Wortreich: Lesung mit Olav Amende und Jascha Riesselmann
Budde-Haus, Lützowstraße 19
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Beim heutigen Leipziger Off-Literatur-Treffen „Wortreich“ liest Jascha Riesselmann aus seiner Textsammlung Lustige Hügel. Sie enthält lyrische, prosaische und dramatische Kurztexte über das Alltagsleben in einer westdeutschen Kleinstadt. Diese werden mit Passagen aus dem Langgedicht Flurstück 3587/3588 von Olav Amende kombiniert, in dem es um die wechselhafte Geschichte eines Wohnhauses im Leipziger Stadtteil Gohlis geht. So entsteht ein spannender literarischer Dialog zwischen Ost und West. Im Anschluss an die Lesung laden beide Autoren zum Gespräch ein. (Eintritt frei, Spende erbeten)
„Die angespannte Mitte“ - Gespräch zur Lage der Demokratie
Krisen, Kriege und Konflikte, Verunsicherung und Vertrauensverlust, Populismus und Polarisierung: Liberale Demokratien wie Deutschland stehen weltweit unter Druck. Antidemokratische Kräfte und rechtsextreme Ideologien finden auch Widerhall in der Mitte der Gesellschaft. Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung wird alle zwei Jahre die „Mitte-Studie“ zu politischen Einstellungen erstellt. Über die neue Ausgabe spricht Herausgeberin Franziska Schröter mit Alexander Behrens vom Geisteswissenschaflichen Zentrum der Universität Leipzig. (Eintritt frei)
Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli, Augustusplatz 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
In seiner Heimat Norwegen ist Tore Renberg einer der bekanntesten Schriftsteller. Sein zuletzt erschienener Roman "Die Lungenschwimmprobe" spielt im Leipzig des 17. Jahrhunderts und basiert auf dem wahren Fall der Anna Voigt, die mit 15 Jahren beschuldigt wird, ihr Kind getötet zu haben. Die Aufklärung gilt als Beginn der modernen Rechtsmedizin, bei der die Universität Leipzig eine wichtige Rolle spielte. Was sind Fakten und wo beginnt die Fantasie im Roman? Darüber spricht der Autor mit Dr. Christine Hübner, Kunstsammlung der Universität, und Dr. Julia Schmidt-Funke, Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit. (Eintritt frei)
Lesung aus „Hundesohn“ mit Ozan Zakariya Keskinkılıç
Lesung aus „Hundesohn“ mit Ozan Zakariya Keskinkılıç
Buchhandlung Rotorbooks, Kolonnadenstr. 5-7
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zum Jahresauftakt der Reihe „RE:“ von Rotorbooks und dem Literaturmagazin Edit ist Ozan Zakariya Keskinkılıç zu Gast. Sein neuer Roman ist eine radikal und poetisch erzählte Liebesgeschichte. Sie spielt in Berlin und Adana und handelt von den Jungen Zeko und Hassan, die sich nur in den Sommerferien sahen, wenn Zeko seinen Großvater in der Türkei besuchte. Als dieser stirbt, gibt es ein Wiedersehen der beiden ... Moderiert wird der Abend von Kulturjournalist und Literaturkritiker Kais Harrabi. (Eintritt 5 €, Anmeldung per E-Mail erbeten)
Tief im 21. Jahrhundert: Die Erde hat sich weiter erhitzt, Roboter sind in die Gesellschaft integriert und die ersten Menschen landen auf dem Mars. Auf den Trümmern der EU ist ein autoritäres Gebilde entstanden, das gegen rebellische Kommunen kämpft ... Bei der Lesung des Freundeskreis Science Fiction e. V. stellt Ralph Hammerthaler seinen atemberaubend und irrwitzig erzählten Zukunftsroman vor. Besonderheit: Der Autor hat die Geschichte mit Einwürfen heutiger ForscherInnen bereichert. (Eintritt: 2 €)
