Do, 10.09.

Vernissage: Schön, kostbar, gigantisch. Der Leipziger Machsor

Eine historische Manuskriptseite mit hebräischen Schriftzeichen zeigt einen Mann, der in ein Horn bläst und einen Steinbock mit goldenen Hörnern
Seite aus dem Leipziger Machsor (Aus­schnitt), Abbildung: © Universitätsbibliothek Leipzig

Vernissage: Schön, kostbar, gigantisch. Der Leipziger Machsor


Bibliotheca­ Albertina, Café Alibi, Beethoven­straße 6

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Der Leipziger Machsor ist eine der berühmtesten hebräischen Handschriften, die sich aus dem Mittelalter erhalten haben. Er enthält die Gebete und Gesänge für die jüdischen Festtage und ist reich mit kostbarer Buchmalerei geschmückt. Aus konservatorischen Gründen befindet sich das gewaltige Manuskript üblicherweise im Tresor der Universitätsbibliothek. Nun gibt es zum ersten Mal seit 17 Jah­ren wieder die Gelegenheit, den Leipziger Machsor zu sehen. Zur Eröffnung der Ausstellung findet im Café Alibi  ein Gesprächsabend zu jüdischem Kulturerbe, verschlungenen Besitzgeschichten und zur sich daraus ergebenden Verantwortung statt. (zu besichtigen bis zum 25.10.2026, Mo–Mi: 10–18 Uhr, Do–So: 10–21 Uhr, Eintritt frei)

Chor kontra Monument – Performance im Richard-Wagner-Hain

Eine Mauer aus Natursteinen ist mit Graffiti bedeckt.
Leere Nische in einer Schmuckmauer am Richard-Wagner-Hain, Foto: © Alexandra Ivanciu

Chor kontra Monument – Performance im Richard-Wagner-Hain


Richard Wagner Hain, Ostseite

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Bei dieser Veranstaltung von Stadtkuratorin Leipzig und dem Grünflächenamt führt Frederike Moormann durch den Richard-Wagner-Hain am Elsterflutbecken. Dort legte Adolf Hitler 1934 den Grundstein für ein Richard-Wagner-Denk­mal, das nie vollendet wurde. Die Klangkünstlerin untersucht einerseits die Geschichte des Or­tes - von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die DDR bis ins Heute. Andererseits setzt sie sich mit dem Werk Richard Wagners auseinander. Durch einen Audiowalk und ein Chor-Kon­zert, das musikalische Motive Wagners zersetzt und sampelt, werden die historischen Schichten des Hains begehbar und Wagners nationalistische Thesen in der Musik hörbar. (Teil­nahme kostenlos, Anmeldung er­beten)

Block Stories - Lesung & Gespräch mit Sara Gmuer und Grit Lemke

Block Stories - Lesung & Gespräch mit Sara Gmuer und Grit Lemke


KOMM-Haus, Selliner Straße 17

von: LEIPZIG eintrittsfrei

„Wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner“, heißt es über Wanda, die Hauptfigur in Sara Gmuers aktuellem Roman „Achtzehnter Stock“. Prägen Kindheit und Jugend in der „Platte“ ein Leben lang? Was macht den Alltag in der Großwohnsiedlung aus – in der DDR, in den Jahren des Umbruchs und in der Gegenwart? Wie dicht liegen „Traum und Trauma“ beieinander, wie es Grit Lemke in „Kinder von Hoy“ bezeichnet? Darüber sprechen die Autorinnen beim Grünauer Kultursommer und lesen Passagen aus ihren Büchern. (Ein­tritt frei)

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