Do, 19.03.

Leipzig liest: David Hugendick über das Stottern und das Sprechen

Leipzig liest: David Hugendick über das Stottern und das Sprechen


Mendelssohn-Haus, Gold­schmidt­straße 12

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Irgendwann muss die Menschheit beschlossen haben, dass sie es pausenlos eilig hat. Wer stottert, guckt oft in ungeduldige Gesichter. Stottern ist eine Art des rasenden Stillstands, eine unvorhergesehene Störung im Betriebsablauf. In seinem autobiografischen Essay „Jetzt sag doch endlich was“ denkt David Hugendick über das Stottern und das Sprechen nach. Der Autor spricht mit Solveig Raschpichler, Lektorin der Ullstein Buchverlage, über Ungeduld und Scham, über heimtückische Buchstaben und über unsere von künstlicher Dringlichkeit geprägte Gesellschaft. (Ein­tritt frei)

Leipzig liest: Ildikó von Kürthy „Alt genug“

Leipzig liest: Ildikó von Kürthy „Alt genug“


Stadtbibliothek, Oberlichtsaal, Wilhelm-Leusch­ner-Platz 10-11

von: LEIPZIG eintrittsfrei

In ihrem Buch feiert Ildikó von Kürthy die Kraft der Lebensmitte, das Wunder des Mittagsschläfchens und das kostbare Gefühl, dass wir mit all unseren Ängsten, Ideen, Zweifeln, den schmerzhaften Abschieden und der wuchtigen Gleichzeitigkeit von Licht und Schatten nicht alleine sind. „Alt genug“ ist voller Erkenntnisse und Bekenntnisse. Es ist eine mutige und ehrliche Begleitung für alle, die in der zweiten Lebenshälfte unterwegs und noch lange nicht angekommen sind. Die Lesung wird moderiert von Journalist und Schriftsteller Jörg Thadeusz. (Ein­tritt frei, keine Reservierung möglich, Einlass ab 18.30 Uhr)

Leipzig liest: Verena Güntner „Medulla“

Leipzig liest: Verena Güntner „Medulla“


Bibliothek Plagwitz „Georg Maurer“, Zschochersche Straße 14

von: LEIPZIG eintrittsfrei

In einem heißen Berliner Sommer driften drei Paare auseinander, werden sich fremd. Im Zentrum von „Medulla“ stehen die schwangeren Siv, Leyla und Esther – drei Frauen, die sich der Enge ihrer Lebensentwürfe widersetzen und abwenden von einem scheinbar vorgezeichneten Weg. Kraftvoll und zugleich mit einer großen Zartheit zeichnet Verena Güntner widerständige, sinnliche Figuren und erzählt von brüchigen Beziehungen, Schwesternschaft und Aufbruch. (Ein­tritt frei)

Richard Limbert & Chris Padera

Richard Limbert & Chris Padera


Zum Wilden Heinz, Hähnel­straße 22

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Den Musiker, Journalisten und Autor Richard Limbert interessiert besonders der Folk. Das merkt man den eigenen, anekdotische Liedern an (Video). Durch seine Liebe zur US-ameri­kani­schen Musiktraditionen finden sich auch selten gehörte Stücke von Singer-Song­writern aus den 60er und 70er Jahren in seinem Programm. Unterstützung kommt von Chris Padera, dessen Musik ebenfalls von Folk beeinflusst ist, aber auch von Country und Punkrock (Video). Seine Lieder sind Geschichten über Fernweht, den ersten Whiskey an der Bar oder den letzten Abschied am Bahnhof. (Ein­tritt frei, der Hut geht rum)

Leipzig liest: Wolfgang Ullrich „Memokratie. Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik“

Leipzig liest: Wolfgang Ullrich „Memokratie. Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik“


Buchhandlung Rotorbooks, Kolon­naden­straße 5-7

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Memes in den Sozialen Medien sind meist provokant, lustig durch Grenzüberschreitung und vorurteilsbeladen. Regierungsbehörden verbreiten KI-Bilder von migrantenfressenden Alligatoren, Trolle fluten das Netz mit zynischen Botschaften und Trump wird zum Immobilienmogul in „Gaza-Riviera“. Wolfgang Ullrich diagnostiziert in seinem Buch eine neue Regierungsform: die Memokratie. In ihr herrscht, wer die Plattformen do­mi­niert – oder gleich besitzt. Der Autor analysiert auch, warum es demokratischen Kräften so schwerfällt, diesem enthemmten Bildgebrauch etwas entgegenzusetzen. (Ein­tritt frei, Anmeldung per E-Mail er­be­ten)

Leipzig liest: Drei Schicksale, ein Tresen, hundert Ge­schichten

Leipzig liest: Drei Schicksale, ein Tresen, hundert Ge­schichten


Horns Erben, Arndt­straße 33

von: LEIPZIG eintrittsfrei

Die legendäre Kneipe Haus Himmelreich, eine der letzten ihrer Art im ganzen Ruhrgebiet, soll schlie­ßen – ein Jammer! Das nimmt der Erzähler zum Anlass, die finalen Stunden in der Kneipe zu verbringen. Dabei lernt er die Lebensgeschichten von drei unkonventionellen Frauen kennen, deren Schicksale sich am Kneipentresen kreuzen und die immer wieder dorthin zurückkehren. Da ist zum Beispiel die Wirtin Rita Urbaniak, die den ganzen Abend gar nicht auftaucht und trotzdem gehörig von sich reden macht. Urkomisch beschreibt Frank Goosens in „Lovely Rita“ ein langsam verschwindendes Biotop und erzählt voller Wärme eine große Geschichte. (Ein­tritt frei)

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