mittlerweile pendelt sie souverän zwischen den kulturellen Welten (Video). Auf den Hof in der Windorfer Straße bringt sie musikalische Freunde, ein Programm aus Jazz und Weltmusik, sowie Geschichten aus Nah und Fern, von Leidenschaft und Sehnsucht mit. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Livehörspiel: „1984 – Wenn Überwachung Wirklichkeit wird“
Livehörspiel: „1984 – Wenn Überwachung Wirklichkeit wird“
Studio M, Zweinaundorfer Straße 26
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Orwell entwirft das beklemmende Bild eines totalitären Überwachungsstaates, in dem Gedanken kontrolliert, Sprache manipuliert und Wahrheit neu definiert wird. Die Hauptfigur gerät in einen existenziellen Konflikt mit der diktatorisch herrschenden Staatspartei - ein Kampf zwischen individueller Freiheit und allgegenwärtiger Kontrolle. Mit Interviewaufnahmen von Baldur Haase wird dieses Thema in die Gegenwart gespiegelt. Er wurde in der DDR zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt, weil er Orwells Roman besaß. (Spendenempfehlung 5–10 €, Anmeldung per E-Mail erbeten)
OpenStage im JugendKulturKeller
Bühne im JugenKulturKeller, Foto: Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“
OpenStage im JugendKulturKeller
JugendKulturKeller in der VILLA, Lessingstraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Jeden Montag kann sich hier jede/r ausprobieren und frisch geschriebene Lieder vor Publikum spielen. Ab 18.30 Uhr liegt eine Liste aus, auf der sich Auftrittswillige eintragen können. Und dann heißt es: 2 Songs - the rest is up to you ... Der beliebte Treff für MusikerInnen ist auch für das Publikum interessant. Denn es sind nicht nur talentierte Neulinge zu erleben, sondern oft auch bekannte KünstlerInnen, die auf der Bühne ihre allerneusten Songs testen. (Eintritt frei)
Eröffnung: Frühe Ansichten - Werke von Gerhard Kurt Müller
Eröffnung: Frühe Ansichten - Werke von Gerhard Kurt Müller
Altes Rathaus, zweites Obergeschoss, Markt 1
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der Maler und Bildhauer Gerhard Kurt Müller wurde am 1. Oktober 1926 in Leipzig-Probstheida geboren. Das Stadtgeschichtliche Museum zeigt aus diesem Anlass frühe Gemälde Müllers aus den 1950er Jahren mit Leipziger Stadtansichten. Diese Gemälde belegen einmal mehr die Bedeutung der Stadtlandschaft für das Werk vieler Leipziger Maler, auch wenn Müller sich später von diesem Thema löste. In der Kabinettaustellung sind zudem zwei Skulpturen des Künstlers zu sehen. Die Präsentation reiht sich ein in eine ganze Reihe von Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Gerhard Kurt Müller. (zu besichtigen bis zum 17.01.2027, Di–So: 10–18 Uhr, Eintritt frei)
Führung: Hidden Places in der Nationalbibliothek
Die Deutschen Nationalbibliothek und der vierte Erweiterungsbau mit dem Deutsche Buch- und Schriftmuseum, Foto: DNB / Peter Kühne
Führung: Hidden Places in der Nationalbibliothek
Treff: Museumsfoyer Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutscher Platz 1
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Was gibt es Spannenderes als einen Blick hinter die Kulissen? Mit über 600 Räumen ist die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ein Eldorado an einzigartigen Orten und Geschichten. Der Rundgang bietet einen Blick hinter die ein oder andere sonst verschlossene Tür in einer der größten Bibliotheken des Landes. Vom Keller bis ins Dachgeschoss geht es bei der Führung durch ein Gebäude, das seit seiner Gründung stetig gewachsen ist und viele Geschichten zu erzählen hat. (Teilnahme kostenlos)
Von Punkbands bis hin zu gefühlvollen Akustiksongs – Blake Cateris' beeindruckender musikalischer Werdegang hat ihn bereits in viele Länder der Welt geführt. Auch in Leipzig bringt er voller Energie eine Mischung aus Folk, Punk und Rock auf die Bühne (Video). Mit Akustikgitarre, einer markanten Stimme und ehrlichen, pointierten Texten erzählt der australische Singer-Songwriter Geschichten zwischen Nachdenklichkeit und Humor. Und das nicht nur auf der Bühne - 2024 erschien sein Gedicht- und Prosaband „Throw Down Your Weapons“. (Kulturbeitrag 5 €)
Ein so groß angelegtes Gegenwartspanorama wie Matthew Lopez’ „Das Vermächtnis“ ist etwas Besonderes. Das Stück wird vom Schauspiel Leipzig in zwei Teilen und sieben Stunden an einem Tag aufgeführt. Es spielt in den 2010er und 2020er Jahren in den USA. Das Vermächtnis ist ein abgelegenes Farmhaus, das der 60-jährige Walter dem jungen Eric zuerkennt, den er zufällig in New York kennenlernt. Als Vermächtnis an alle erweisen sich aber auch die Erfahrungen von Verwundbarkeit, wenn sich bei Krankheit oder Verlust die Unterschiede von Status oder Lebensentwürfen auflösen. Trotzdem gibt das Stück nie auf. Es glaubt daran, dass Menschen sich begegnen können. Dass Fürsorge möglich ist. Dass Gemeinschaft möglich ist. (Eintritt frei, Premiere am 3. Oktober)
Treffpunkt Salon: „Für dich leben! Für dich sterben!“
Alma Mahler vor 1899, FotografIn unbekannt, Abbildung via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Treffpunkt Salon: „Für dich leben! Für dich sterben!“
Im Musiksalon bespricht Musikjournalist Hagen Kunze musikalische Themen und ergänzt sie durch Musikbeispiele am Klavier. Heute geht es um Gustav Mahlers letzte, unvollendet gebliebene 10. Sinfonie - und um eine Ehekrise. Mahlers 19 Jahre jüngere Frau Alma, selbst eine talentierte Komponistin, leidet unter Mahlers eigenbrödlerischem Leben, der nur die Arbeit an seiner Musik kennt und ihr jegliche Möglichkeit zur Selbstverwirklichung entzieht. Doch sie lernt Walter Gropius kennen und beginnt eine Affäre mit dem später weltberühmten Bauhausarchitekten. Was Gustav Mahler in eine Krise stürzt, die ihn auf die Couch von Sigmund Freud bringt und die er nicht mehr überwinden wird. (Eintritt frei, Reservierung erbeten)
Vernissage: Der Kater heißt Filja - Geschichten ukrainischer Binnenvertriebener
Vernissage: Der Kater heißt Filja - Geschichten ukrainischer Binnenvertriebener
galerie KUB, Kantstraße 18
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Nachrichten aus der Ukraine konzentrieren sich auf Drohnentechnologie, politische Treffen und auf Geld. Seltener geht es um die, die im Land unter der russischen Aggression leiden, ihr Zuhause verloren haben und allzu oft auch ihre Lieben. Die Mission lifeline unterstützt diese Menschen. Sie sind mittellos, oft krank und hochbetagt. Es wurde über 7.000 mal an einer Tür geklingelt und ein Hilfspaket gebracht – mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und vor allem mit menschlicher Wärme. Die Menschen auf den Fotos der Ausstellung geben Einblick in ihr Leben und möchten, dass wir den Blick nicht von ihrem und dem Schicksal der Ukraine abwenden. Zur Eröffnung singt Melanka Piroschik traditionelle und eigene ukrainische Lieder. (zu sehen bis zum 02.10.2026, Do, Fr: 15–18 Uhr, Sa, So: 14–18 Uhr, Eintritt frei)
Strand Kulkwitzer See, unterhalb der Tauchschule Delphin
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Für 2026 hat sich Thomas Krüger viel vorgenommen. Nachdem vor zwei Jahren sein erstes Album „Indecision“ veröffentlicht wurde, tourt er unter dem Titel „Mr. Pianoman Live“ durch die Lande. Bei seinen Konzerten mischt „Deutschlands erfolgreichster Piano-Youtuber“ gekonnt Werke der Pop- und Musikgeschichte zu überraschenden Medleys (Video). Dazu spielt er eigene Kompositionen und ausgewählte Coverstücke. Zu den Leipziger Tastentagen erwartet das Publikum beste Klavier-Unterhaltung am sicher schönsten Konzertort des Festivals. (Eintritt frei)
Konzerteinführung in Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Abschrift von Mendelssohns Manuskript für eine Aufführung des „Elias“ in England 1846, Abbildung via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Konzerteinführung in Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Peterskirche, Schletterstraße 5
von: LEIPZIG eintrittsfrei
SängerInnen und MusikerInnen der Peterskirche und der Emmauskirche beschäftigen sich seit einem Jahr mit Mendelssohns Meisterwerk und arbeiten an einer gemeinsamen Aufführung. Im September ist es soweit, das Oratorium ist zweimal zu hören, am 26.09. in der Peterskirche und am 27.09. in der Emmauskirche. Das Publikum kann sich auf Konzerte voller Dramatik, großer Chöre, berührender Musik und zeitloser Fragen nach Glauben, Zweifel und Hoffnung freuen. Wer darüber mehr wissen möchte, ist herzlich zu dieser Einführung eingeladen. Der Musikjournalist Hagen Kunze erläutert die Entstehung, musikalische Besonderheiten und theologische Hintergründe des Oratoriums. (Eintritt frei)
Wie so oft stellt sich Ophelia die stille Frage: „Weinen oder nicht weinen?“ Damit sich alle gut fühlen, entscheidet sie sich meist für Letzteres. Geweint wird dann ganz alleine unter der Dusche. Doch dann beginnt sie ihre Tränen zu sammeln und aufzukochen. Nebst süßen Mäusen und personifizierten Zweifeln sind natürlich auch Pop-Ikonen wie Billie Eilish und Lana Del Rey geladen zu einem Abend über Urgewalt, Verwandlung und Zärtlichkeit, über Oberflächlichkeit und Abgrundtiefe. Bei Paula Wintelers Soloabend ist auf jeden Fall alles ganz wahnsinnig traurig. (Karte 5 €)
Panama Pipers ist das brandneue Projekt von Josephin Wilke und Tommi Pieper. Die beiden haben sich erst in diesem Jahr als Duo zusammengetan und ihr Programm zunächst auswärts erprobt. Das Konzert in der Guten Quelle ist die Leipzig Premiere! Zu hören werden Eigenes und Neuarrangements schöner Oldies aus Country, Folk, Rock und Pop sein (erste Videos auf dem Instagram-Profil). „Introspektiv & musikalisch aus der Zeit gefallen“ ist ihre Musik, wie Josi und Tommi meinen. Was das Publikum heute selbst überprüfen kann. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Vernissage: Schön, kostbar, gigantisch. Der Leipziger Machsor
