Heidi Specker: DamenzimmerHerrenschnitt. Eine Hommage an Aenne Biermann
Selbstporträt von Aenne Biermann 1931, Foto via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Heidi Specker: DamenzimmerHerrenschnitt. Eine Hommage an Aenne Biermann
Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl–Tauchnitz–Straße 9–11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die heute öffnende Ausstellung ist das Ergebnis von Heidi Speckers mehrjähriger Auseinandersetzung mit der jüdischen Fotografin Aenne Biermann. In den 1920er Jahren wurde aus der Autodidaktin eine wichtige Vertreterin der Avantgarde-Fotografie. Sie trug die Haare kurz, einen „Herrenschnitt“, und ließ ihr Arbeitszimmer von einem angesagten Architekten gestalten. Ihre Fotografien zeichnet das „Neue Sehen“ aus, die intensive Betrachtung der unmittelbaren Umwelt sowie ungewöhnliche Perspektiven auf Menschen und Dinge. Heidi Specker empfindet Themen und Kompositionen Aenne Biermanns nach und übersetzt sie in die Gegenwart. (zu sehen bis zum 10.01.2027, Di–Fr: 14–19 Uhr, Sa–So: 12–18 Uhr, Eintritt zur Eröffnung und jeden Mittwoch frei)
Immer häufiger sind es Female Artists, die der Popkultur ihren Stempel aufdrücken und endlich die Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten, die ihnen lange Zeit verwehrt blieb. Nach „These Girls“ und „These Girls, too“ erscheint im Ventil Verlag nun ein dritter Band. In „These Girls Forever!“ wird die feministischen Musikgeschichten fortgeschrieben und um Künstlerinnen wie Barbra Streisand, Betty Davis, Judith Holofernes oder Sinéad O’Connor erweitert. Neun AutorInnen schreiben aus persönlicher Perspektive über gefeierte wie übergangene Musikerinnen und eröffnen neue Blickwinkel auf die Ikonen der Popkultur. Ein inspirierender Abend mit Herausgeberin Juliane Streich und AutorInnen des Buches (Spendenempfehlung 5–15 €)