Literarisches Konzert: Antike Dichter und Mythologie im Lied
Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“, Kurt-Masur-Saal, Petersstraße 43
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Im Fachbereich Gesang bietet die Musikschule Leipzig eine Ausbildung der eigenen Stimme an – für Jugendliche und Kinder ab dem Vorschulalter, sowie für Erwachsene bis ins Seniorenalter. Seit über 20 Jahren veranstaltet der Fachbereich einmal im Jahr ein Literarisches Konzert. Von einer oder mehreren ausgewählten DichterInnen werden Werke vertont und vorgetragen. Neben diesen Liedern gibt es Rezitate von weiteren Texten und das Publikum erfährt auch Biografisches über die DichterInnen. Im Mittelpunkt des 21. Literarischen Konzerts stehen die Antike sowie Mythologie im Lied. (Eintritt frei)
Die „Junge Leipziger Musik“ ist ein Chor und ein Orchester, das junge MusikerInnen aus Leipzig und der Region vereint. Sie musizieren und singen sonst in anderen bekannten Orchestern und Chören wie dem Jugendsinfonieorchester Leipzig oder dem Thomanerchor und an der Hochschule für Musik und Theater. Gemeinsam bringen sie ihre vielfältigen Erfahrungen und ihre Begeisterung für Musik in dieses besondere Ensemble ein. Am Samstag kann man die MusikerInnen bei einer Aufführung von Mozarts Requiems in d-Moll erleben, dem letzten Werk des Komponisten und gleichzeitig eines seiner beliebtesten Stücke. Davor erklingt Bachs Violinkonzert a-Moll, faszinierende Klänge und ein sehr bekanntestes Solokonzert für die Geige. (Eintritt frei)
Im Kellerklub des M.V.B wird es laut, schnörkellos und verrückt: Blues-Punk, kein Mainstream, deutsche Texte (Video) - FragFrank! hat für sanfte Gemüter nicht viel zu bieten, dafür aber etliche Weltverbesserungsvorschläge und bringt zudem feinste Musik in die Gehörgänge. Unterstützung kommt vom Akustik-Punk-Duo Hunzmiserable, das die bekanntesten Weisen der deutschen Punkszene in neuem Glanz erstrahlen lässt. Zu Cajon und Gitarre tragen sie Lieder von Knochenfabrik, Team Scheiße und Mülheim Asozial vor. Und eigene Songs (Video), beispielsweise über die korrekte Anwendung von Bauutensilien und Versicherungen. (Eintritt: Spende für die Bands)
Was tun, außer verrückt werden in der momentanen Gesamtlage? Vielleicht ein Lied spielen. Besser zwei. Oder zu dritt viele Lieder gegen die Unausweichlichkeiten der Welt, gespickt mit Humor und Botschaften des kleinen wie großen Widerstands. Drei Menschen mit drei Gitarren tun mit ihrer „Folk Nights & Small Riots“ Tour genau das. Escherlor, ranft und Lee Schleyer haben Folk, Rock, Blues und Pop sowie Avantgarde und Spoken Word im Gepäck, erzählen Geschichten, spenden Hoffnung und singen immer weiter, egal was kommt. (Eintritt auf Spendenbasis)
OpenStage im JugendKulturKeller
Bühne im JugenKulturKeller, Foto: Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“
OpenStage im JugendKulturKeller
JugendKulturKeller in der VILLA, Lessingstraße 7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Jeden Montag kann sich hier jede/r ausprobieren und frisch geschriebene Lieder vor Publikum spielen. Ab 18.30 Uhr liegt eine Liste aus, auf der sich Auftrittswillige eintragen können. Und dann heißt es: 2 Songs - the rest is up to you ... Der beliebte Treff für MusikerInnen ist auch für das Publikum interessant. Denn es sind nicht nur talentierte Neulinge zu erleben, sondern oft auch bekannte KünstlerInnen, die auf der Bühne ihre allerneusten Songs testen. (Eintritt frei)