Der Leipziger Machsor ist eine der berühmtesten hebräischen Handschriften, die sich aus dem Mittelalter erhalten haben. Er enthält die Gebete und Gesänge für die jüdischen Festtage und ist reich mit kostbarer Buchmalerei geschmückt. Aus konservatorischen Gründen befindet sich das gewaltige Manuskript üblicherweise im Tresor der Universitätsbibliothek. Nun gibt es zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder die Gelegenheit, den Leipziger Machsor zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung findet im Café Alibi ein Gesprächsabend zu jüdischem Kulturerbe, verschlungenen Besitzgeschichten und zur sich daraus ergebenden Verantwortung statt. (zu besichtigen bis zum 25.10.2026, Mo–Mi: 10–18 Uhr, Do–So: 10–21 Uhr, Eintritt frei)
Chor kontra Monument – Performance im Richard-Wagner-Hain
Chor kontra Monument – Performance im Richard-Wagner-Hain
Richard Wagner Hain, Ostseite
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Bei dieser Veranstaltung von Stadtkuratorin Leipzig und dem Grünflächenamt führt Frederike Moormann durch den Richard-Wagner-Hain am Elsterflutbecken. Dort legte Adolf Hitler 1934 den Grundstein für ein Richard-Wagner-Denkmal, das nie vollendet wurde. Die Klangkünstlerin untersucht einerseits die Geschichte des Ortes - von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die DDR bis ins Heute. Andererseits setzt sie sich mit dem Werk Richard Wagners auseinander. Durch einen Audiowalk und ein Chor-Konzert, das musikalische Motive Wagners zersetzt und sampelt, werden die historischen Schichten des Hains begehbar und Wagners nationalistische Thesen in der Musik hörbar. (Teilnahme kostenlos, Anmeldung erbeten)
Block Stories - Lesung & Gespräch mit Sara Gmuer und Grit Lemke
Block Stories - Lesung & Gespräch mit Sara Gmuer und Grit Lemke
KOMM-Haus, Selliner Straße 17
von: LEIPZIG eintrittsfrei
„Wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner“, heißt es über Wanda, die Hauptfigur in Sara Gmuers aktuellem Roman „Achtzehnter Stock“. Prägen Kindheit und Jugend in der „Platte“ ein Leben lang? Was macht den Alltag in der Großwohnsiedlung aus – in der DDR, in den Jahren des Umbruchs und in der Gegenwart? Wie dicht liegen „Traum und Trauma“ beieinander, wie es Grit Lemke in „Kinder von Hoy“ bezeichnet? Darüber sprechen die Autorinnen beim Grünauer Kultursommer und lesen Passagen aus ihren Büchern. (Eintritt frei)
Am Wochenende verwandelt sich der geschichtsträchtige Matthäikirchhof im Herzen Leipzigs in einen lebendigen Ort kultureller und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Die Initiative Leipzig plus Kultur veranstaltet dort ein Festival und Symposium zum Wert der freien Kulturszene. Ziel ist es, das lange vernachlässigte und scheinbar abgeriegelte Areal des so genannten Stasi-Riegels als temporären Kultur- und Demokratieort neu zu bespielen und die Vielfalt der Leipziger freien Kulturszene sichtbar zu machen. Eröffnet wird das Wochenende mit Vorträgen, Workshops und Podiumsgesprächen, bei denen sich ExpertInnen und AkteurInnen der freien Kulturszene und Politik über den Wert der Kultur austauschen. (Unkostenbeitrag für das Symposium 15 €, Anmeldung per E-Mail erbeten, Programm)
Klavier im Doppel: Johannes Wasikowski & Andreas Wolff
Klavier im Doppel: Johannes Wasikowski & Andreas Wolff
Robert-Koch-Park, Haus 4
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Andreas Wolff und Johannes Wasikowski sind zwei aufstrebende Vertreter der zeitgenössischen Klaviermusik in Deutschland. Zu den Leipziger Tastentagen laden sie das Publikum zu einer intimen, meditativen Klangreise ein, mit der sie bewusst einen Gegenpol zum lauten, hektischen Alltag setzen. Beide Musiker haben einen unterschiedlichen Hintergrund, aber sie eint die Liebe zur Musik von Größen wie Yann Tiersen, Nils Frahm oder Hania Rani. Und auch ihre eigenen Kompositionen sind voller Klarheit - introvertierte Schätze und Landschaften zum Hören. (Eintritt frei)
Eröffnung: Forstschritt & Widerrede - Grafiken von Susann Hoch und Hans Bote
Eröffnung: Forstschritt & Widerrede - Grafiken von Susann Hoch und Hans Bote
hochdruckpartner Galerie+Werkstatt, Lützner Straße 85
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Bei hochdruckpartner eröffnet am Abend eine Ausstellung mit Grafiken von Hans Bote und Susann Hoch. Zur Eröffnung findet ein Künstlergespräch der Ausstellenden miteinander statt. In ihrem Werdegang gibt es einige Gemeinsamkeiten: So haben beide nicht nur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert, sondern sie waren dort auch Meisterschüler und -schülerin. Hans Bote und Susann Hoch kennen und schätzen das Leipziger Museum für Druckunst durch ihre Mitarbeit in diesem Haus. Und nicht zuletzt gehören beide zum Team von hochdruckpartner, sowohl Werkstatt als auch Galerie, in der das künstlerische Handwerk der Druckgrafik gepflegt und weitergegeben wird. (zu besichtigen bis zum 14.11.2026, Mi–Fr: 14–18 Uhr, Sa: 12–17 Uhr, Eintritt frei)
Eröffnung: Pool und Prime - Holzschnitte von Gabriela Jolowicz
Eröffnung: Pool und Prime - Holzschnitte von Gabriela Jolowicz
Museum für Druckkunst Leipzig, Nonnenstraße 38
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Mit „Pool and Prime“ präsentiert das Museum für Druckkunst großformatige Holzschnitte der Berliner Künstlerin Gabriela Jolowicz. Die Absolventin der HGB gehört heute zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Holzschnitts in Deutschland. Ihre detailreichen Schwarz-Weiß-Arbeiten verwandeln mit feiner Ironie Szenen des Alltags in vielschichtige Bildwelten und zeigen, wie aktuell die traditionelle Technik des Holzschnitts sein kann. Ein zentrales Element der Ausstellung ist ihr imposantes Holzschnitt-Panorama, das für die Ausstellung um einen Leipzig-Bezug ergänzt wurde. (Eintritt zur Eröffnung frei, sonst 6 / 4 €, geöffnet bis zum 14.02.2027, Mi–Fr: 10–17 Uhr, Sa+So: 11–17 Uhr)
sogno/suono - Soloprojekt mit präparierter Violine, Stimme & Electronics
sogno/suono - Soloprojekt mit präparierter Violine, Stimme & Electronics
Alte Dorfkirche, Schönauer Straße 245
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zum Grünauer Kultursommer spielt Ronja Sophie Putz ihr Soloprogramm „sogno/suono“ (Video). Darin beschäftigt sich die Kammermusikerin, Solistin und Performerin mit der Klangwelt von Geige und menschlicher Stimme. Bei ihr wird die Violine zur Verlängerung des Körpers, ihr Klang zur Verlängerung der Stimme. Dafür nutzt sie ungewöhnliche Mittel und präpariert ihr Instrument beispielsweise mit Schrauben und Vibratoren. Die akustischen Illusionen spielen mit der Wahrnehmung des Publikums und öffnen die Ohren für das Grenzland zwischen Klang und Stille. Es erklingen Werke von Jacopo Salvatori, Graciela Paraskevaídis, Tom Smith und eigene Kompositionen. (Eintritt frei)
Eine Frau kann nicht mehr. Der ärztliche Rat hat sie in ein Zimmer mit gelber Tapete verbannt. Dort soll sie absolute Ruhe haben. Stunde um Stunde starrt sie auf die Tapete mit ihrem verworrenen Muster, das eine immer stärkere Faszination auf sie ausübt. Bald glaubt sie, dahinter Gestalten zu erkennen, die Nacht für Nacht deutlicher werden. Das Theaterstück mit dem Freien Ensemble Jedermensch geht auf eine Kurzgeschichte von Charlotte Perkins Gilmans zurück, die darin von eigenen Erfahrungen mit Depressionen und deren Behandlung berichtet. Heute gilt die Erzählung über eine eingesperrte Frau als feministischer Schlüsseltext. (Karten zu 12, 8 oder 5 € online reservieren)
Festival der freien Kultuszene
Grafik: Büro 222 – Visuelle Kommunikation
Festival der freien Kultuszene
Matthäikirchhhof, Zugang über Große Fleischergasse 12
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Am Wochenende verwandelt sich der Matthäikirchhof im Herzen Leipzigs in einen lebendigen Ort kultureller und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Die Initiative Leipzig plus Kultur veranstaltet dort ein Festival und Symposium, um die Vielfalt der Leipziger freien Kulturszene sichtbar zu machen. Heute finden neben dem zweiten Tag des Symposiums eine Reihe von Veranstaltungen statt. BesucherInnen können auf dem Matthäikirchhof Theater, Kunst, Literatur und Musik erleben. Garagen öffnen ihre Tore, animierte Kurzfilme reisen durch die Zeit und abends wird zu Live Musik und DJs getanzt. (Eintritt frei)
Geologische Exkursion: Natursteine in der Stadt
Findling in der Stadt, Foto: Nurzer Kalhh, Pixabay
Geologische Exkursion: Natursteine in der Stadt
Naturkundemuseum Leipzig, Lortzingstraße 3
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die Jugendgruppe für Mineralogie am Naturkundemuseum „Leipziger Steinbeißer“ und der Verein GeoWerkstatt Leipzig möchten auf einem geologischen Streifzug in der Stadt verbaute Natursteine entdecken und kennenlernen. Ob Fassade, Fenstersims, Brunnen oder Straßenpflaster - es gibt eine Vielzahl von Steinen, die spannende Geschichten nicht nur zur Architektur, sondern auch von ihrer geologischen Vergangenheit erzählen. Woher kommen die Gesteine? Welches ist am weitesten gereist? In welchen Epochen wurden welche Gesteine verbaut? Diese und noch viele weitere Fragen werden bei dieser spannenden Exkursion beantwortet. (Teilnahme kostenlos)
Chor kontra Monument – Performance im Richard-Wagner-Hain
Chor kontra Monument – Performance im Richard-Wagner-Hain
Richard Wagner Hain, Ostseite
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Bei dieser Veranstaltung von Stadtkuratorin Leipzig und dem Grünflächenamt führt Frederike Moormann durch den Richard-Wagner-Hain am Elsterflutbecken. Dort legte Adolf Hitler 1934 den Grundstein für ein Richard-Wagner-Denkmal, das nie vollendet wurde. Die Klangkünstlerin untersucht einerseits die Geschichte des Ortes - von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die DDR bis ins Heute. Andererseits setzt sie sich mit dem Werk Richard Wagners auseinander. Durch einen Audiowalk und ein Chor-Konzert, das musikalische Motive Wagners zersetzt und sampelt, werden die historischen Schichten des Hains begehbar und Wagners nationalistische Thesen in der Musik hörbar. (Teilnahme kostenlos, Anmeldung erbeten)
