Literarischer Herbst: „Verwende deine Jugend!“ - 50 Jahre Punk BRDDR
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
„Deutschland, Deutschland, alles ist vorbei“, sang die Düsseldorfer Band Mittagspause 1979. Punk, der alte Schlawiner, kümmert sich nicht darum und macht seit fünf Jahrzehnten einfach weiter. Nachdem der westdeutsche Underground in Jürgen Teipels „Verschwende deine Jugend“ breit aufgearbeitet wurde und diverse Publikationen im Osten nachzogen, erinnern sich die alternativen Szenen Ost und West dennoch merkwürdig getrennt. Dieser Abend möchte damit brechen: Mit Henryk Gericke, Sänger der Ostberliner Punkband The Leistungsleichen und Herausgeber, sowie dem Tocotronic-Bassisten und Podcaster Jan Müller sind zwei Protagonisten der Szene im Gespräch, die zu ihren wachsten Beobachtern gehören. Denn Punk verjährt nicht. (Eintritt frei)
Vernissage: Queere Kunst in der DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda
Andreas Fux: Handelszentrum Friedrichstraße, Berlin, 1985, Fotografie, Abbildung mit freundlicher Unterstützung des Künstlers und des Kunstvereins Ost
Vernissage: Queere Kunst in der DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda
Galerie im Neuen Augusteum, Augustusplatz 10
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die Ausstellung des Kunstverein Ost lädt dazu ein, Kunst aus der DDR neu zu lesen. Anhand der Biografien von neun KünstlerInnen und ihrer Werke - Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Fotografien - wird gezeigt, wie unterschiedlich sie mit den gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Zeit umgingen. Homosexualität blieb in der DDR trotz schrittweiser Entkriminalisierung gesellschaftlich stigmatisiert. Nach dem Mauerfall verbesserte sich die Situation queerer KünstlerInnen nicht – im Gegenteil: Viele drohten in Vergessenheit zu geraten. Erst heute wächst das allgemeine Interesse an der Kunst und Kultur der DDR ebenso wie an queeren Lebensrealitäten. (zu besichtigen bis zum 6. Februar 2027, Di–Fr: 14–18 Uhr, Sa: 11–14 Uhr, Eintritt frei)
Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft feiert jährlich mit Konzerten, Klavierabenden, einem Nachwuchswettbewerb und einem festlichen Salon den großen polnischen Komponisten Frédéric Chopin. Die inzwischen 36. Ausgabe wird mit einem Klavierkonzert von Irina Chistiakova eröffnet. Die Pianistin und Sängerin wurde bereits im Alter von sechs Jahren in die Zentrale Musikschule Moskau aufgenommen. Später studierte sie am dortigen Konservatorium und an der Universität der Künste Berlin. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Irina Christiakova auch Dozentin im Fach Klavier an der HMT in Leipzig. Am Abend spielt sie Werke von Frédéric Chopin, Franz Liszt und Camille Saint-Saëns. (Eintritt frei)