Unter dem Motto „For Tomorrow“ ist Jol Rose im Herbst auf Deutschland-Tournee und macht auch in Leipzig Station. Inspirieren lässt sich der der britische Singer-Songwriter von Bob Dylan, Bruce Springsteen oder The Clash und bringt einen Mix aus Country, Blues, Folk und Rock’n’Roll auf die Bühne (Video). Neben Covern spielt er auch eigene Songs, die das Leben und die Welt unter die Lupe nehmen, gelegentlich Politik, Liebe und Verlust. Dabei schafft Jol Rose immer wieder den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. Zur Singer-Songwriter Night stellt er zwei neue Alben vor: „Wood Songs“ und „For Tomorrow“. (Kulturbeitrag 5 €)
Treffpunkt Salon: Mozarts Requiem und die Erfindung einer Legende
Wolfgang Amadeus Mozart auf einem Ölgemälde von Barbara Krafft von 1819, Abbildung via Wikimedia Commons, gemeinfrei
Treffpunkt Salon: Mozarts Requiem und die Erfindung einer Legende
Im Musiksalon bespricht der Musikjournalist Hagen Kunze musikalische Themen wissenschaftlich fundiert, aber auch anregend und vergnüglich und ergänzt sie durch Musikbeispiele am Klavier. Heute ist das Requiem in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart Thema, seine letzte Komposition. Obwohl es nur zu etwa zwei Dritteln tatsächlich von ihm stammt, ist es eines seiner beliebtesten Werke. Mozart starb während der Arbeit daran. Die „Seelenmesse“ und der frühe Tod des Komponosten haben zu einigen Spekulationen und Mythen geführt. (Eintritt frei, Reservierung erbeten)
Helena, Helen of Troy, kam nicht aus Troja, sondern aus Berlin nach Leipzig und macht Musik für die Seele. Verträumte, melancholische Indie-Vibes treffen auf tiefgründige, eindringliche Texte über das Älterwerden, Identität und Beziehungen. In ihren Songs vereinen sich Gitarrenklänge in Moll, eine samtige Stimme und jede Menge Gefühl (Video). Helen of Troy bezeichnet sich als Geschichtenerzählerin und greift zur Gitarre, um besser verstanden zu werden und um sich selbst besser zu verstehen. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Während am 11.11. anderswo ein närrisches Treiben ausbricht, findet im Raum der Zeit ein ganz entspannter Lieder(macher)abend statt. Hinter FKN ZEN steht der Leipziger Singer-Songwriter Adrien Sieffert, dessen warme Indie- & Folk-Melodien, minimalistische Gitarrenarrangements und tiefe Stimme Momente der Ruhe (Hörprobe) schaffen. Unterstützt wird er von Vince Kokot, aka My Sister Grenadine, der minimalistischen Folk mit Liebe zum Detail spielt. Seine Konzerte sind eine Begegnung von Klang und Sprache (Video), Nah und Fern, John Cage und radikaler Softness. (Eintritt auf Spendenbasis)
André Ochodlo & The Jazzish Company - Gebete vom Ende der Welt
André Ochodlo & The Jazzish Company - Gebete vom Ende der Welt
Polnisches Institut, Markt 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Der bekannte Interpret jiddischer Poesie André Ochodlo ist in Leipzig zu Gast. Im eigens für das Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen konzipierten Liederabend trägt er Gedichte von Paul Celan, Rose Ausländer, Selma Meerbaum und Itzik Manger vor, die von polnischen KomponistInnen vertont wurden. Dabei wird er von einer sächsisch-polnischen Band begleitet. Czernowitz, die Hauptstadt des ehemaligen habsburgischen Bukowina, steht im Mittelpunkt des Programms. Ein Ort, wo einst eine einzigartige Symbiose aus verschiedenen Kulturen existierte. Das Programm erinnert an diese verlorene Zeit und gibt den verfolgten, vertriebenen, in den Tod getriebenen PoetInnen dieser Gegend eine Stimme. (Eintritt frei)
