Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Über diese Erfahrungen hat Mulemba jetzt ein Buch geschrieben. Es ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen. Im Zeitgeschichtlichen Forum liest der Autor, Journalist und Podcaster Passagen aus „Hundeheimat“ und spricht mit der Journalistin Antonie Rietzschel. (Eintritt frei)
Auf ihrem neuen Album „Toi & Moi: Das kleinste Übel“ beschäftigt sich die Leipzigerin Laura Liebeskind mit der schönsten und wohl auch kompliziertesten Sache der Welt - mit der Liebe (Video). Was man von ihr lernen kann. Was sie ist und womit wir sie gern verwechseln. Wie hoch der Preis ist, sie ins Leben hinein zu holen. Und was Synapsen, Statistiken und eine ordentliche Portion Humor mit ihr zu tun haben. An Gitarre, Klavier und LoopStation wird Laura an diesem Abend einmal quer durch den Gemüsegarten der Emotionen spazieren, um am Ende festzustellen: Liebe ist alles …. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Das Polnische Institut präsentiert in diesem Jahr eine Reihe von Konzerten mit neuer Musik aus Polen und Deutschland zum Thema „Licht“. Am Abend tritt das Nowicki Duo der Brüder Piotr und Paweł aus Gdańsk auf. Es hat sich auf die Aufführung von Musik für Perkussion und Klavier spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf Kompositionen liegt, die speziell für diese Besetzung geschrieben wurden (Video). Das Repertoire reicht von Klassikern des 20. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischer Musik. Auf dem Programm stehen heute neben anderen Werken mit Cometa des Komponisten Dariusz Przybylski eine deutsche Erstaufführung. Rouen 1894 (V) von Christian Diemer feiert in Leipzig seine Uraufführung. (Eintritt frei)
Roya ist in Deutschland aufgewachsen, doch seit ihrer Kindheit hörte sie die Familiengeschichten aus dem Iran. Immer größer wird ihre Sehnsucht, das Land und damit einen Teil ihrer Wurzeln kennenzulernen. Eines Tages ist es endlich soweit: Gemeinsam mit ihrem Vater begibt Roya sich auf eine Reise durch den Iran und erlebt dort als queere Frau eine intensive Zeit zwischen Faszination, Angst, Schönheit und Unterdrückung – ohne zu ahnen, dass es die letzte Reise mit ihrem Vater sein wird. Roya Sorayas autobiografische Graphic Novel erzählt von dem Leben zwischen zwei Kulturen, von Erwachsenwerden, Verlust und Selbstfindung. Am Abend wird zudem eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus dem Buch eröffnet. (Eintritt 5 €)