Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Eine Madonna mit Aussicht, ein junger Adliger, eine erfolgreiche Malerin und ein berühmter Venezianer: Die Sammlung italienischer Malerei im MdbK ist übersichtlich aber vielseitig. Darunter befindet sich das Gemälde „Amor und Psyche“ von Elisabetta Sirani, auf dem Psyche ihren Entführer und Liebhaber, den Liebesgott Amor, im Schein der Öllampe heimlich betrachtet. Bei dieser kleinen italienischen Reise lernen die Besuchenden neben dieser erotischen Szene auch Schlüsselwerke und typische italienische Kunstlandschaften kennen und stellen fest: die Italiensehnsucht hat schon viele KünstlerInnen gepackt. Durch die Sammlung führt Sabine Hoffmann. (Teilnahme kostenlos)
Bereits zum 25. Mal öffnen in Leipzig zeitgleich mehr als 100 KünstlerInnen in allen Stadtteilen ihre Ateliers für Interessierte. Organisiert vom Kunstverein ars avanti, ist auch in diesem Jahr das Spektrum der zu erlebenden Kunst groß – von Malerei und Grafik über Fotografie, Plastik, Skulptur und angewandte Kunst bis hin zu Medienkunst und Performance. Die sonst meist der Öffentlichkeit verborgenen Orte der Kunstentstehung ermöglichen einen ganz besonderen Zugang zur Kunstszene und einen abwechslungsreichen Blick hinter die Kulissen. Und ab 18 Uhr gibt es für alle eine Jubiläumsfeier im Ateliergebäude der Markranstädter Straße 2a. (Eintritt frei, Liste aller teilnehmenden Ateliers sortiert nach Stadtteilen)
In Leipzig findet dieses Jahr die bundesweite Auftaktveranstaltung der Interkulturellenn Wochen statt – mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Thomaskirche und einem großen Fest unter dem Motto „Leipzig Feiert Vielfalt“ auf dem Thomaskirchhof. Im Mittelpunkt steht Armenien und Leipzigs jüngste Partnerstadt Jerewan. Das Fest beginnt 12 Uhr mit einem bunten Bühnenprogramm sowie zahlreichen Initiativen, Gruppen und Vereinen mit Informationen und Mitmachangeboten. Um 14.30 Uhr spricht Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke ein Grußwort. Musikalische Highlights sind unter anderem 15.45 Uhr das Ensemble Wirbeley mit Sängerin Lale Koçgün und 19 Uhr die mitreißenden Balkanbeats der Batiar Gang. (Eintritt frei)
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Darstellung des Propheten Eliias auf einer griechischen Ikone, Abbildung via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“
Emmauskirche, Wurzner Straße 160
von: LEIPZIG eintrittsfrei
In diesem Konzert der Kantoreien von Peterskirche und Emmauskirche begegnet den ZuhörerInnen eine der faszinierendsten Gestalten der Bibel: Der Prophet Elias ist kein sanfter Verkünder, sondern eine leidenschaftliche, unbequeme Persönlichkeit. Es wird nicht nur von religiösem Eifer und spektakulären Wundern erzählt. Bei seiner Mission gerät Elias selbst in eine tiefe Krise und beginnt zu zweifeln. Das Oratorium weist Parallelen in das Heute auf: Es erzählt von Menschen, die nach Orientierung suchen, von der Gefahr religiöser Selbstgewissheit, von Krisen und Neuanfängen. Mendelssohn verbindet diese Themen mit Musik von großer Schönheit und Ausdruckskraft. Gewaltige Chöre stehen neben innigen Arien, dramatische Szenen neben Momenten der Ruhe. Eine Einführung findet am 9. September statt. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Hermann Berlinskis „Avodat Shabbat“ - Deutsche Erstaufführung zum 25. Todestag
Hermann Berlinskis „Avodat Shabbat“ - Deutsche Erstaufführung zum 25. Todestag
Leipzig Hauptbahnhof, Osthalle
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der Leipziger Synagogalchor präsentiert im im sächsischen Festjahr der jüdischen Kultur „Avodat Shabbat“ von Herman Berlinski. Eine erste Fassung des chorsinfonischen Freitagabendgottesdienstes entstand schon 1958 als Auftragswerk für die New Yorker Park Avenue Synagogue. Das Werk, bei dem der Komponist mit traditioneller und neuer Musik experimentierte, fand die Bewunderung Leonard Bernsteins. Der Todestag des 1910 in Leipzig geborenen und vor den Nazis geflohenen Herman Berlinski bietet den Anlass für eine längst überfällige Würdigung in seiner Heimatstadt. Die deutsche Erstaufführung von „Avodat Shabbat“ findet im Leipziger Hauptbahnhof statt, dessen Bau Berlinski als Junge interessiert verfolgt hat. (Eintritt frei)
Hochschule für Musik und Theater, Probesaal, Grassistraße 8
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Franz Schuberts „Winterreise“ zählt zu den bedeutendsten Liedzyklen der Musikgeschichte. In der Hochschule für Musik und Theater präsentiert der Kammerchor Elikuren eine außergewöhnliche Fassung für Chor und Klavier. Sie wurde von Martin Kürschner erarbeitet, dem ehemaliger Rektor der Hochschule und heutigen Professor für Komposition und Musiktheorie. In seiner Version entfaltet die „Winterreise“ eine ganz neue klangliche Dimension. Zum Programm gehören auch die Waldszenen von Franz Schubert, neun Stücke für Klavier, gespielt von Frank Peter. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Wie so oft stellt sich Ophelia die stille Frage: „Weinen oder nicht weinen?“ Damit sich alle gut fühlen, entscheidet sie sich meist für Letzteres. Geweint wird dann ganz alleine unter der Dusche. Doch dann beginnt sie ihre Tränen zu sammeln und aufzukochen. Nebst süßen Mäusen und personifizierten Zweifeln sind natürlich auch Pop-Ikonen wie Billie Eilish und Lana Del Rey geladen zu einem Abend über Urgewalt, Verwandlung und Zärtlichkeit, über Oberflächlichkeit und Abgrundtiefe. Bei Paula Wintelers Soloabend ist auf jeden Fall alles ganz wahnsinnig traurig. (Karte 5 € - ausverkauft)