Jeden Donnerstag findet im Horns Erben eine Session mit jungen JazzmusikerInnen statt. Opener ist diesmal Pipe Dreams, ein Trio aus Clara Stoll (Gitarre), Ede Dorn (Kontrabass) und Christoph Sprenger (Schlagzeug). Die Band lernte sich an der Hochschule für Musik und Theater kennen und spielt Musik mit Rockelementen, die aber sonst eindeutig im Swing wurzelt. Zu hören werden Eigenkompositionen und Cover von Jeff Beck, Kurt Rosenwinkel oder Nir Felder sein. Nach dem Eröffnungskonzert ist die Bühne offen für alle, die sich musikalisch einbringen wollen. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Oliver Hatch studiert an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Jazzgitarre bei Werner Neumann. Zum Abschluss seines Master-Studiums präsentiert er im Kulturhof Gohlis gemeinsam mit Julian Kay Zichner (Orgel), Nils Gerhardt (Bass) und Valentin Steinle (Schlagzeug) einige seiner Eigenkompositionen, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Das „Hätsch Organ Quartet“ bringt moderne, melodische Jazzstücke mit funkigen Grooves auf die Bühne (Video) - fließend zwischen lyrischen, entspannten Momenten und energiegeladenem Swing. (Eintritt frei)
El Perro Andaluz aus Dresden gehört zu den vielseitigsten Ensembles für zeitgenössische Musik und Performance in Deutschland. In der Stadtbibliothek sind die MusikerInnen mit ihrem Programm „Tieftöner“ zu Gast. Die Hauptrolle spielt darin ein sehr junges Instrument - das Lupophon, eine neuentwickelte Bassoboe. Es ist der Versuch, ein bisher fehlendes Instrument der Oboenfamilie im Bassregister zu entwickeln. Naturgemäß gibt es für dieses neue Instrument noch keine Musikstücke. Und so erklingen eigens geschriebene Werke zeitgenössischer KomponistInnen - Uraufführungen, die ein völlig neues Klangerlebnis versprechen. (Eintritt frei)
The Mellotonez sind ein Duo aus Leipzig, das zeitlosen, analogen Hip-Hop auf die Bühne bringt, der nur auf Live-Instrumenten basiert (Hörprobe). Die Tracks von Marco Mello (Gesang) und Toni Teschner (Gitarre) verbinden warme Gitarrenklänge und eingängige Grooves mit poetischen Texten. In der Fuge feiern die beiden die Veröffentlichung ihrer neuen EP „Moments“. Eingeladen haben sie dazu Mitokeh, ein Leipziger Instrumental-Trio, das den Abend mit seiner ganz eigenen Mischung aus Psychedelic Funk, Soul und cineastischem Sound (Video) bereichern wird. (Spendenempfehlung 5–15 €)
Das Gegenteil von Leerstand, Karl-Liebknecht-Straße 22
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Robert Herrmann wuchs in einer Musikerfamilie auf und begann schon im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Nach dem Abitur studierte er an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Jazzpiano bei Richie Beirach. Als Musiker engagiert er sich in vielfältigen Projekten. So war er 2005 Mitgründer der bekannten Kulturkneipe „Horns Erben“ und ist Initiator der beliebten Konzerte am Bachdenkmal. Heute spielt er Improvisationen, die visuelle Eindrücke und Klang verbinden: „Klänge werden zu Farben, Melodien zu Linien, Harmonien zu Räumen. Im Augenblick des Spielens entstehen musikalische Bilder - flüchtig, unmittelbar, unwiederholbar“. (Eintritt auf Spendenbasis)
