Herje Mine fühlen, leben und spielen Balkan-Musik in all ihrer Leidenschaft und Tiefe. Das Herz der fünf MusikerInnen aus Polen, Israel, Venezuela und Deutschland ist so wahrhaftig mit dieser wunderbaren Musik verbunden (Video), dass man sofort Fernweh, Sehnsucht und Tanzwut fühlt, hört man ihnen auch nur kurze Zeit zu. Bei diesem Konzert im Rahmen von „Tacheles: Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“ kann sich das Publikum auf selten gespielte jüdische Melodien aus dem Jemen, Marokko und dem gesamten Mittelmeerraum sowie eigene Kompositionen des Ensembles in mitreißenden Interpretationen freuen. (Eintritt frei)
Eröffnung: Die Flut aus meiner Hand - Malerei von Carolina Pérez Pallares
Eröffnung: Die Flut aus meiner Hand - Malerei von Carolina Pérez Pallares
D21 Kunstraum, Demmeringstraße 21
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Carolina Pérez Pallares versteht Malerei nicht als abgeschlossenes Medium, sondern als offenes System. Die Leipziger Künstlerin löst Farbe, Material und Motiv aus ihrer traditionellen Bindung an die Leinwand. In ihrer Einzelausstellung setzt sie besonders mit dem Raum auseinander, aber auch aus ihrer eigenen Biografie heraus mit der Darstellung von Fremdheit, das Verhältnis von Ankommen und Weggehen sowie der Einfluss kultureller Codes auf das subjektive Erleben von Migration. Dafür wird sie aus Foto-Übermalungen, Wandmalereien, Videos und Skulpturen, eine großformatige Raum-Collage komponieren und den D21 Kunstraum in ein Gesamtkunstwerk verwandeln. (zu bsichtigen bis zum 22.11.2026, Sa–So: 15–19 Uhr, Eintritt frei)
Die Vögel planen, die Menschen vom Thron der Evolution zu stoßen. Als ein Schwarm Singvögel in ihr Haus eindringt und ihre Kinder angreift, können Nancy und Nat Hocken nur ahnen, dass sie den Beginn einer globalen Veränderung miterleben. Was passiert, wenn wir die Revolution der Vögel konsequent zu Ende denken? Wo stehen wir als Menschheit? Was wird von uns übrigbleiben? Und wäre die Welt am Ende ein besserer Ort? Das Stück nach Daphne du Maurier und Aristophanes vereint Tragödie und Komödie zu einem Gedankenexperiment mit farbenfrohen Grautönen und Lust am Untergang. (Solidarisches Preissystem: 18, 14 oder 10 €, Online-Tickets)
Die Double Reed Tales aus Berlin haben sich auf das Dulzian - einen Vorläufer des Fagotts - spezialisiert. Die MusikerInnen führen in der Philippuskirche ihr Programm zu einem der berühmtesten Bücher der Renaissance auf. Das „Narrenschiff“ von Sebastian Brant beschäftigt sich in seinen Kapiteln mit jeweils einem menschlich Laster, die im Konzert mit Musik des 16. und 17. Jahrhunderts kombiniert werden (Video). Ergebnis ist eine Komödie der unangenehmen Wahrheiten, trotzdem oder gerade deshalb mit vielen schwungvollen und unterhaltsamen Melodien. Unterstütztung kommt von Paul Hoyle an E-Bass und Percussion und der Sopranistin Bernadette Beckermann mit der sängerischen Umsetzung der historischen Texte. (Eintritt frei, Spende erbeten)