Die verschwiegenen Toten - Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion
Gibt es Leerstellen beim Erinnern an Opfer rechter Gewalt? Foto: Initiativkreis Antirassismus
Die verschwiegenen Toten - Ausstellungseröffnung & Podiumsdiskussion
Altes Rathaus, Markt 1
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Rechte Gewalt ist die logische Konsequenz, wenn Teile der Gesellschaft Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage abwerten und entmenschlichen. In Deutschland werden von verschiedenen Initiativen mindestens 224 Todesopfer rechter Gewalt aufgeführt - in Leipzig neun Todesopfer und ein Verdachtsfall. Der Initiativkreis Antirassismus hat dazu die Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ konzipiert. Zur Eröffnung sprechen VertreterInnen des Initiativkreises, der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie sowie der Kampagne „Rassismus tötet!“ über das schwierige Gedenken, Vorurteile und Verharmlosung. (zu besichtigen bis zum 31.10.2026, Di–So: 10–18 Uhr, Eintritt frei)
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Wende verschlafen, Lebensleistungen entwertet, Chefsessel westdeutsch besetzt - eine wirklich gerechte Einheit wurde verpasst. Marieke Reimann, in Rostock geboren und im Plattenbau aufgewachsen, kennt diese Probleme aus erster Hand. Sie verbindet in ihrem Buch persönliche Reportage mit scharfer Analyse und plädiert für einen Osten mit Zukunft. Denn unsere Demokratie kann nur gewinnen, wenn die Wende endlich bei allen ankommt. Warum finden Einheitsfeiern ohne Ostdeutsche statt? Warum ist Friedrich Merz froh, im Westen geboren zu sein? Können Angela Merkel und Tokio Hotel Vorbilder sein? Darüber spricht die Autorin mit der Journalistin Antonie Rietzschel. (Eintritt frei)
Ansgar Bach, Verleger und Sachbuchautor, berichtet über Giacomo Casanova, den italienischer Abenteurer und Schriftsteller, und dessen enge Verbindung mit Sachsen, besonders zu Dresden, aber auch nach Leipzig, wo seine berühmten Memoiren erstmals veröffentlicht wurden. In der Veranstaltung werden bibliophile Casanova-Erstausgaben und die Buchillustrationen der Künstlerin Alexandra Bonin vorgestellt. Neugierige erfahren noch unbekannte Facetten der Abenteuer des zum Synonym gewordenen Liebhabers. Casanova, Madame Pompadour und eine sächsische Gräfin laden zu einem spektakulären Abend ein. (Eintritt frei)