Das Vokalensemble Perperúna ist aus offenen Gesangskreisen in Berliner Parks hervorgegangen. Die fünf Sängerinnen haben unterschiedliche kulturelle Wurzeln - was sie vereint und antreibt ist die Leidenschaft für die klangliche Vielfalt des Balkans und des Mittelmeerraums. Sie setzen sich für die Bewahrung, Neuinterpretation und die Weitergabe des überlieferten mehrstimmigen weiblichen Gesangs ein. Dabei ist ihre Musik nicht streng traditionell, sondern aktuell und neugierig spielerisch (Video). Beim Roots & Sprouts Festival spannt Perperúna einen lebendigen Bogen von sanften, berührenden Klängen bis hin zu kraftvoll-feierlichen, mitreißenden Gesängen. (Eintritt frei)
Eine Frau kann nicht mehr. Der ärztliche Rat hat sie in ein Zimmer mit gelber Tapete verbannt. Dort soll sie absolute Ruhe haben. Stunde um Stunde starrt sie auf die Tapete mit ihrem verworrenen Muster, das eine immer stärkere Faszination auf sie ausübt. Bald glaubt sie, dahinter Gestalten zu erkennen, die Nacht für Nacht deutlicher werden. Das Theaterstück mit dem Freien Ensemble Jedermensch geht auf eine Kurzgeschichte von Charlotte Perkins Gilmans zurück, die darin von eigenen Erfahrungen mit Depressionen und deren Behandlung berichtet. Heute gilt die Erzählung über eine eingesperrte Frau als feministischer Schlüsseltext. (Karten zu 12, 8 oder 5 € online reservieren)
Die MusikerInnen von La Cura traten zum ersten Mal im April 2021 bei einem landesweiten Streik in Kolumbien auf. Aus diesem politischen und kulturellen Moment heraus wurde später die Band in Berlin gegründet und bringt seitdem ihren lebendigen Sound auf Bühnen der Stadt. Die Musik ist eine Reise durch die Wurzeln und Traditionen Kolumbiens und kombiniert Rhythmen von Cumbia über Fandango bis zum Porro der Karibik. Angetrieben vom Schlag der Trommeln, temperamentvollem Gesang und dem Klang der Blasinstrumente überträgt La Cura auch beim Roots & Sprouts Festival pure Freude und kollektive Energie (Video) und bringt das Publikum zum Tanzen. (Eintritt frei)
Treffpunkt: Eingang des Schauspielhauses, Bosestraße 1
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zum Tag des offenen Denkmals gewährt das Schauspiel Leipzig einen Blick hinter die Kulissen und lädt zu Führungen durch das Theater und über die Große Bühne ein. Die Teilnehmenden besuchen Orte im Schauspielhaus, die für das Publikum normalerweise im Verborgenen bleiben, stehen selbst auf und hinter der Bühne und erhalten Einblicke in die Geschichte des Hauses. Weitere Führungen finden um 11 Uhr und 12 Uhr statt. (Eintritt frei, aber Teilnhemerzahl begrenzt)
Festival der freien Kultuszene
Grafik: Büro 222 – Visuelle Kommunikation
Festival der freien Kultuszene
Matthäikirchhhof, Zugang über Große Fleischergasse 12
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Am Wochenende verwandelt sich der Matthäikirchhof im Herzen Leipzigs in einen lebendigen Ort kultureller und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Die Initiative Leipzig plus Kultur veranstaltet dort ein Festival, um die Vielfalt der Leipziger freien Kulturszene sichtbar zu machen. Eröffnet wird der zweite Festivaltag durch eine Live-Cooking Literatur Show mit Julius Fischer. In Fitzis Filmgarage können Kinder und Jugendliche mit der Anime-Dokserie „Auf Fritzis Spuren“ in die DDR & Wendezeit abtauchen. Zu weiteren Angeboten gehören eine Schnitzeljagd für die Kleinen oder künstlerische und archäologische Führungen über den geschichtsträchtigen Matthäikirchhof für die Großen. (Eintritt frei)
Führung: Das Völkerschlachtdenkmal zum Kennenlernen
Führung: Das Völkerschlachtdenkmal zum Kennenlernen
Völkerschlachtdenkmal, Straße des 18. Oktober 100
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Das 1913 zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht eingeweihte Monument bietet nicht nur beeindruckende Architektur und mit seiner Höhe von 91 Metern eine tolle Aussicht, sondern auch spannende Einblicke in die Geschichte - von der Völkerschlacht 1813 bis heute. Zum Tag des offenen Denkmals können sich Interessierte von der wechselvollen Geschichte des riesigen Bauwerks berichten lassen. Was bedeuten zum Beispiel die Figuren in der Ruhmeshalle und weshalb galt das Völkerschlachtdenkmal als ehrgeizigstes Denkmalprojekt des Kaiserreichs? Diese und weitere Fragen werden bei dieser Einführung in eines der faszinierendsten Bauwerke Leipzigs beantwortet. (Teilnahme kostenlos, weitere Führung um 14 Uhr)
Führung durch „GEFÄSS | SKULPTUR“ - Wie geht Farbe?
Führung durch „GEFÄSS | SKULPTUR“ - Wie geht Farbe?
GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5-11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Moderne Studiokeramik zählt zu den wichtigsten Sammlungsgebieten des GRASSI Museum für Angewandte Kunst. Ihr wird mittlerweile die vierte große Ausstellung gewidmet, die herausragende neue Erwerbungen und Schenkungen zeigt. Sie zeichnet die künstlerischen Entwicklungen seit 1946 bis in die Gegenwart nach und lässt 320 keramische Arbeiten, ihre Formenkraft und Schönheit eine ästhetische Verbindung eingehen. Die Keramikerin Elke Sada ist selbst mit Arbeiten vertreten und führt Interessierte durch „GEFÄSS | SKULPTUR 4“ und beschreibt Exponate, ihren Formen und Techniken aus Sicht der eigenen künstlerischen Arbeit - mit besonderem Schwerpunkt auf die Farbe. (Teilnahme 3 €)
Das Berliner Duo aus Pier Paolo Bertoli und Lutz Wolf verbindet Jazz und Weltmusik zu einer Klangreise zwischen Westeuropa und Lateinamerika (Video). Die Musiker erweitern die Grenzen musikalischer Stile und Epochen mit einem Sound, der der sowohl innovativ als auch traditionell ist. Dabei ist die Instrumentierung aus Akkordeon und Flügelhorn einzigartig. Im Repertoire haben die beiden hauptsächlich eigene Kompositionen sowie Arrangements von Liedern, die sie lieben. Ein Konzert von Pippo Miller weckt Freude, Neugier und den dringenden Wunsch zu tanzen. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Auf „Es war einmal …“ folgt in der Regel etwas Verheißungsvolles: entweder eine phantastische Erzählung oder ein nostalgischer Blick in „die guten alten Zeiten“. In seinem Stück widmet sich der Autor Thomas Köck den vermeintlich zeitlosen Märchen, um sie in unserer Gegenwart zu spiegeln, vielleicht einen neuen Wald bevölkern zu lassen. Da mag dann der böse Wolf drei Wünsche frei haben. Oder Aschenputtel bekommt ihren ersten Talkshowauftritt anlässlich einer Familienzusammenführung mit den Schwestern oder vielleicht erzählt der Froschkönig endlich seine Version der Geschichte. Oder ganz anders. (zum Theatertag alle Karten auf allen Plätzen 13 €)
Wenn Brüssel einen typischen Klang hätte – so wie Lissabon seinen Fado oder Buenos Aires den Tango – dann wäre es wahrscheinlich Peixe e Limão. Zu Cello, Gitarre und mit warmen, melancholischen Stimmen singt das Trio über das Leben in der Stadt – in mehreren Sprachen und als Spiegel der Seele der europäischen Hauptstadt, einem echten Schmelztiegel aus Klängen, Aromen und Kulturen (Video). Das Publikum beim Roots & Sprouts Festival erwartet Musik mit Einflüssen aus aller Welt: von Bossa Nova über Flamenco bis hin zu irischem Folk. kunstvoll verwoben mit zutiefst persönlichen Liedern. (Eintritt frei)
„Klangdenkmäler“ - Konzert mit dem Niels Gade Chamber Orchestra
„Klangdenkmäler“ - Konzert mit dem Niels Gade Chamber Orchestra
Philippuskirche, Aurelienstraße 54
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zum Tag des offenen Denkmals lädt das Niels Gade Chamber Orchestra zu einer musikalischen Betrachtung der Ewigkeit ein. So wie Bauwerke sichtbare Erinnerungen sind, kann auch Musik zu einem hörbaren Denkmal werden. Im Zentrum des Programms stehen Werke des estnischen Komponisten Arvo Pärt, dessen Musik außerhalb der Zeit zu stehen scheint. Sie verweilt, atmet und lädt dazu ein, den Blick nach innen zu richten. Einen Gegenpol dazu bildet Anton Bruckners Streichquintett, das große emotionale Kraft entfaltet. Zum Abschluss erklingt Johann Sebastian Bachs berühmte Air aus der Orchestersuite D-Dur, ein Werk von zeitloser Schönheit. Begleitet wird das Konzert von Kunst- und Lichterformances der KünstlerInnen Ivo Zibulla & Alina Walter. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Eine Frau kann nicht mehr. Der ärztliche Rat hat sie in ein Zimmer mit gelber Tapete verbannt. Dort soll sie absolute Ruhe haben. Stunde um Stunde starrt sie auf die Tapete mit ihrem verworrenen Muster, das eine immer stärkere Faszination auf sie ausübt. Bald glaubt sie, dahinter Gestalten zu erkennen, die Nacht für Nacht deutlicher werden. Das Theaterstück mit dem Freien Ensemble Jedermensch geht auf eine Kurzgeschichte von Charlotte Perkins Gilmans zurück, die darin von eigenen Erfahrungen mit Depressionen und deren Behandlung berichtet. Heute gilt die Erzählung über eine eingesperrte Frau als feministischer Schlüsseltext. (Karten zu 12, 8 oder 5 € online reservieren)
Rosa Rau hat ihre Kindheit in Berlin verbracht und ist, mit Stationen in Venezuela, Chile, Jordanien und dem Libanon, seit fast zwei Jahrzehnten in Leipzig zu Hause. Musikalisch geprägt hat die Sängerinn die spanischsprachige Singer-Songwritertradition und Musik vieler Kulturen, von Folklore Argentino über arabischem Tarab bis zum deutschen Chanson. Beim Roots & Sprouts Festival spielt sie zum ersten Mal ihr Programm „Lava“, benannt nach dem gerade erschienen Album und inspiriert von einer Reise nach Neapel und zum Vesuv (Video). „Lava“ steht für Veränderung. Nach langem Brodeln in der Tiefe bricht plötzlich etwas hervor. Für manche zerstörerisch, für andere lebensspendend. (Eintritt frei)