Anlässlich seines 35-jährigen Bestehens lädt der Canzonetta-Kammerchor zu einer Klangreise nach Skandinavien und in das Baltikum ein. Im Jubiläumsprogramm „Nordisches Leuchten“ fängt der Chor mit ausgewählten A-cappella-Werken die einzigartige Atmosphäre des Nordens ein - von der dämmrigen Mitternachtssonne über stille Seen bis hin zur schroffen Küste. Das Konzert führt das Publikum durch den Kreislauf der Jahreszeiten, in dem Kirchenlieder und naturverbundene Volksweisen miteinander verschmelzen. So erklingen beispielsweise das bekannte Abendlied von Hugo Alfvén und traditionelle norwegische Hochzeitsmusik. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Der „KüKo Chor“ ist eine Initiative des Kültür Kollektiv Leipzig e. V. und möchte musikalische Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen schlagen. Das Ensemble präsentiert mehrstimmige Lieder (Video) aus Anatolien, Mesopotamien, dem Balkan und dem Kaukasus. Das Publikum in der Philippuskirche kann sich auf eine facettenreiche, musikalische Reise mit Volksliedern verschiedener Kulturen freuen, die von einer Vielzahl an Instrumenten begleitet werden. Jedes Lied erzählt seine eigene Geschichte und spiegelt die Schönheit der globalen Musiktraditionen wider. (Eintritt frei)
Plagwitz, genauer Ort auf Anfrage bei Sesiones del Sur
von: LEIPZIG eintrittsfrei
André Marques ist ein brasilianischer Jazzpianist, Komponist und Arrangeur sowie ein langjähriger musikalischer Weggefährte von Hermeto Pascoal, der zu den bekanntesten Multiinstrumentalisten und avantgardistischen Musikern Brasiliens zählte. Marques' eigene Musik bewegt sich zwischen brasilianischer Musiktradition, Jazz und freier Improvisation. Als Pianist verbindet er rhythmische Vielfalt und klangliche Experimentierfreude. Heute ist André Marques zum ersten Mal in Leipzig zu erleben. In einem Piano-Solo-Konzert (Video) spielt er in einem kleinen, intimen Rahmen für nur 50 ZuhörerInnen. (Eintritt auf Spendenbasis)
Als Frontmann der Leipziger Band Hotel Rimini verbindet Julius Forster deutschen Indie-Pop mit Chanson, Kammermusik und feiner Poesie. Forster schreibt und singt die Texte der Band. Neben der Musik arbeitet er auch als Schauspieler im Theater sowie für Film und Fernsehen. So hat er mit Hotel Rimini gerade eine Tournee über die Festivals das Landes beendet und steht aktuell in dem Theaterstück „Das Vermächtnis“ auf der Bühne des Schauspiel Leipzig. In der Kiezbar Besser Leben besteht heute die Möglichkeit, den vielseitigen Künstler einmal solo und im gemühtlichen, kleinen Rahmen von „Suppe & Musik“ zu erleben. (Spendenempfehlung 8-10 €)
Die Joris Hering Band verbindet Rock'n'Roll, Blues und knackige Gitarrenriffs mit eigenen deutschen Texten (Video). In seinen Songs erzählt Sänger und Texter Joris Hering Geschichten des Alltags. Banal, lustig, grau oder bunt, von Freude und Leid, Ende und Neuanfang. Und plötzlich ist das Publikum mittendrin und hört das nächtliche Quietschen der Berliner Straßenbahn oder das Rauschen des Regens auf den Häusern der Stadt. Das Trio hat sich in den den letzten Jahren zu einer energiegeladenen Rockband entwickelt, die aber den Blues nie ganz vergessen hat. (Eintritt frei)
Festliche musikalische Andacht: 20 Jahre Ensemble TonART
