Do, 12.03.

Vernissage: „Dezenter Wider­stand“ - künstlerische Kritik zwischen den Zeilen

Grafik eines Jugendlichen in Jeans und T-Shirt von hinten, dessen Beine in Wurzeln übergehen
Peter Pfefferkorn: Auch die Wurzeln sind frei, Holzstich 2001, Plakat (Aus­schnitt): Galerie KK5

Vernissage: „Dezenter Wider­stand“ - künstlerische Kritik zwischen den Zeilen


Galerie KK5, Käthe-Kollwitz-Straße 5

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Grautöne des Widerstands: Die neue Ausstellung in der Galerie KK5 macht deutlich, wie Künstler in der DDR zwischen den Zeilen Kritik übten, um nicht verboten zu werden und zeigt Werke der Brüder Axel und Peter Pfefferkorn aus den 1980er Jahren. Die Bühnenmodelle von Axel Pfefferkorn sind leise Systemkommentare und die präzisen Holzstiche Peter Pfefferkorns üben feinsinnige, später deutlichere Gesellschaftskritik. Ergänzt werden sie durch heutige Zeichnungen, ebenfalls mit politischen Inhalten. (zu besichtigen bis zum 12.06.2026, Do–Sa: 14–18 Uhr, Eintritt frei)

Eröffnung: Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst

Stadtansicht, mit großen Baulücken zwischen einzelnen Gründerzeithäusern und riesigen Plattenbauten im Hintergrund
Jerusalemer Straße 1996, aus der Serie: Mitte. Berlin 1995–1997, Foto: © Ulrich Wüst; ifa

Eröffnung: Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst


Galerie für Zeitgenössische Kunst, Neubau, Karl–Tauchnitz–Straße 9–11

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Ulrich Wüst wurde durch seine Stadtansichten aus den 1980er Jahren der DDR bekannt. Sie zeigen Spuren des Zweiten Weltkrieges und den Verfall der historischen Bausubstanz. Im Mittelpunkt standen städtebauliche Absurditäten, die durch Unachtsamkeit und Ahnungslosigkeit, Zerstörung und Wildwuchs verursacht wurden. So übte der Fotograf seine ganz eigene, immer noch aktuelle Architekturkritik, nicht durch Argumente, sondern durch Fotos mit subtilen Humor und Ironie. Zur Eröffnung der Ausstellung sind Ulricht Wüst und Matthias Flügge, der die Bilder für die Schau ausgewählt hat, anwesend. (zu besichtigen bis zum 14.06.2026, Di–Fr: 14–19 Uhr, Sa–So: 12–18 Uhr, Eintritt zur Eröffnung und immer mittwochs frei)

William Chee-Awai

William Chee-Awai


Zum Wilden Heinz, Hähnel­straße 22

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Der Berliner Gitarrist und Sänger William Chee-Awai ist ein in Schweden geborener amerikanischer Staatsbürger mit trinidadischen Wurzeln. Entsprechend vielfältige sind die Quellen, aus denen er seine Inspiration schöpft. Die Musik kann man als groovige Variante des Folk-Rock beschreiben, die von eingängigem Gitarrenriffs durchzogen ist (Video). Dazu singt Chee-Awai mit seiner tiefen Stimme Songs, die alle kleine Geschichten erzählen. (Ein­tritt frei, der Hut geht rum)

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