Der Theologe Ronny Valdorf ist auch leidenschaftlicher Musiker und veranstaltete im Herbst letzten Jahres gemeinsam mit lieben FreundInnen einen Liederabend in der Philippuskirche. Das Konzert kam so gut an, das beschlossen wurde, es zu wiederholen. Wie schon beim letzten Mal sind an diesem Abend Songs von Ronny Valdorf und seinen ganz unterschiedlichen Gästen zu hören, die dem Konzert jeweils ihre eigene Note hinzufügen. Musik, die ihnen wichtig ist oder die sie einfach schön finden, beispielsweise Lieder von Lera Lynn, Bobby Helms, Gerhard Schöne oder tolle Bluegrass-Traditionals. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Die verschwiegenen Toten - Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion
Gibt es Leerstellen beim Erinnern an Opfer rechter Gewalt? Foto: Initiativkreis Antirassismus
Die verschwiegenen Toten - Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion
Altes Rathaus, Markt 1
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Rechte Gewalt ist die logische Konsequenz, wenn Teile der Gesellschaft Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage abwerten und entmenschlichen. In Deutschland werden von verschiedenen Initiativen mindestens 224 Todesopfer rechter Gewalt aufgeführt - in Leipzig neun Todesopfer und ein Verdachtsfall. Der Initiativkreis Antirassismus hat dazu die Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ konzipiert. Zur Eröffnung sprechen VertreterInnen des Initiativkreises, der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie sowie der Kampagne „Rassismus tötet!“ über das schwierige Gedenken, Vorurteile und Verharmlosung. (zu besichtigen bis zum 31.10.2026, Di–So: 10–18 Uhr, Eintritt frei)
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Wende verschlafen, Lebensleistungen entwertet, Chefsessel westdeutsch besetzt - eine wirklich gerechte Einheit wurde verpasst. Marieke Reimann, in Rostock geboren und im Plattenbau aufgewachsen, kennt diese Probleme aus erster Hand. Sie verbindet in ihrem Buch persönliche Reportage mit scharfer Analyse und plädiert für einen Osten mit Zukunft. Denn unsere Demokratie kann nur gewinnen, wenn die Wende endlich bei allen ankommt. Warum finden Einheitsfeiern ohne Ostdeutsche statt? Warum ist Friedrich Merz froh, im Westen geboren zu sein? Können Angela Merkel und Tokio Hotel Vorbilder sein? Darüber spricht die Autorin mit der Journalistin Antonie Rietzschel. (Eintritt frei)
Ansgar Bach, Verleger und Sachbuchautor, berichtet über Giacomo Casanova, den italienischer Abenteurer und Schriftsteller, und dessen enge Verbindung mit Sachsen, besonders zu Dresden, aber auch nach Leipzig, wo seine berühmten Memoiren erstmals veröffentlicht wurden. In der Veranstaltung werden bibliophile Casanova-Erstausgaben und die Buchillustrationen der Künstlerin Alexandra Bonin vorgestellt. Neugierige erfahren noch unbekannte Facetten der Abenteuer des zum Synonym gewordenen Liebhabers. Casanova, Madame Pompadour und eine sächsische Gräfin laden zu einem spektakulären Abend ein. (Eintritt frei)
1839 revolutionierte die Daguerreotypie, ein frühe Form der Fotografie auf polierten Metallplatten, die Bilderwelt. Schnell kam die neue Technik auch nach Leipzig und hatte hier mit Bertha Wehnert-Beckmann Europas erste Berufsfotografin überhaupt. Von ihrem wechselhaften Leben und ihren fotografischen Wurzeln aus wird auf die Leipziger Fotografiegeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute geschaut. Friederike Degner, Leiterin Fotothek, erläutert diese industrielle Revolution ohne Dampf und Maschinen, aber mit Bildern, die bis heute erhalten sind und in Leipzigs bauliche wie menschliche Vergangenheit blicken lassen. (Teilnahme 3 €, Anmeldung per E-Mail oder unter 0341 9651340 erwünscht)
SOMMER IM GRASSI: Schreiben im Museum - Abschlusslesung
SOMMER IM GRASSI: Schreiben im Museum - Abschlusslesung
GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5-11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Unter dem Titel „Schreiben im Museum“ fanden im Sommer im GRASSI Museum in Kooperation mit dem Jungen Literaturinstitut Leipzig sechs Schreibworkshops statt. Die TeilnehmerInnen waren eingeladen im und über das Museum zu schreiben. Jeder Workshop hatte ein eigenes Thema und auch die Ausgangspunkte und Textformen variierten - von ersten Textschnipseln bis zu erzählerischen Experimenten. Zum Abschluss des Schreibsommers werden die Ergebnisse nun in einer öffentlichen Lesung präsentiert. (Eintritt frei)
Love, The Twains ist das Soloprojekt der Leipzigerin Lena Franke-King. Ihre Musik bewegt sich zwischen reduziertem Indie-Pop, folkigen Songs und klaren, melodiegetragenen Arrangements (Video). Die Texte handeln von emotionaler Nähe, die kippt, von leisen Brüchen, von Selbstbehauptung und davon, Gefühle in all ihren Facetten kommen und wieder gehen zu lassen. In der „Kolle“ bekommt Lena Unterstützung von Worn Down. Dahinter steht der Singer-Songwriter Adrian Krug, der ruhige, gefühlvolle Lieder (Video) mit fein dosierten Popeinflüssen zur Gitarre vorträgt. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Hörspaziergang: „Brünner Straße“
Die Brünner Straße in Grünau, Abbildung: Grünauer Kultursommer
Für viele in Leipzig ist die Brünner Straße ein Nicht-Ort, eine unwirtliche, breite Straße, zwei Kilometer Asphalt, Gebüsch und Garagen. Man kennt sie vielleicht vom Durchfahren, aber niemend verweilt hier länger. Doch welche Geschichten verbergen sich hier? Was gibt es hier alles zu entdecken? Und was hat das alles mit Brünn und Tschechien zu tun? Und mit den Anfängen von Grünau? Das alles können Interssierte bei diesem Hörspaziergang erfahren, der in Zusammenarbeit mit dem Verein Städtepartnerschaft Leipzig-Brno und unter der künstlerische Leitung von Ferdinand Hauser und Susa Wolfrum konzipiert wurde. (Funkkopfhörer werden gestellt, Teilnahme frei, Spende erbeten)
Saisoneröffnung im Horns mit der Hammond[dʒæz]Session
Saisoneröffnung im Horns mit der Hammond[dʒæz]Session
Horns Erben, Arndtstraße 33
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Im Horns Erben gibt es etwas etwas Einzigartiges: eine originale Hammondorgel „B3“. Mit ihrem unverwechselbarer Klang wurde und wird sie von vielen Jazzgrößen geschätzt und ist jeden dritten Donnerstag Teil der Jazz-Session im Horns Erben. Heute spielt der Pianist Steffen Greisiger auf dem Instrument. Bei seinem Opener-Konzert wird er von Lars Kutschke an der Gitarre und dem Saxophonisten Peter Weniger begleitet. Danach ist die Bühne offen für alle, die sich musikalisch einbringen wollen. (Eintritt frei)
Plagwitz, genauer Ort auf Anfrage bei Sesiones del Sur
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Wali Sory Diabaté aus Guinea ist ein vielseitiger Musiker, Perkussionist und Sänger. Nach zehn Jahren auf Tournee mit dem Circus Baobab lebt er heute in Frankreich und ist musikalischer Leiter der Gruppe Wamali. Mit seinem Soloalbum „Wali“ und zahlreichen internationalen Auftritten begeistert er mit virtuoser Musik. Sein Lieblingsinstrument ist das Balafon, ein in Westafrika verbreitetes Xylophone aus Holz, das von ihm oft in rasender Geschwindigkeit gespielt wird (Video). Der Musiker hat sich ausgiebig mit den traditionellen Rhythmen und Tänzen seiner Heimat beschäftigt und leitet Perkussionsworkshops, für die Menschen aus allen Teilen der Welt zu ihm kommen. (Eintritt auf Spendenbasis)
Die Vögel planen, die Menschen vom Thron der Evolution zu stoßen. Als ein Schwarm Singvögel in ihr Haus eindringt und ihre Kinder angreift, können Nancy und Nat Hocken nur ahnen, dass sie den Beginn einer globalen Veränderung miterleben. Was passiert, wenn wir die Revolution der Vögel konsequent zu Ende denken? Wo stehen wir als Menschheit? Was wird von uns übrigbleiben? Und wäre die Welt am Ende ein besserer Ort? Das Stück nach Daphne du Maurier und Aristophanes vereint Tragödie und Komödie zu einem Gedankenexperiment mit farbenfrohen Grautönen und Lust am Untergang. (Solidarisches Preissystem: 18, 14 oder 10 €, Online-Tickets)
Herje Mine fühlen, leben und spielen Balkan-Musik in all ihrer Leidenschaft und Tiefe. Das Herz der fünf MusikerInnen aus Polen, Israel, Venezuela und Deutschland ist so wahrhaftig mit dieser wunderbaren Musik verbunden (Video), dass man sofort Fernweh, Sehnsucht und Tanzwut fühlt, hört man ihnen auch nur kurze Zeit zu. Bei diesem Konzert im Rahmen von „Tacheles: Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“ kann sich das Publikum auf selten gespielte jüdische Melodien aus dem Jemen, Marokko und dem gesamten Mittelmeerraum sowie eigene Kompositionen des Ensembles in mitreißenden Interpretationen freuen. (Eintritt frei)
Eröffnung: Die Flut aus meiner Hand - Malerei von Carolina Pérez Pallares
Eröffnung: Die Flut aus meiner Hand - Malerei von Carolina Pérez Pallares
D21 Kunstraum, Demmeringstraße 21
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Carolina Pérez Pallares versteht Malerei nicht als abgeschlossenes Medium, sondern als offenes System. Die Leipziger Künstlerin löst Farbe, Material und Motiv aus ihrer traditionellen Bindung an die Leinwand. In ihrer Einzelausstellung setzt sie besonders mit dem Raum auseinander, aber auch aus ihrer eigenen Biografie heraus mit der Darstellung von Fremdheit, das Verhältnis von Ankommen und Weggehen sowie der Einfluss kultureller Codes auf das subjektive Erleben von Migration. Dafür wird sie aus Foto-Übermalungen, Wandmalereien, Videos und Skulpturen, eine großformatige Raum-Collage komponieren und den D21 Kunstraum in ein Gesamtkunstwerk verwandeln. (zu bsichtigen bis zum 22.11.2026, Sa–So: 15–19 Uhr, Eintritt frei)
Die Vögel planen, die Menschen vom Thron der Evolution zu stoßen. Als ein Schwarm Singvögel in ihr Haus eindringt und ihre Kinder angreift, können Nancy und Nat Hocken nur ahnen, dass sie den Beginn einer globalen Veränderung miterleben. Was passiert, wenn wir die Revolution der Vögel konsequent zu Ende denken? Wo stehen wir als Menschheit? Was wird von uns übrigbleiben? Und wäre die Welt am Ende ein besserer Ort? Das Stück nach Daphne du Maurier und Aristophanes vereint Tragödie und Komödie zu einem Gedankenexperiment mit farbenfrohen Grautönen und Lust am Untergang. (Solidarisches Preissystem: 18, 14 oder 10 €, Online-Tickets)