Festliche musikalische Andacht: 20 Jahre Ensemble TonART
Peterskirche, Schletterstraße 5
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Seit seiner Gründung bietet das Ensemble TonART die Möglichkeit für 20 sangesbegeisterte LeipzigerInnen, ihr Können zu einer gemeinsamen Tonkunst zu verknüpfen. Grundlage ist die Vorbildung im Leipziger Universitätschor, Rundfunkjugendchor Wernigerode oder in der Schola Cantorum. Mit einem vielfältigen Repertoire aus sakralen und weltlichen A-cappella-Werken von der Renaissance bis zu zeitgenössischer Musik schaffen es die SängerInnen, ihr Publikum in stimmungsvollen Konzerten zu begeistern. Der Chor lädt am Buß- und Bettag alle ein, sein Jubiläum bei einer Festandacht mit Werken von Reger, Di Lasso, Heinrich Schütz und anderen Künstlern zu feiern. (Eintritt frei, Spende erbeten)
ImproPita - Kunst & Küche für alle
Aufführung bei der letzten ImproPita, Foto: R. Ismael
ImproPita - Kunst & Küche für alle
Das Gegenteil von Leerstand, Karl-Liebknecht-Straße 22
von: LEIPZIG eintrittsfrei
ImproPita ist ein Abend, an dem improvisierte, spartenübergreifende Kunst auf gemeinsames Kochen und Genießen trifft. Etwa 30 MusikerInnen und KünstlerInnen gestalten ein dreistündiges Kunst- und Musikprogramm mit acht Beiträgen aus Musik, Performance, Literatur und bildender Kunst. Die VeranstalterInnen möchten, dass „sich die Bühne in einen magischen Zustand verwandelt, in eine lebendige Komposition aus verschiedenen Kunstrichtungen, die sich zu einem Bild vereinen“. Dazu gibt es eine Küfa (Küche für alle) mit Linsensuppe und veganem Apfelkuchen. (Eintritt auf Spendenbasis)
Konzertreihe „Hört, hört! Schätze der Musikbibliothek Peters“
Das Niels Gade Chamber Orchestra lädt im Rahmen von „Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ dazu ein, zwei faszinierende jüdische Komponisten neu zu entdecken. Deren Musik ist Teil der Musikbibliothek Peters und steht heute viel zu selten auf den Konzertprogrammen. Anton Rubinstein war im 19. Jahrhundert einer der berühmtesten Pianisten Europas und prägte das russische Musikleben. Sein Streichquartett in f-Moll begeistert mit leidenschaftlichen Melodien und romantischer Klangfülle. Erwin Schulhoff hingegen gehörte zu den innovativsten Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. Sein Divertimento op. 14 verbindet Witz, tänzerische Leichtigkeit und moderne Klangfarben. Eingerahmt werden diese Werke von zwei Stücken Felix Mendelssohn Bartholdys. (Eintritt frei)
Das Gegenteil von Leerstand, Karl-Liebknecht-Straße 22
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die Komplizen spielen - im weitesten Sinne - melancholischen Pop, eine elegante Verschmelzung der Stile und Einflüsse, die von MusikerInnen mitgebracht werden. New Orleans Jazz, Experimental Rock, Soul, ... Ellen Bonte singt dazu mit markanter Stimme Lieder, die sich trotzig gegen das Vereinfachen auflehnen und dennoch dem Pop hingeben (Video). In den Texten geht es um Unruhe, Abschied und die Schönheit des Scheiterns. Wie im Zwiegespräch befragt die Band in ihren Songs subtil moderne Konflikte und Zwänge. Ihr Fazit: Die heutige Welt lässt uns nicht den Luxus, pessimistisch zu sein. (Eintritt auf Spendenbasis)