Auf die Frage, wie er seine Themen findet, antwortet Moritz Hildt: „Ich schreibe über die Dinge, die mir am meisten Angst machen.“ Seine Geschichten kreisen um Menschen, die in ihrem Leben aus dem Tritt geraten und den (vermeintlich) festen Boden unter ihren Füßen verlieren. Eyk Akansu forscht an der Universität Erlangen-Nürnberg zur DDR Literatur und hat gerade seine lyrische Monographie „Mutmaßungen über Schönwetterwolken“ vorgelegt. Beide sind heute mit ihren neuesten Texten in der Moritzbastei zu Gast. (Eintritt frei)
Lesung: Historische Romane von Barbara Beekmann & Joachim Oelßner
Lesung: Historische Romane von Barbara Beekmann & Joachim Oelßner
Buchhandlung Thalia, Allee-Center-Leipzig, Ludwigsburger Straße 9
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Zwei Romane, die in die Vergangenheit führen, aber an ganz unterschiedliche Orte: Barbara Beekmann erzählt in „Vater, ich finde dich“ von August und Hilmar, die nach Amerika auswandern wollen. Aber August muss ohne seinen Sohn gehen. Hilmar kommt wegen Betrugs ins Zuchthaus. Als er entlassen wird, schwört er sich, seinen Vater zu suchen und nie wieder Spielkarten anzurühren. Joachim Oelßner schildert in „Kegel Ripertus“ wie es im 13. Jahrhundert in der Leipziger Region war, ganz unten in der gesellschaftlichen Hierarchie zu stehen – so wie Ripert, der Sohn eines Pfarrers. Den es eigentlich nicht geben durfte. (Eintritt frei)
Literarischer Austausch über Erich Loest
Erich Loest 2008, Foto: E. S. Myer via Wikimedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Im Mittelpunkt der Reihe „Lesen und darüber reden“ steht heute der Schriftsteller Erich Loest, dessen Geburtstag sich am 24. Februar zum 100. Mal jährt. Der Schriftsteller gilt als Chronist der gesamtdeutschen Gesellschaft, hat einige geschichtliche Umbrüche miterlebt und diese in seinen Büchern verarbeitet. Bei dem Austausch in der Bibliothek Gohlis ist sein Sohn Thomas Loest zu Gast, der sich mit der Elke und Thomas Loest Stiftung für Kunst und Kultur in Sachsen einsetzt. (Eintritt frei, Anmeldung per E-Mail oder unter 0341 5255 erbeten)
Jüdische Lebenswege in die USA - Lesung & Gespräch
Jüdische Lebenswege in die USA - Lesung & Gespräch
Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Das New Yorker Leo Baeck Institute bewahrt zehntausende Dokumente - Memoiren, Briefe, Tagebücher - auf, die von Kultur und Geschichte deutscher JüdInnen berichten. Erstmals haben sich nun 22 AutorInnen literarisch mit dieser Sammlung auseinandergesetzt und ihre „Stolpertexte“ in einem Buch zusammengefasst, das an die Menschen erinnert, denen unter der Naziherrschaft alles genommen wurde. Dana von Suffrin und Olga Grjasnowa lesen aus ihren Texten und reden über Erinnerung, Sprache und jüdische Perspektiven in Deutschland. Die Moderiation der Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Instituts Sachsen hat Nicolas van Veen, Literaturhaus Leipzig. (Eintritt frei)
Der Legende nach hat Italiens Ex-Premierminister Silvio Berlusconi auf Sardinien eine Düne gestohlen und auf das Gelände seiner Villa bringen lassen. Die experimentelle Doku „La Duna“ (Trailer) geht der Frage nach: Wem gehört das Land? Sie zeigt eine Sammlung skuriller, märchenhafter, absurder und wahrer Geschichten, die von Macht, Besitz und Widerstand erzählen. Die Filmvorführung gehört zum Programm der Ausstellung „Panorama“ im Kunstraum IDEAL. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den FilmemacherInnen statt. (Italienisch mit deutschen Untertiteln, Karten: 7 / 4 €, Reservierung)