Di, 15.09.

Die verschwiegenen Toten - Aus­stel­lungs­er­öff­nung & Podiumsdiskussion

Schwarz-Weiß-Foto von vier leeren Sitzen in einer Straßenbahn
Gibt es Leerstellen beim Erinnern an Opfer rechter Gewalt? Foto: Initiativkreis Antirassismus

Die verschwiegenen Toten - Aus­stel­lungs­er­öff­nung & Podiumsdiskussion


Altes Rathaus, Markt 1

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Rechte Gewalt ist die logische Konsequenz, wenn Teile der Gesellschaft Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage abwerten und entmenschlichen. In Deutschland werden von verschiedenen Initiativen mindestens 224 Todesopfer rechter Gewalt auf­ge­führt - in Leipzig neun Todesopfer und ein Verdachtsfall. Der Initiativkreis Antirassismus hat dazu die Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ konzipiert. Zur Eröffnung sprechen Ver­tre­terIn­nen des Initiativkreises, der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie sowie der Kampagne „Rassismus tötet!“ über das schwierige Gedenken, Vorurteile und Verharmlosung. (zu besichtigen bis zum 31.10.2026, Di–So: 10–18 Uhr, Eintritt frei)

Lesung & Gespräch mit Marieke Reimann

Lesung & Gespräch mit Marieke Reimann


Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Wende verschlafen, Lebensleistungen entwertet, Chefsessel westdeutsch be­setzt - eine wirklich gerechte Einheit wurde verpasst. Marieke Reimann, in Rostock geboren und im Plattenbau aufgewachsen, kennt diese Probleme aus erster Hand. Sie verbindet in ihrem Buch persönliche Reportage mit scharfer Analyse und plädiert für einen Osten mit Zukunft. Denn unsere Demokratie kann nur gewinnen, wenn die Wende endlich bei allen ankommt. Warum finden Einheitsfeiern ohne Ostdeutsche statt? Warum ist Friedrich Merz froh, im Westen geboren zu sein? Können Angela Merkel und Tokio Hotel Vorbilder sein? Darüber spricht die Autorin mit der Journalistin Antonie Rietzschel. (Ein­tritt frei)

Vortrag: „Giacomo Casanova in Leipzig“

Zeichnung von Casanova, der einen Apfel in der Hand hält
Casanova, Illustration von Alexandra Bonin, Abbildung: © Künstlerin, Verlag kopfundwelt

Vortrag: „Giacomo Casanova in Leipzig“


Literaturhaus Leipzig, Literaturcafé, Gerichts­weg 28

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Ansgar Bach, Verleger und Sachbuchautor, berichtet über Giacomo Casanova, den italienischer Abenteurer und Schriftsteller, und dessen enge Verbindung mit Sachsen, besonders zu Dresden, aber auch nach Leipzig, wo seine berühmten Memoiren erstmals veröffentlicht wurden. In der Veranstaltung werden bibliophile Casa­nova-Erst­aus­ga­ben und die Buchillustrationen der Künstlerin Alexandra Bonin vorgestellt. Neugierige erfahren noch unbekannte Facetten der Abenteuer des zum Synonym gewordenen Liebhabers. Casanova, Madame Pompadour und eine sächsische Gräfin laden zu einem spektakulären Abend ein. (Ein­tritt frei)

← zurück