Die Double Reed Tales aus Berlin haben sich auf das Dulzian - einen Vorläufer des Fagotts - spezialisiert. Die MusikerInnen führen in der Philippuskirche ihr Programm zu einem der berühmtesten Bücher der Renaissance auf. Das „Narrenschiff“ von Sebastian Brant beschäftigt sich in seinen Kapiteln mit jeweils einem menschlich Laster, die im Konzert mit Musik des 16. und 17. Jahrhunderts kombiniert werden (Video). Ergebnis ist eine Komödie der unangenehmen Wahrheiten, trotzdem oder gerade deshalb mit vielen schwungvollen und unterhaltsamen Melodien. Unterstütztung kommt von Paul Hoyle an E-Bass und Percussion und der Sopranistin Bernadette Beckermann mit der sängerischen Umsetzung der historischen Texte. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“, Petersstraße 43
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Auch in diesem Herbst sind alle LeipzigerInnen eingeladen, die Musikschule kennenzulernen. Rund um das Hauptgebäude in der Petersstraße erwartet sie ein buntes Programm für Groß und Klein. So können die LehrerInnen und Instrumente kennengelernt und viele Winkel der Schule entdeckt werden. Für die Kinder gibt es Bastel- und Malangebote und bei ihren Auftritten kann den vielen Ensembles und Orchestern des Hauses gelauscht werden. Eine besonderse Empfehlung sind die Entdeckerkonzerte im Kurt-Masur-Saal. (Eintritt frei, Programm)
Am Samstag findet in der Ostwache wieder das beliebte Herbstfest statt. Der gleichnamige Verein möchte in der ehemaligen Feuerwache in Anger-Crottendorf ein offenes Nachbarschaftszentrum entwickeln und lädt alle LeipzigerInnen ein, sich zu informieren und mit ihm den goldenen Herbst zu feiern. Neben Ständen mit Infos zur Ostwache und dem Stadtteil gibt es ein Programm für die ganze Familie mit einem Flohmarkt, Stelzenläufern, Seifenblasen, einer Hüpfburg oder Wasser- und Feuerwehrspielen mit der Feuerwehrhistorik Panitzsch. Dazu können die BesucherInnen Live-Musik lauschen, tanzen und sich mit Kaffee & Kuchen und bei einer Küche für alle stärken. (Eintritt frei)
BookTalkWalk – GedankenGänge mit Jahrhundertbüchern
BookTalkWalk – GedankenGänge mit Jahrhundertbüchern
Treffpunkt: Liebigstraße / Ecke Talstraße
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Was schulden wir dem Anderen - und wie begegnen wir ihm wirklich? Beim dritten BookTalkWalk führt Kerstin Andermann, Institut für Philosophie der Universität Leipzig, durch die Stadt und stellt Emmanuel Lévinas' „Die Spur des Anderen" an thematisch passenden Orten vor. Gemeinsam gehen, gemeinsam denken: Beim GedankenGang wird auf verständliche Weise ein Werk einer bedeutenden DenkerIn vorgestellt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, nicht nur zuzuhören, sondern auch ins Gespräch zu kommen. Der Spaziergang ist offen für alle und setzt keine Vorkenntnisse voraus. Im besten Fall regt er dazu an, das präsentierte Buch anschließend selbst zu lesen. (Teilnahme kostenlos)
Tanz-Performance: Executing Dance
Eindruck von der Tanzperformance „Executing Dance“ von Clara Sjölin, Foto: Kollektiv krudebude
Tanz-Performance: Executing Dance
Vorplatz des Völkerschlachtdenkmals
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Das Kollektiv krudebude möchte gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum das Völkerchlachtdenkmal zu einem Fühlmal und einem Streitmal machen. Unter dem Titel „Gemischte Gefühle in kriegerischen Zeiten“ haben sie ein Veranstaltungsprogramm rund um Fragen von Krieg und Krise, Stillstand und Aufbruch organisiert. Heute findet eine Tanz-Performance der norwegischen Choreografin Clara Sjölin statt. Wie tanzt man einen Befehl? Die Aufführung erforscht die körperliche Dimension von Kontrolle, Disziplin und kollektivem Handeln. Fünf TänzerInnen empfangen über Kopfhörer Anweisungen, die sie jeweils individuell interpretieren und in Bewegung übersetzen - immer in Abstimmung mit der Gruppe. (Eintritt frei)
Vernissage: „Goldfischglastheorien“ – Malerei und Installation
Die Welt aus Sicht eines Goldfisches, Abbildung: Kunstverein ars avanti
Vernissage: „Goldfischglastheorien“ – Malerei und Installation
ars avanti Kunstraum, Alte Handelsschule, Gießerstraße 75
von: LEIPZIG eintrittsfrei
In der Ausstellung „Goldfischglastheorien“ zeigen sechs KünstlerInnen aus Leipzig und München ihre subjektive Sicht auf die Welt. Die Wahrnehmung der Realität ist in gewisser Weise verzerrt, ähnlich der Sicht eines Goldfisches durch seine gewölbte Scheibe. Demzufolge sind die ausgestellten Werke der Malerei und Installation ein Ausdruck von individuellen Realitäten, wobei keine der Realitäten „richtiger“ als die andere ist, solange sie funktionieren. (zu besichtigen bis zum 4.10.2026, Mo-Do: 9–11.30 Uhr, Fr+Sa: 15–18 Uhr, Eintritt frei)
Die Geschichte des SAXonia Quartetts ist geprägt von der gemeinsamen Liebe zur Kammermusik und dem Wunsch, Genregrenzen zu sprengen. Was einst als klassisches Ensemble begann, hat sich zu einer Formation entwickelt, die sich in Jazz und Pop ebenso zu Hause fühlt wie in der Klassik oder zeitgenössischen Musik. In der Stötteritzer Marienkirche präsentieren die vier Musikerinnen mit großer Spielfreude die klangliche Vielfalt des Saxophons (Video) - von lyrisch leise bis rhythmisch mitreißend. (Eintritt frei)
Hauptdarstellerin erkrankt? Chor im Streik? Orchester im Stau? Wenn alle Stricke reißen, rettet er den Abend: Der Universalschauspieler! Er beherrscht über 100 Rollen und setzt sich sofort ins Taxi, um die möglichst exakte Kopie eines Anderen zu werden. Felix Krakaus berstend komischer und abgrundtief trauriger Monolog wird für Tilo Krügel und Denis Petković Ausgangspunkt für ihr szenisches Projekt und einer Reflexion über das Theater, das Leben und den ganzen Rest. (Karte 5 €)
Die Vögel planen, die Menschen vom Thron der Evolution zu stoßen. Als ein Schwarm Singvögel in ihr Haus eindringt und ihre Kinder angreift, können Nancy und Nat Hocken nur ahnen, dass sie den Beginn einer globalen Veränderung miterleben. Was passiert, wenn wir die Revolution der Vögel konsequent zu Ende denken? Wo stehen wir als Menschheit? Was wird von uns übrigbleiben? Und wäre die Welt am Ende ein besserer Ort? Das Stück nach Daphne du Maurier und Aristophanes vereint Tragödie und Komödie zu einem Gedankenexperiment mit farbenfrohen Grautönen und Lust am Untergang. (Solidarisches Preissystem: 18, 14 oder 10 €, Online-Tickets)
„Gemischte Gefühle in kriegerischen Zeiten“ - Abschluss mit dem Chor Wirsing
„Gemischte Gefühle in kriegerischen Zeiten“ - Abschluss mit dem Chor Wirsing
Krypta des Völkerschlachtdenkmals
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zwischen Gräbern, mit steinernen Müttern und Kriegern thront es stolz über Leipzig: Das Völkerschlachtdenkmal. Ein archaisches Relikt aus vergangenen Zeiten - wenn da nicht die krisenhafte Gegenwart wäre. Das Kollektiv krudebude möchte das Völkerschlachtdenkmal gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum zu einem Fühlmal und einem Streitmal machen. Zum Abschluss der Aktionswochen sorgt der Leipziger Chor Wirsing mit seinem Programm „I’m still standing!“ für gute Gefühle und lädt zum Zuhören und gemeinsamen Singen ein - mit Liedern, die Mut machen und verbinden. (Eintritt frei)
Das Musikkollektiv Wontanara ist ein Zusammenschluss von MusikerInnen und TänzerInnen in Leipzig, die sich der Kunst und besonders der Musik Westafrikas verschrieben haben. Diese Musik ist geprägt von traditionellen Rhythmen und Tänzen - kraftvoll, energetisch und zutiefst lebendig (Video). Bei diesem Konzert im Rahmen des Stadtteilkulturfestivals OSTLichter möchten die MusikerInnen durch musikalische Vielfalt und die universelle Sprache des Rhythmus ein kollektives Erlebnis schaffen, das Grenzen überwindet und Menschen zusammenbringt. (Eintritt frei)
Das Ost-Passage Theater lädt an diesem Abend zu gleich drei Sessions ein: Zuerst gibt es eine Open Stage gefolgt von einem kurzen Konzert und schließlich einer offenen Jam-Session für alle Formen der Kunst. Jeder hat die Möglichkeit, einen kleinen Beitrag (maximal 10 Minuten) zum Besten zu geben. Ob zum Auftreten oder einfach, um am Sonntagabend einen kreativen Wochenabschluss zu genießen, alle sind herzlich willkommen im OPT-Wohnzimmer. (Eintritt 5 €, Anmeldung für Auftritte per E-Mail erbeten)
Konzertlesung: „Auf offener Strecke“ mit Sascha Gutzeit
Konzertlesung: „Auf offener Strecke“ mit Sascha Gutzeit
Chillum im Café Puschkin, Karl-Liebknecht-Straße 74
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Kann der richtige Song einen Moment unsterblich machen? Die Antwort wird schnell klar, denn der neue Roman von Sascha Gutzeit ist ein Roadmovie in Buchform und eine Liebeserklärung an Songs, die so viel bedeuten, dass sogar das Leben von ihnen abhängen kann. Im Café Puschkin bringt der Autor, Songschreiber und Schauspieler seine Leidenschaft für Musik auf die Bühne. Ob mit Schreibmaschine oder an Gitarre und Klavier, Sascha Gutzeit macht den Soundtrack für's Kopfkino (Video). Seine Lieder und Geschichten sind wie Kurzfilme - von poetisch bis bitterböse und manchmal lustig. (Eintritt auf Spendenbasis)
Führung: „Aufbruch und Tradition - 30Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen“
Führung: „Aufbruch und Tradition - 30Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen“
Stadtarchiv Leipzig, Straße des 18. Oktober 42
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Das Stadtarchiv Leipzig zeigt aktuell eine Ausstellung mit ausgewählte Momentaufnahmen aus dem Leben der jüdischen Gemeinden in Sachsen. Die Fotos stammen von Silvia Hauptmann, die im Auftrag der Ephraim Carlebach Stiftung mit künstlerischer Sensibilität und sicherem Gespür für Details die zaghaften Anfänge und allmählichen Veränderungen nach 1990 festhielt. Ihre Arbeiten begleiten deren Weg bis zu den selbstbewussten, lebendigen und vielfältigen Gemeinden von heute. Silvia Hauptmann führt selbst durch die Ausstellung und berichtet von Begegnungen, Ereignissen und Erfahrungen aus ihrer langjährigen Arbeit. (Teilnahme kostenlos)