Unter dem Titel „Musik wohnt unter uns und verbindet uns, indem wir sie miteinander teilen“ veranstaltet der Verein Notenspur Leipzig auch in diesem Jahr die Nacht der Hausmusik. Seit 2015 hat sich die Veranstaltung zum deutschlandweit größten Hausmusikereignis entwickelt. Private GastgeberInnen öffnen ihre Türen für Musizierende, Freunde und Fremde, um gemeinsam Musik zu hören, zu spielen und zu genießen. Interessierte finden auf dieser Seite eine Übersicht aller Veranstaltungen mit der Möglichkeit, sich anzumelden. (alle Konzerte beginnen um 19 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung nötig)
Das Ensemble Polli Morph hat seine Wurzeln in der klassischen Musik und im Jazz. Die Gruppe erforscht die Verbindungen und Übergänge zwischen verschiedenen Kunstdisziplinen. Ergebnis ist ein breites Repertoire, das von Anmutigem über Humorvolles bis zu absurd-melancholischen Elementen reicht - eine Mischung aus Musik, Sprechgesang und Tanz. Neuester Zuwachs des Ensembles ist ein Vorhang, auf dem diverse Schattenseiten ins Licht gerückt werden. Doch manche Fragen verlangen auch einen kurzen Abstieg in Platons Höhle oder das Eintauchen in weltbekannte Kinderbuchliteratur. Anders gefragt: Wurdest du heute schon beschattet? (Spendenempfehlung: 7–17 €)
Le Clûb - Talente-Show mit Wenzel Banneyer und Gästen
Zu seiner Show lädt Wenzel Banneyer, Ensemblemitglied des Schauspiel Leipzig und bekannt für seine lässig-unterhaltsame Moderation, „local heroes“ ein. Diese können für 10 Minuten zeigen, was sie draufhaben. Ein Abend mit tollen Menschen, schrägen Typen und erstaunlichen Entdeckungen. Ob Zauberei, Tanz, Musik, Poetry-Slamming, Stand-up-Comedy, Sit-down-Tragedy oder einfach eine Nummer, die schon immer mal gezeigt werden musste — hier ist die Chance. Geguckt wird, was auf den Tisch kommt. (Karte 5 €)
Gesangsnachmittag: Wang Xilin zum 90. Geburtstag
Gesangsnachmittag: Wang Xilin zum 90. Geburtstag
Hochschule für Musik und Theater, Kammermusiksaal, Grassistraße 8
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Xilin Wang zählt mit seinem ausdrucksstarken, effektvollen Werken zu den bedeutendsten Komponisten Chinas. Weil er 1964 die Kulturpolitik seines Landes kritisierte, wurde er für 14 Jahre in die Provinz verbannt. Erst nach Ende der Kulturrevolution kehrte er nach Peking zurück und lernte dort die Musik der europäischen Avantgarde kennen, die ab da seine Arbeit bestimmte. Ihm zu Ehren gestaltete die Gesangsklasse von Prof. Brigitte Wohlfarth an der HMT Leipzig ein Programm. Neben Werken von Xilin Wang erklingen auch Werke zeitgenössischer Komposisten wie Alban Berg und Karol Szymanowski sowie von Studierenden, Jonas Kern (HMT Leipzig) oder Jonas Witt (HfM Weimar). (Eintritt frei)
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres wird es noch einmal festlich: Der deutsch-französische Chor chorbeau führt eines der bedeutendsten Werke der französischen Chormusik auf - das Requiem von Gabriel Fauré. Fauré zählt zu den wichtigsten Vertretern der französischen Spätromantik. Im Jubiläumskonzert bringt der Chor sein Requiem in einen Dialog mit Werken von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Lili Boulanger. Unterstützt wird das Ensemble von Laurenzia Kampa (Sopran), Elie Valdenaire (Bariton), Josua Velten (Orgel) und einem Orchester aus jungen Leipziger MusikerInnen. Die Leitung übernimmt Maximilian Rank. