Für ein Wochenende öffnen zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, die Galerien, Ateliers und Werkstätten des Tapetenwerks ihre Türen. Insgesamt 22 Ausstellungen und Atelierräume können dieses Mal in der ehemaligen Leipziger Tapetenfabrik „Langhammer und Söhne“ besichtigt werden. Das Spektrum reicht von Malerei und Grafik über Fotografie bis zu Bildhauerei und Installationen. Dazu gibt es Kulinarisches von der Werkskantine ROCKY MARIA und Zwischenfisch Werksgalerie & Café. (Eintritt frei, Übersicht aller Ausstellungen und offenen Ateliers)
In der Leipziger Baumwollspinnerei wurde bis Anfang der 1990er Jahre noch Baumwolle verarbeitet. Auf dem 10 Hektar großen Werksgelände, wo einst die Industrie florierte, haben sich heute etwa hundert KünstlerInnenateliers, vierzehn Galerien, Werkstätten, Druckereien, ein Künstlerbedarf, Theaterspielstätten, ein Kino und nicht zuletzt die gemeinnützige HALLE 14 angesiedelt. Am Wochenende öffnen die Spinnerei-Galerien sowie zahlreiche Ateliers wieder ihre Türen und die LeipzigerInnen können in die faszinierende Welt der zeitgenössischen Kunst eintauchen. (Eintritt frei, Übersicht aller Aussellungen)
Öffentliche Probe mit dem Nature Theater of Oklahoma
Öffentliche Probe mit dem Nature Theater of Oklahoma
Residenz des Schauspiel Leipzig, Spinnereistraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Am 10. September findet die Premiere von „Pizza or A Door In The Dark Does Not Dance or The Meaning of Life“ des preisgekrönten New Yorker Kunst- und Performance-Ensembles statt. Neugierige können am Wochenende schon erste Einblicke in diese außergewöhnliche Kammeroper mit Musik, Tanz und Pizza bekommen. Denn alles beginnt auf einer Party, für die vom örtlichen Lieferanten Pizza geliefert wird. Publikum wie SchauspielerInnen bekommen ein leckeres Stück. Doch dann offenbart eine Person, dass sie an einer mysteriösen Krankheit stirbt und verschwindet. Ihr vermuteter Tod öffnet eine Welt, bewohnt von Geistern und anderer möglicherweise toter Wesen, die noch etwas zu klären haben ... (Eintritt frei)
Zum Abschluss des Demokratie-Wochenendes im Gewandhaus gestaltet die Klasse für performative Künste an der Hochschule für Grafik und Buchkunst ein besonders Programm: Auf einem Rundgang, der vom Augustusplatz über den Großen Saal bis in den Mendelssohn-Saal des Gewandhauses führt, beschäftigen sich die Studierenden mit politischer Mitbestimmung und öffentliche Präsenz. Im Zentrum steht der Chor als lebendiger Beziehungsraum: ein vielfältiges Gefüge, das zum einen eine gemeinsame Stimme einfordert und zum anderen auf Kommunikation basiert. Der Rundgang mündet in der Aufführung von „Dämmerungen", einer partizipativen Komposition für Solo, Duo und den GewandhausChor. (Eintritt frei)
Karolina Trybała lebt und vermittelt zwischen den Kulturen. Sie wurde in Polen geboren und wuchs in Niederschlesien auf, das Anfang der 80er Jahre von Kommunismus und Katholizismus geprägt war. Sechzehnjährig zog sie nach Deutschland. Damals sprach sie keine Silbe Deutsch. Sie machte aus der Not eine Tugend – und sang. Damit entdeckte sie ihre Berufung und studierte Jazz und Musikpädagogik. Mittlerweile pendelt sie souverän zwischen den kulturellen Welten (Video). Auf den Hof in der Windorfer Straße bringt sie musikalische Freunde, ein Programm aus Jazz und Weltmusik, sowie Geschichten aus Nah und Fern, von Leidenschaft und Sehnsucht mit. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Livehörspiel: „1984 – Wenn Überwachung Wirklichkeit wird“
Livehörspiel: „1984 – Wenn Überwachung Wirklichkeit wird“
Studio M, Zweinaundorfer Straße 26
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Orwell entwirft das beklemmende Bild eines totalitären Überwachungsstaates, in dem Gedanken kontrolliert, Sprache manipuliert und Wahrheit neu definiert wird. Die Hauptfigur gerät in einen existenziellen Konflikt mit der diktatorisch herrschenden Staatspartei - ein Kampf zwischen individueller Freiheit und allgegenwärtiger Kontrolle. Mit Interviewaufnahmen von Baldur Haase wird dieses Thema in die Gegenwart gespiegelt. Er wurde in der DDR zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt, weil er Orwells Roman besaß. (Spendenempfehlung 5–10 €, Anmeldung per E-Mail erbeten)