Öffentliche Probe zu „Kitt“ - Ein Dokumentartheaterprojekt
Wenn die Rede ist von einem verlorengegangenen oder zerbröckelnden gesellschaftlichen Zusammenhalt - gab es ihn, gibt es ihn noch? Wie wird er hergestellt, inszeniert, reflektiert? Und wo sollte man nach ihm oder seinen Spuren suchen? Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger sind als dura & kroesinger seit über 25 Jahren für ihre Recherchetheaterprojekte bekannt. Sie gehen dorthin, wo gesellschaftliche Zusammenhänge konkret erlebt werden - dorthin, wo sich Menschen zusammenfinden, um Interessen auszuhandeln, Konflikte zu lösen oder zu schüren. (Premiere am 1. Oktober, Eintritt zur öffentlichen Probe frei, aber begrenzte Plätze)
Speed-Dating - Vorstellung der neuen Spielzeit in den Cammerspielen
Speed-Dating - Vorstellung der neuen Spielzeit in den Cammerspielen
Cammerspiele Leipzig, Kochstraße 132
von: LEIPZIG eintrittsfrei
An diesem Abend werden die Premieren der Spielzeit 26/27 im bewährten Speed-Dating-Format vorgestellt. Neugierige haben die Gelegenheit, sich bei den Projektteams über die neuen Stücke zu informieren. Pro Station bleiben fünf Minuten Zeit, um zu plaudern und so viel wie möglich herauszufinden. In der neuen Saison geht es zum Beispiel um Heldinnen und Schweine, Entrümpelungen und Bruchlandungen, Herkunft und Schmerz, Zofen und Königinnen oder um eine Dunkelnacht und den Sandmann. Das Beste daran: Man kann sich guten Gewissens, ja, es ist sogar erwünscht, für mehrere Theater-Abenteuer entscheiden. (Eintritt frei)
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der Dokumentarfilm porträtiert Frauen, die in der DDR in der Industrie arbeiteten und nach 1990 hart um ihren Arbeitsplatz kämpfen mussten. Der Film basiert auf einem außergewöhnlichen Archivfund: Aufnahmen aus den 1990er Jahren, in denen die Frauen offen über ihre Situation sprachen. Der Film verwebt dieses authentische Material mit dem heutigen Leben der Protagonistinnen, indem er sie 30 Jahre später erneut vor die Kamera holt (Trailer). Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit der Filmwissenschaftlerin Annika Haupts und dem Kulturwissenschaftler Andreas Kötzing über die Bedeutung von Filmen aus den 1990er Jahren für die Aufarbeitung der Wendezeit statt. (Eintritt frei)
Ava und Emmi kennen das Leben nur zu zweit. Sie sind Schwestern, Freundinnen, Verbündete im Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der Welt - und einander dabei die größten Unterstützerinnen und Kritikerinnen zugleich. Doch nun zieht Ava zum Studieren in eine andere Stadt und entfernt sich damit nicht nur räumlich von ihrer jüngeren Schwester. Ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt. Die beiden müssen sich fragen: Was, außer der gleichen Kindheit, verbindet uns? Lina Wegners Stück über die Höhen und Tiefen von Verbundenheit wird von ihr selbst inszeniert und feierte im Mai am Schauspiel Leipzig seine Uraufführung. (Karte 5 € - ausverkauft)
Navin Rebello kommt eigentlich aus Mumbai in Indien, lebt aber seit vielen Jahren in Leipzig. Die Erfahrungen, die er als Straßenmusiker auf zwei sehr unterschiedlichen Kontinenten gemacht hat, verarbeitet der Songwriter in seinen leichtfüßigen Songs. Musikalisch bewegt er sich zwischen Indie, Rock und Pop. Neben den eigenen Liedern (Video) spielt Narvin auch ausgewählte Coversongs. Alles zusammen bringt er mit viel Spielfreude auf die Bühnen und in die Fußgängerzonen der Stadt. (Eintritt auf Spendenbasis)
Der Hochdruck gehört zu jenen grafischen Techniken, die sich immer wieder neu erfinden. Beispielhaft stehen dafür Harald Alff, Bettina Haller, Stefan Knechtel und Gabriele Sperlich. Diesen KünstlerInnen ist die diesjährige Ausstellung des Leipziger Vereins Bibliophilen-Abend gewidmet. Alle vier eint, dass sie MeisterschülerInnen bei Karl-Georg Hirsch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst waren und dass sie mit neuen Ideen dazu beitragen, die Ausdrucksmöglichkeiten des Hochdrucks zu erweitern. Zur Halbzeit der Ausstellung findet ein Gespräch mit ihnen statt, bei dem sie zu ihrem künstlerischen Selbstverständnis, ihrem Weg zum Hochdruck und ihrem Meisterschülerstudium Auskunft geben. (Eintritt frei)
Lesung: „Erstbezug Platte – Geschichten vom Ankommen in Leipzig-Grünau“
Lesung: „Erstbezug Platte – Geschichten vom Ankommen in Leipzig-Grünau“
Soziokulturelles Zentrum KOMM-Haus, Selliner Straße 17
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Im Rahmen des Grünauer Kultursommers findet eine exklusive Vorab-Lesung des Buches „Erstbezug Platte – Geschichten vom Ankommen in Leipzig-Grünau“ statt. In 25 Porträts zeichnet Herausgeber Oliver Zschau, der selbst im Stadtteil aufgewachsen ist, individuelle Wege des Ankommens und Bleibens nach und spannt einen Bogen über fünf Jahrzehnte. Ob durch Migration, Familiengründung oder die bewusste Entscheidung, hierher zurückzukehren – jeder ist Teil der Geschichte von Grünau. Porträtfotografien und Einblicke in die Wohnungen schaffen zusätzliche Nähe und bereichern die Texte. (Eintritt frei)
Führung: Schön, kostbar, gigantisch. Der Leipziger Machsor
Die Universitätsbibliothek Leipzig hat mit ihrer Reihe „EinBlick“ ein Ausstellungsformat, bei dem in der Eingangsvitrine zum Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina ein ausgewähltes Objekt in Szene gesetzt und vorgestellt wird. Das kann eine Fotografie, eine Landkarte oder auch eine Münze sein. Aktuell ist dort eine der berühmtesten hebräischen Handschriften aus dem Mittelalter zu sehen - der Leipziger Machsor. Bei dieser Führung erläutert der Kurator Dr. Christoph Mackert wie diese Prachthandschrift in die Universtätsbibliothek kam, wie sie entstand und ihre Bedeutung vom frühen 14. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. (Teilnahme kostenlos)
Horns[dʒæz]Session
Robbi Nakayama und Nora Lyn Handschuh bei einem Konzert im Café Koko, Foto: privat
Horns[dʒæz]Session
Horns Erben, Arndtstraße 33
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Jeden Donnerstag findet im Horns Erben eine Session mit jungen JazzmusikerInnen statt. Opener ist diesmal ein Quartett mit Nora Lyn Handschuh (Gesang), Robbi Nakayama (Piano), Fotis Julius Megas (Kontrabass) und Eric Sacher (Violine). Alle vier haben an der HMT Leipzig Jazz studiert oder studieren noch dort. Sie haben sich in der jungen Leipziger Jazz-Szene schon einen Namen gemacht und kennen sich auch durch unterschiedliche Konzert- und Bandprojekte. Man kann also gespannt darauf sein, was für ein Programm sie für diesen Abend ausgewählt haben. Nach dem Eröffnungskonzert ist die Bühne offen für alle, die sich musikalisch einbringen wollen. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
„Das Rauchen der Muschel“ - Ausstellung & Konzert
Zeichnungen von Jens Ausderwäsche und Florian Merkel, Abbildung: Florian Merkel
„Das Rauchen der Muschel“ - Ausstellung & Konzert
Salon Similde, Simildenstraße 9
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Die Chemnitzerin Jens Ausderwäsche und der Berliner Florian Merkel, beide Künstler und Musiker, präsentieren im Salon Similde ihre erste gemeinsame Ausstellung. Unter dem Titel „Das Rauchen der Muschel“ zeigen sie eine Auswahl ihrer in den letzten Jahren entstandenen Handzeichnungen. In denen verarbeiten sie auf ähnliche Weise mystisch-banale Alltagserfahrungen. Jens Ausderwäsche koppelt ihre Bilder an eine Klanginstallation ihres Melodienreigens „Tageslieder“. Seit 2024 musizieren beide zusammen als Der Lustige Eidechs und geben am Abend, unterstützt vom Chemnitzer Musiker Silent Aux, eine Kostprobe ihres Zusammenspiels. (Die Ausstellung ist nur an diesem Abend zu sehen, Eintritt frei)
Eröffnung: „Points of Contact: Cuban and Leipzig Artists in Dialogue“
Ist am Wochenende mit ihren textilen Arbeiten in der Glasfabrik zu sehen: die Künstlerin Dana László da Costa, Foto: Glasfabrik Leipzig e. V.
Eröffnung: „Points of Contact: Cuban and Leipzig Artists in Dialogue“
Glasfabrik, Franz-Flemming-Straße 25
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Im Rahmen des GlasKuba Festivals eröffnet am Freitag eine Ausstellung mit den Werken von zehn kubanischen und Leipziger KünstlerInnen. Das Festival hat sich zum Ziel gesetzt, wieder eine kulturelle Verbindung zwischen Ostdeutschland und Kuba herzustellen und ein neues Publikum mit Kunst, Musik und Gastronomie zu erreichen. Die Werke der KünstlerInnen sind im gesamten Gebäude und im Hof der ehemaligen Fabrik zu sehen und sollen sowohl den Dialog untereinander als auch mit den Festivalgästen fördern. Zur Eröffnung findet 18.30 Uhr ein geführter Rundgang statt, gefolgt von einer Performance von Otto O. Hernández und einem DJ Set. (kostenlos zugänglich im Rahmen des Festivals bis Sonntag 16 Uhr)
Eröffnung: M26 - Ausstellung der Meisterschüler*innen
Grafik: Jule Oberg und Lukas Theinert
Eröffnung: M26 - Ausstellung der Meisterschüler*innen
Werkschau Halle 12, Spinnereistraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die HGB präsentiert die Abschlussprojekte der Meisterschüler*innen aller Fachrichtungen aus dem Winter- und Sommersemester 2025/26. Sie sind Resultat des zweijährigen Meistertudiengangs, der künstlerische, praktische und wissenschaftliche Fähigkeiten vertieft. Die Arbeiten der 14 TeilnehmerInnen werden in der Werkschau Halle 12 in der Leipziger Baumwollspinnerei gezeigt. Zur Eröffnung wird in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal eine AbsolventIn mit dem Meisterschüler*innenpreis der G2 Kunsthalle ausgezeichnet. (zu sehen bis zum 08.10.2026, Di–Sa: 11–18 Uhr, Eintritt frei)
Fotoausstellung: Gemeinsam mehr bewirken. Ehrenamt hat viele Gesichter.