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Drei Musiker trafen sich 2025 zufällig auf einem Festival und stellten fest, dass sie nur wenig entfernt voneinander wohnen und Bluegrass, wie auch sich gegenseitig mögen. Es folgten Auftrittsanfragen und schon waren sie die Fretless Phil Unit. Schön, wenn es so einfach geht und sich diese Unkompliziertheit auf die Konzerte überträgt (Video). Keine große Anlage, kein Schnickschnack, sondern Banjo, Mandoline, Gitarre, Kontrabass, mehrstimmiger Gesang und drei Musiker voller Spielfreude. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Am Vorabend des ersten Advents stimmt das Amita Vokalensemble musikalisch auf die Adventszeit ein. Das vierköpfige Frauenensemble überzeugt durch feinsinnig abgestimmten A-cappella-Gesang (Video) und wurde unter anderem beim Internationalen A-cappella-Wettbewerb Leipzig mit dem 3. Jury-Preis ausgezeichnet. Der Name „Amita“ stammt aus dem Hinduismus und steht für den unvergänglichen Geist sowie die reine Freude am gemeinsamen Singen. Mit ihrem aktuellen Programm „Was wirklich zählt“ laden die vier Sängerinnen zu einem besinnlichen und klangvollen Abend ein. (Eintritt frei, Spende erbeten)
Ganz im Sinne von Clara und Robert Schumann bietet das Schumann-Haus jungen Künstlern eine Bühne. In der Konzertreihe „Podium" stellen sich Studierende der Hochschule für Musik und Theater Leipzig vor. Robert zählte zu den ersten Lehrern des von Felix Mendelssohn Bartholdy gegründeten Konservatoriums und auch Clara unterrichtete dort kurzzeitig, bis das Künstlerpaar nach Dresden umzog. Am heutigen Abend präsentieren sich Studierende der Viola-Klasse von Prof. Pauline Sachse. (Eintritt frei, Spende willkommen, Anmeldung per E-Mail oder unter 0341 39392191 erbeten)
Rumpel-Folk aus Eberswalde! Kombo Kalèsch bringt seit 2019 wilde Akustikmusik auf die Bühne, die fast jedes Publikum zum Tanzen bringt - irgendwo zwischen Ska, Balkan, Klezmer und Folklore aus ganz Europa. Kontrabass, Geige, Klarinette, Gitarre, Akkordeon, Mandoline und Darbuka treffen auf mehrstimmigen Gesang und eine gute Portion Umpa-Surf sowie leichten Unfug. Die Musik ist wie gemacht zum Tanzen (Video): direkt, verspielt und mit ordentlich Rhythmus. (Spendenempfehlung 5–15 €)
Kennen Sie Kevin? Nein? Dann sei verraten, dass es sich um das Soloprojekt des Leipziger Musikers, Filmkomponisten und Sounddesigers Kevin Strüber handelt. Diesen (noch) unbekannten Pop sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Publikum erwarten Gefühlszustände in Hannover, wärmende Landstraßen, gleichbleibende Gedanken oder Geburtstage auf dem Mond. Mit Stimme und E-Bass, Drum-Machine und Synthies zaubert „Kennen Sie Kevin?“ Welten, die nur vermeintlich an Wohlbekanntes erinnern. Bei „Suppe & Musik“ im Besser Leben kann man das alles entdecken. Damit bald mehr Menschen sagen: Ja, ich kenne Kevin! (Spendenempfehlung 8-10 €)
Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel, Hähnelstraße 27
von: LEIPZIG eintrittsfrei
An jedem letzten Montag im Monat wird die Kulturbar froelich & herrlich zur Jazzlocation. Ein Septett aus Leipziger Jazzgrößen trifft sich zum gemeinsamen Improvisieren. Die wechselnde Zusammensetzung nennt sich „Real Jazz Orchestra“. Die MusikerInnen mit all ihren vielfältigen Einflüssen folgen ohne kommerzielle Ausrichtung allein ihrer Freude an Spiel und Improvisation. Den Sound bezeichnen sie selbst gleichwohl als Traditional Jazz. (Eintritt frei, der Hut geht rum)