Der Verein Westbesuch hat sich das Ziel gesetzt, im Leipziger Westen urbane Strukturen zu bewahren und Lebensqualität zu schaffen. Dazu organisiert er mehrmals im Jahr für alle LeipzigerInnen ein lebendiges Stadtteilfest auf dem Bürgerbahnhofs Plagwitz - den Westbesuch. Neben einem Flohmarkt mit zahlreichen Trödel-Ständen und leckerem Essen gibt es auf dem Gelände auch jedes Mal ein Kulturangebot mit Live-Auftritten von KünstlerInnen und Bands. So ist am Sonntag beispielsweise Psychedelic Funk, Soul & cineastischer Sound des Leipziger Trios Mitokeh zu erleben. (Eintritt frei)
Das Capa-Haus ist eine wichtige Leipziger Erinnerungsstätte an den Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg, aber auch an den Widerstand und die Befreiung 1945. Im April 1945 kam Robert Capa als US-amerikanischer Kriegsfotograf in die Stadt. In der Jahnallee 61, dem heutigen Capa-Haus, entstand seine weltbekannte Fotoserie „Last Man to Die“. Diese Fotos und ihre Entstehung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „War is Over“. Die Schau ist am Sonntag zu besichtigen und zu jeder vollen Stunde werden Kurzführungen angeboten. Zusätzlich kann man bei dieser Gelegenheit auch die Sonderausstellung „100+ Synagogen in Deutschland“ besichtigen. (Eintritt frei)
Sonntagsführung durch die Deutsche Nationalbibliothek
Der historische Lesesaal der Geisteswissenschaften, Foto: DNB / Tina Bode
Sonntagsführung durch die Deutsche Nationalbibliothek
Treff: Bibliotheksfoyer, Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Am Gründungsstandort Leipzig treffen Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Deutschlands größter Archivbibliothek aufeinander. Bei einem informativen Rundgang durch das denkmalgeschützte Bibliotheksgebäude und den modernen Erweiterungsbau erfahren die TeilnemerInnen, warum die Deutsche Nationalbibliothek diesen Namen trägt – und was sie von anderen Bibliotheken unterscheidet. Außerdem können sie die Sammlungen entdecken, mehr über der Aufgaben erfahren und einen Ort erkunden, an dem Wissen bewahrt und lebendig gehalten wird. (Teilnahme kostenlos)
BookTalkWalk – GedankenGänge mit Jahrhundertbüchern
BookTalkWalk – GedankenGänge mit Jahrhundertbüchern
Treffpunkt: Universität Leipzig, Eingang Hauptgebäude, Augustusplatz
von: LEIPZIG eintrittsfrei
„Das Prinzip Hoffnung“ wurde vom deutschen Philosophen Ernst Bloch zwischen 1938 und 1947 im US-amerikanischen Exil geschrieben. Ursprünglich sollte es „The dreams of a better life“ heißen. Es erschien 1954 zunächst in der DDR und 1959 auch im Suhrkamp Verlag. Seither ist „Prinzip Hoffnung“ zu einem geflügelten Wort geworden. Beim vierten BookTalkWalk des Vereins Transformatorenwerk Leipzig führt der Historiker und Germanist Ulrich Brieler durch die Stadt und stellt das Hauptwerk von Ernst Bloch an thematisch passenden Orten vor. Der Spaziergang ist offen für alle und setzt keine Vorkenntnisse voraus. Im besten Fall regt er dazu an, das präsentierte Buch anschließend selbst zu lesen. (Teilnahme kostenlos)
Mit dem Völkerschlachtdenkmal verfügt der Denkmalchor über eine ganz besondere Konzertstätte. Die Aufführungen in dem weltweit bekannten Monument sind wegen das außergewöhnlichen Raumklangs einzigartig (Video). Je nach Anlass führt der Denkmalchor Musik von der Renaissance bis hin zur zeitgenössischen Musik auf. Heute erwartet das Publikum ein Programm anlässlich der Jahrestage von Völkerschlacht und der Einweihung des Denkmals 100 Jahre später. Zugleich eröffnet das Konzert unter der Leitung von Philipp Goldmann einen Zugang zu Geschichte und Erinnerung, der weit über die reine Tonkunst hinausgeht. (Eintritt frei)
Sex und Wut gehören wahrscheinlich zu den Ausdrucksformen menschlichen Daseins, die am stärksten durch koloniale und patriarchale Machtausübung verdrängt, verzerrt und beschämt wurden. Die Performance widmet sich der tiefen Verbindung und vor allem der Sprengkraft von Lust und Wut. Wie können diese Kräfte als spirituelle Ressource dienen? Und wie können sie als magischer Motor kollektiver Veränderungen wirken? Drei Künstlerinnen suchen nach Antworten und verbinden in „Sex and Rage. Eat me raw“ Performance, Ritual und Klang zu einer Erfahrung zwischen Widerstand und Fürsorge. (Karten 15 / 10 € , Leipzig-Pass: 7,50 €, Soli-Preis: 25 €)
Hinter ANU steht die Musikerin und Komponistin Anna-Lucia Rupp. Nach einer Tätigkeit als Musiklehrerin in Kapstadt studierte sie Gesang und Pädagogik in Dresden und in Copenhagen das Fach „Music Creation“. Sonst mit ihren Bands Olicía, Nouk, Welten und weiteren Projekten unterwegs, drückt sich Anna-Lucia Rupp aber nicht nur musikalisch aus - als Sammlerin, Reisende und Beobachterin hält sie ihre Perspektive auf die Welt auch mittels analoger Fotografie fest. Wie sie die visuellen Eindrücke und Farben wieder in Klang übersetzt, das kann das Publikum im gemütlichen Rahmen von „Suppe & Musik“ heute live erleben. (Spendenempfehlung 8-10 €)