Grafik: Bandcommunity Leipzig
Fotoausstellung: Gemeinsam mehr bewirken. Ehrenamt hat viele Gesichter.
Tapetenwerk, Lützner Straße 91
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Seit über 20 Jahren setzt sich der Verein Bandcommunity Leipzig für die Förderung der lokalen Musikszene ein. Er unterstützt MusikerInnen, organisiert Veranstaltungen, vernetzt AkteurInnen, bietet Räume zum Entfalten und schafft Möglichkeiten für kulturelle Teilhabe. Die Ausstellung macht das oft kaum wahrgenommene Engagement im Hintergrund sichtbar. Über zwei Jahre begleiteten die Leipziger Fotografen Jana Groß und Henryk Bies den Verein und dokumentierten seine Arbeit. Zur Eröffnung findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ehrenamt in der freien Leipziger Kulturszene“ statt. (zu sehen bis zum 27.09.2026, Eintritt frei)
„Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ - Jüdisches Leben in Dichtung und Musik
Das literarisch-musikalische Programm erzählt von der Ruhe- und Heimatlosigkeit sowie Angst jüdischer KünstlerInnen, aber auch von großer Liebe und Glück. Die Schauspielerin Sibylle Kuhne liest Lyrik und Prosa von Rose Ausländer, Mascha Kaléko oder Itzik Manger und lässt Biografisches und Historisches einfließen. Sehr bewegend spiegelt sich dabei auch die Situation von heute in den Texten von damals wider. Svitlana Yudelevych begleitet das Programm mit traditioneller jüdischer Musik, Klezmer und Improvisationen temperamentvoll und einfühlsam auf ihrer Geige. (Eintritt frei)
Worum geht es in Nea Schmidts Debüt, dem Gedichtband „sprechen in flechten“? Um alles! Also um nichts? Nein, um das Verwischen, um ein Verwachsen mit den Schwestern, um ungefestigte Identität, oder vielleicht um ein verflochtenes, sich ständig änderndes Sein. In den Begriff der Flechte schleicht sich – wie ein Parasit, oder wie ein Zweifel, als Befall – das Flechten ein, eine traditionell weibliche Kulturpraxis. Sprache als Gewebe, Liebe als Laufmasche. Der Abdend in der Reihe „RE:“ von Rotorbooks und dem Literaturmagazin „Edit“ wird moderiert von dessen Redakteurin Carla Hermann. (Eintritt: 5 €, Anmeldung per E-Mail erbeten)
Eine Lesung mit Rebecca Maria Salentin ist immer ein guter Grund, eine Weinhandlung zu besuchen. Nach ihren großen Reisen zu Fuß und per Fahrrad widmet sich die Autorin nun einem Gegenstand, ohne den all diese Wege kaum denkbar wären: dem Schuh. In ihrem Buch verbindet sie persönliche Erinnerungen mit einer ebenso unterhaltsamen wie überraschenden Kulturgeschichte - von roten Lackschuhen über Wanderschuhe bis zu High Heels und der Frage, was Schuhe über uns erzählen. An diesem Abend sollen auch die Schuhe des Publikums eine Rolle spielen: Alle sind eingeladen, in ihrem Lieblingspaar oder besonders ausgefallenem Schuhwerk zu erscheinen. (Eintritt frei, Resevierung per E-Mail oder unter 0341 49569155 nötig)
Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel, Hähnelstraße 27
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Als Teil des Ensembles Cuatro Piraguas präsentieren Celia Ibanez und Mauricio Vivas als Duo eine intime und zugleich kraftvolle Reise durch die musikalischen Traditionen Kolumbiens, Venezuelas und Brasiliens (Video). Der Name des Quartetts wie des Duos stammt von den beliebten Pirogen Lateinamerikas und der Karibik. Mit Gitarre, traditionellen Instrumenten wie Cuatro oder Maracas und Gesang erkundet das Duo Piraguas die Verbindungen zwischen dem Land - Flüssen, Küsten, Bergen - und dem Rhythmus und würdigen dabei das lebendige musikalische Erbe der dort beheimateten Kulturen. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Wein trifft Wahnsinn und nichts davon ist geprobt. Die SchauspielerInnen von „All Inclusive“ versprechen einen Abend voller spontaner Geschichten, überraschender Wendungen und garantiert einmaliger Momente: Denn beim Impro weiß vorher niemand, was passiert. Und die ZuschauerInnen haben die Möglichkeit, aktiv mitzubestimmen, wie es den HeldInnen auf der Bühne ergeht. Dazu ein Glas Wein, gute Gesellschaft und beste Bühnenunterhaltung. Reif für die Bühne. Reif für einen richtig guten Abend. (Karten: 8 / 6 €, online reservieren)
Das Konzert mit MusikerInnen des Niels Gade Chamber Orchestra widmet sich zwei sehr unterschiedlichen Werken Felix Mendelssohn Bartholdys. Im Zentrum steht sein berühmtes Streichoktett Es-Dur op. 20 – ein Werk von jugendlicher Genialität, das er im Alter von 16 Jahren komponierte und das bis heute als Meilenstein der Kammermusik gilt. Dazu erklingt der Psalm „Mein Gott, warum hast du mich verlassen“, der geistliche Ausdruckskraft mit Klängen der Romantik verbindet. Der Aufführungsort ist nicht zufällig gewählt: Die Stadtbibliothek bewahrt mit der Musikbibliothek Peters einen einzigartigen Schatz der Leipziger Musikgeschichte. (Eintritt frei)
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Darstellung des Propheten Eliias auf einer griechischen Ikone, Abbildung via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Peterskirche, Schletterstraße 5
von: LEIPZIG eintrittsfrei
In diesem Konzert der Kantoreien von Peterskirche und Emmauskirche begegnet den ZuhörerInnen eine der faszinierendsten Gestalten der Bibel: Der Prophet Elias ist kein sanfter Verkünder, sondern eine leidenschaftliche, unbequeme Persönlichkeit. Es wird nicht nur von religiösem Eifer und spektakulären Wundern erzählt. Bei seiner Mission gerät Elias selbst in eine tiefe Krise und beginnt zu zweifeln. Das Oratorium weist Parallelen in das Heute auf: Es erzählt von Menschen, die nach Orientierung suchen, von der Gefahr religiöser Selbstgewissheit, von Krisen und Neuanfängen. Mendelssohn verbindet diese Themen mit Musik von großer Schönheit und Ausdruckskraft. Gewaltige Chöre stehen neben innigen Arien, dramatische Szenen neben Momenten der Ruhe. Eine Einführung findet am 9. September statt. (Eintritt frei, Spende erbeten)
zwischenFall präsentiert eine feine Mischung aus pointierten Texten, vielfältigen Musikstilen und allerhand Instrumenten (Video). Die vier MusikerInnen haben sich einer Nische verschrieben und machen kirchliches Musikkabarett. Dabei nutzen sie Poetry Slam und mischen diesen mit Singer-Songwriter-Elementen sowie Pop. Zum Abschluss der Stötteritzer Sommerkonzerte spielt das Ensemble in der Marienkirche sein Programm „Die Quadratur des Stuhlkreises“. Darin wird das manchmal skurrile Innenleben von Kirchengemeinden, aber auch das „weltlich Wundersame“ liebevoll aufs Korn genommen. (Eintritt frei)
GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Pfeilerhalle, Johannisplatz 5-11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der Internationale Frauenchor Leipzig lädt im Begleitprogramm der Ausstellung „The SoulL Of Objects“ mit Alltagskunst aus Lateinamerika zu einer musikalischen Reise durch diesen Kontinent ein. Das Programm „Hasta la Raíz - Bis zur Wurzel!“ zeigt die Vielfalt der dortigen Chormusik (Video) und steht für eine tiefe Verbundenheit zu Herkunft, Identität und über Generationen weitergegebenes Wissen. Die Sängerinnen aus Chile, Deutschland, der Slowakei, Costa Rica, Südkorea, El Salvador, Spanien, Kuba, Frankreich, Peru, Mexiko, Kolumbien und Venezuela möchten gemeinsam mit dem Publikum erleben, wie gut Musik und Kunst Menschen weltweit verbinden können. (Eintritt frei, Spende erbeten)
„EINMAL RUM“ könnte eine Bestellung sein – im leicht versnobten Club eines Paralleluniversums, wo ein gewisser Jules Verne mittels Zeitreise einen Ratgeber für Galaxisanhalter nach einer längst beantworteten, aber vergessenen Frage durchsuchte. Oder aber die Kurzform einer Wette: Ob es möglich ist, auf einer Reise durch die Galaxis in nur 8 Tagen 5 erdähnliche Planeten zu finden. Dabei wird gleich noch die Spezies Mensch vor ihrem Untergang bewahrt, den sie gerade mit Vehemenz herbeiführt. Die Musik der galaktischen Abenteurer-Komödie von TheaterPACK kommt von Rusted Dream Machine. (Karten 15 / 5 €, Reservierung per E-Mail oder unter 0157 71369895)
Punk mit Klavier und Gitarre, Cover kreuz und quer sowie eigener Kram - aber vor allem geht es Jan Kosyk um politische Bildung. Politische was? Na, damit alle Bescheid wissen, was ein Nazi im Haus mit Schwarzparken zu tun hat, warum Alex den Bären enteignet und warum der Katastrophenschutz auf den Trümmern der Bundeswehr tanzt. Konzerte mit Jan sind wie ein gemeinsames Sterni auf den Stufen eines Spätis und das Fachsimpeln über die Utopien eines Realisten (Video). Die wunderbare Alina Dalsegno mit ihrem Kontrabass ist auch dabei. (Spendenempfehlung 5–15 €)
Vom 23. bis 27. September bringt die Theaterturbine Leipzig internationale Improtheater-KünstlerInnen zusammen und lädt zum 10. MOMENTA Festival ein. Nach den zahlreichen Shows ist aber noch lange nicht Schluss. Die Theaterturbine veranstaltet gemeinsam mit Action und Drama, einer Leipziger Improgruppe mit Lust auf spontane Eskalation, ein Late Night Impro-Jam. Internationale Festivalgäste, lokale ImprospielerInnen und alle, die einfach mal auf die Bühne wollen, sind willkommen. Und wer lieber zuschaut: Auch das Publikum darf mitmischen und den Abend mit seinen Ideen auf den Weg bringen. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Eine Madonna mit Aussicht, ein junger Adliger, eine erfolgreiche Malerin und ein berühmter Venezianer: Die Sammlung italienischer Malerei im MdbK ist übersichtlich aber vielseitig. Darunter befindet sich das Gemälde „Amor und Psyche“ von Elisabetta Sirani, auf dem Psyche ihren Entführer und Liebhaber, den Liebesgott Amor, im Schein der Öllampe heimlich betrachtet. Bei dieser kleinen italienischen Reise lernen die Besuchenden neben dieser erotischen Szene auch Schlüsselwerke und typische italienische Kunstlandschaften kennen und stellen fest: die Italiensehnsucht hat schon viele KünstlerInnen gepackt. Durch die Sammlung führt Sabine Hoffmann. (Teilnahme kostenlos)
Bereits zum 25. Mal öffnen in Leipzig zeitgleich mehr als 100 KünstlerInnen in allen Stadtteilen ihre Ateliers für Interessierte. Organisiert vom Kunstverein ars avanti, ist auch in diesem Jahr das Spektrum der zu erlebenden Kunst groß – von Malerei und Grafik über Fotografie, Plastik, Skulptur und angewandte Kunst bis hin zu Medienkunst und Performance. Die sonst meist der Öffentlichkeit verborgenen Orte der Kunstentstehung ermöglichen einen ganz besonderen Zugang zur Kunstszene und einen abwechslungsreichen Blick hinter die Kulissen. Und ab 18 Uhr gibt es für alle eine Jubiläumsfeier im Ateliergebäude der Markranstädter Straße 2a. (Eintritt frei, Liste aller teilnehmenden Ateliers sortiert nach Stadtteilen)
In Leipzig findet dieses Jahr die bundesweite Auftaktveranstaltung der Interkulturellenn Wochen statt – mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Thomaskirche und einem großen Fest unter dem Motto „Leipzig Feiert Vielfalt“ auf dem Thomaskirchhof. Im Mittelpunkt steht Armenien und Leipzigs jüngste Partnerstadt Jerewan. Das Fest beginnt 12 Uhr mit einem bunten Bühnenprogramm sowie zahlreichen Initiativen, Gruppen und Vereinen mit Informationen und Mitmachangeboten. Um 14.30 Uhr spricht Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke ein Grußwort. Musikalische Highlights sind unter anderem 15.45 Uhr das Ensemble Wirbeley mit Sängerin Lale Koçgün und 19 Uhr die mitreißenden Balkanbeats der Batiar Gang. (Eintritt frei)
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Darstellung des Propheten Eliias auf einer griechischen Ikone, Abbildung via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Emmauskirche, Wurzner Straße 160
von: LEIPZIG eintrittsfrei
In diesem Konzert der Kantoreien von Peterskirche und Emmauskirche begegnet den ZuhörerInnen eine der faszinierendsten Gestalten der Bibel: Der Prophet Elias ist kein sanfter Verkünder, sondern eine leidenschaftliche, unbequeme Persönlichkeit. Es wird nicht nur von religiösem Eifer und spektakulären Wundern erzählt. Bei seiner Mission gerät Elias selbst in eine tiefe Krise und beginnt zu zweifeln. Das Oratorium weist Parallelen in das Heute auf: Es erzählt von Menschen, die nach Orientierung suchen, von der Gefahr religiöser Selbstgewissheit, von Krisen und Neuanfängen. Mendelssohn verbindet diese Themen mit Musik von großer Schönheit und Ausdruckskraft. Gewaltige Chöre stehen neben innigen Arien, dramatische Szenen neben Momenten der Ruhe. Eine Einführung findet am 9. September statt. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Hermann Berlinskis „Avodat Shabbat“ - Deutsche Erstaufführung zum 25. Todestag
Hermann Berlinskis „Avodat Shabbat“ - Deutsche Erstaufführung zum 25. Todestag
Leipzig Hauptbahnhof, Osthalle
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der Leipziger Synagogalchor präsentiert im im sächsischen Festjahr der jüdischen Kultur „Avodat Shabbat“ von Herman Berlinski. Eine erste Fassung des chorsinfonischen Freitagabendgottesdienstes entstand schon 1958 als Auftragswerk für die New Yorker Park Avenue Synagogue. Das Werk, bei dem der Komponist mit traditioneller und neuer Musik experimentierte, fand die Bewunderung Leonard Bernsteins. Der Todestag des 1910 in Leipzig geborenen und vor den Nazis geflohenen Herman Berlinski bietet den Anlass für eine längst überfällige Würdigung in seiner Heimatstadt. Die deutsche Erstaufführung von „Avodat Shabbat“ findet im Leipziger Hauptbahnhof statt, dessen Bau Berlinski als Junge interessiert verfolgt hat. (Eintritt frei)
Hochschule für Musik und Theater, Probesaal, Grassistraße 8
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Franz Schuberts „Winterreise“ zählt zu den bedeutendsten Liedzyklen der Musikgeschichte. In der Hochschule für Musik und Theater präsentiert der Kammerchor Elikuren eine außergewöhnliche Fassung für Chor und Klavier. Sie wurde von Martin Kürschner erarbeitet, dem ehemaliger Rektor der Hochschule und heutigen Professor für Komposition und Musiktheorie. In seiner Version entfaltet die „Winterreise“ eine ganz neue klangliche Dimension. Zum Programm gehören auch die Waldszenen von Franz Schubert, neun Stücke für Klavier, gespielt von Frank Peter. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Wie so oft stellt sich Ophelia die stille Frage: „Weinen oder nicht weinen?“ Damit sich alle gut fühlen, entscheidet sie sich meist für Letzteres. Geweint wird dann ganz alleine unter der Dusche. Doch dann beginnt sie ihre Tränen zu sammeln und aufzukochen. Nebst süßen Mäusen und personifizierten Zweifeln sind natürlich auch Pop-Ikonen wie Billie Eilish und Lana Del Rey geladen zu einem Abend über Urgewalt, Verwandlung und Zärtlichkeit, über Oberflächlichkeit und Abgrundtiefe. Bei Paula Wintelers Soloabend ist auf jeden Fall alles ganz wahnsinnig traurig. (Karte 5 € - ausverkauft)
In der Moritzbastei heißt es wieder Bühne frei für einen Abend voller Literatur, Geschichten und Musik. Moderiert wird dieser zum ersten Mal von der Autorin (und Schlagzeugerin) Anna Schöne, die den Staffelstab von Eileen Mätzold übernimmt. Ihre Gäste sind Elisa Adam und Michael Neumann. Elisa Adams, alias Einfach Elses, Texte grasen von Lyrik bis Prosa alles ab. Ob gereimt oder nicht, immer sind sie vielschichtig, gesellschaftskritisch, ehrlich und humorvoll. Der Autodidakt Michael Neumann spielt Ausschnitte aus „Gedichte & Musik“, Eigenkompositionen und Texte, die von seinen Sehnsüchten, Träumen und Ängsten erzählen. (Eintritt frei)
Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel, Hähnelstraße 27
von: LEIPZIG eintrittsfrei
An jedem letzten Montag im Monat wird die Kulturbar froelich & herrlich zur Jazzlocation. Ein Septett aus Leipziger Jazzgrößen trifft sich zum gemeinsamen Improvisieren. Die wechselnde Zusammensetzung nennt sich „Real Jazz Orchestra“. Die MusikerInnen mit all ihren vielfältigen Einflüssen folgen ohne kommerzielle Ausrichtung allein ihrer Freude an Spiel und Improvisation. Den Sound bezeichnen sie selbst gleichwohl als Traditional Jazz. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Eröffnung: Vier Wände voller Kunst. Jüdische Familien und ihre Sammlungen in Leipzig
Eröffnung: Vier Wände voller Kunst. Jüdische Familien und ihre Sammlungen in Leipzig
Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Leipzig eine wirtschaftlich und kulturell prosperierende Metropole und jüdische Familien waren wichtig im kulturellen Leben der Stadt - bis sie durch die Verbrechen des Nationalsozialismus nahezu in Vergessenheit gerieten. Ihnen und ihrem Engagement ist das MdbK seit über zwei Jahren intensiv nachgegangen und würdigt nun erstmals ihren herausragenden Beitrag für die bildende Kunst in Leipzig. Die Ausstellung präsentiert Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus den Privatsammlungen von elf jüdischen Familien der Stadt. (zu besichtigen bis zum 31.01.2027, Di, Do–So: 10–18 Uhr, Mi: 12–20 Uhr, Eintritt zur Eröffnung frei, sonst 12 / 6 €)
Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur, Windscheidstraße 51
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Vom Iran bis Belarus, von Fridays for Future bis zu den großen Diskriminierungsdebatten – Revolutionen und gesellschaftlicher Wandel haben heute oft ein weibliches Gesicht. Ausgehend von den mutigen Frauen im Iran fragt die Journalistin und Autorin Shila Behjat nach den Besonderheiten weiblichen Protests. Aus vielen Gesprächen entsteht eine lebendige Reportage, die zeigt: Auch unter widrigsten Umständen sind Frauen schon lange nicht mehr nur Opfer, sondern Protagonistinnen der Geschichte. Ist es längst angebrochen, das weibliche Zeitalter? „Frauen und Revolution“ ist ein Plädoyer für ein neues Frauenbild, einen Feminismus der Stärke und weibliche Solidarität. (Eintritt nach Selbsteinschätzung)
Im Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig wird die Hinterlassenschaft der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung Leipzig verwahrt, erschlossen und zugänglich gemacht. Insgesamt lagern im Archiv 5.736 laufende Meter Unterlagen, darunter mehr als 2,8 Millionen Karteikarten. Während der Führung erhalten die TeilnehmerInnen detaillierte Einblicke in die Struktur und Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei. Anhand von Beispielakten werden insbesondere die Überwachungsmethoden der Stasi beleuchtet. Ebenso wird über die heutige Nutzung der Unterlagen informiert. (Teilnahme kostenlos, Reservierung per E-Mail oder unter 030 18665-3211 empfohlen)
Thomas Bachmann ist ein vielseitiger Mensch und arbeiet als Schriftsteller, Musiker und Grafiker in Leipzig. In der Stadtbibliothek stellt er zwei neue Bücher vor. In „Freistaat Wald. Utopia 2025“ geht es um fünf Personen ohne Perspektive, die sich auf die Suche nach einem Ort begeben, der sie leben lässt. Im Roman entwickelt der Autor für sie einen schönen, vielleicht sogar realistischen Traum. „Bauern, Bonzen, Badusan“ enthält Geschichten aus der DDR. Anscheinend kleine, alltägliche Begebenheiten, in denen aber immer auch Gesellschaftliches durchschimmert. Und weil Thomas Bachmann auch Musiker ist, gibt es am Abend zudem eigene Kompositionen für Konzertgitarre zu hören, begleitet von Anna Steinhäuser auf dem Cello. (Eintritt frei)
Im Rahmen des Stadtteilkulturfestivals OSTLichter lädt das TheaterPACK zum Mitspielen und Entdecken ein. Ausprobieren, improvisieren, interagieren - die Möglichkeiten von Improvisationstheater sind vielfältig und der Spaß steht im Vordergrund. Unter Anleitung von Mario Rothe-Frese, Schauspieler bei der Theatergruppe, kann hier gemeinsam der Lust an spontaner, spielerischer Auseinandersetzung mit Figuren, Situationen und Geschichten gefrönt werden. (Teilnahme kostenlos)