geHÄUSe - Stadt-Metamorphosen zwischen Natur und Kultur
Naturkundemuseum Leipzig, Lortzingstraße 3
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Mit poetisch-forschendem Blick präsentieren Johann Reißer und Ursula Seeger eine besondere Geschichte der Verwandlung Berlins und seines Umlands. Aus einer fünfjährigen Recherche entstand ein vielschichtiger Band, der sich spielerisch Verflechtungen zwischen Architektur und Natur annähert. Alte Siedlungskerne und Neubauprojekte werden beleuchtet, Brachflächen und Zementwerke, Museen und Einkaufzentren. Es eröffnen sich ungewohnte Perspektiven auf die Stadt und ihre menschliche und nichtmenschliche Bewohnerschaft. (Eintritt frei, Anmeldung unter 0341 982210)
1976 war das Erscheinungsjahr der ersten Punk-Singles. Der Ventil Verlag gratuliert zum runden Geburtstag mit dem Sammelband „Bored Teenagers“. Darin werden 200 richtungsweisende Punksongs der letzten Jahrzehnte präsentiert. Mit Herzblut und Kenntnis beschrieben von MusikerInnen, JournalistInnen und AutorInnen zwischen zwanzig und siebzig, die zwar keine gelangweilten Teenager mehr sind, für die Punk aber nach wie vor eine gegenkulturelle Alternative ist. Bei der Buchpremiere in Ilses Erika lesen sieben von ihnen aus ihren Texten. (Eintritt frei)
Eröffnung: DZiKADiVA - Installation und Archiv lesbischen Lebens in Polen
Eröffnung: DZiKADiVA - Installation und Archiv lesbischen Lebens in Polen
Verein für Zeitgenössische Kunst, Kolonnadenstraße 6
von: LEIPZIG eintrittsfrei
DZiKADiVA, polnisch für „Die wilde Diva“, ist eine fiktive lesbische Bar und zugleich ein Archiv des lesbischen Lebens im Polen der 1990er-Jahre. Eine solche Bar hat es damals aus politischen und gesellschaftlichen Gründen nie gegeben. In ihrer künstlerischen Arbeit verbindet Karolina Sobel Fotografie, Video, Recherche und Installation, um Menschen, die an den Rand gedrängt werden, und die gesellschaftliche Machtverhältnisse dahinter, sichtbar zu machen. Die Ausstellung ist das Abschlussprojekt ihres MeisterschülerInnen-Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. (geöffnet bis zum 08.04.2026, Mi: 15–19 Uhr, Fr & So: 14–18 Uhr, Eintritt frei)
Seit über 60 Jahren begeistert Friedhelm Eberle auf der Bühne, im Film und als Synchronsprecher sein Publikum, aber auch die Theaterkritiker. Schauspielunterricht und Studium absolvierte er in Oberhausen, Basel und Düsseldorf. Seine Engagements führten ihn von Plauen über Erfurt zum Schauspiel Leipzig, unterbrochen von unzähligen Gastspielen im In- und Ausland. In seinem Buch „Dem schönen Ziele zu“ hat Friedhelm Eberle nun einige private und berufliche Stationen seines Lebens aufgeschrieben. Die musikalische Gestaltung des Abends übernimmt die Pianistin Ketevan Warmuth. (Eintritt frei, Spende willkommen)
Vernissage: Nolens Volens – Malerei von Alexander Kavtea & Benjamin Springer
Vernissage: Nolens Volens – Malerei von Alexander Kavtea & Benjamin Springer
ars avanti Kunstraum, Alte Handelsschule, Gießerstraße 75
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Bildsprache und Poesie gehen in der Malerei von Benjamin Springer und Alexander Kavtea unvermittelt ineinander über und verbinden Ernsthaftigkeit mit einer gewissen Portion Humor. So reflektieren Benjamin Springer und Alexander Kavtea ihren Schaffensprozess als Wohl oder Übel malen zu müssen – Benjamin Springer in surreal anmutenden Landschaften und Ereignissen, Alexander Kavtea mit eher abstraktem Formen. (zu besichtigen bis zum 02.04., geöffnet Mo-Do: 9-11.30 Uhr, Fr+Sa 15-18 Uhr, Eintritt frei)
Leipzig liest: Michael Wildenhain aus seinem neuen (West-)Berlin-Roman
Mit 13 Jahren ist der Junge in diesem Alter: Das Leben hängt schief in den Angeln, der Alltag gerät zum Schwelbrand, die erste Liebe überwältigt ihn und lässt die Tage beben. 1969 steht die Zeit in Westberlin vielerorts noch still, und doch ändert sich für den Jungen alles. Er lernt die die Wirklichkeit der Straße kennen - brutal und zärtlich, derb und schön. In seinem neuen Roman „Das Ende vom Lied“ erzählt Michael Wildenhain von einem Westberlin, das es so nie wieder geben wird, vom unstillbaren Durst nach der ungezähmten Realität und vom Licht, in dem wir träumen. (Eintritt frei)
Leipzig liest: „Der Westen - eine ostdeutsche Erfindung“
In seinem viel diskutierten Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ thematisiert Dirk Oschmann die fremde, oft degradierende Perspektive der Alt- auf die Neu-Bundesbürger. Der Blick von Ost nach West dagegen fiel lange durch eine rosa Brille. Doch wie ist der wahre Westen? Zeit für einen neuen, geschärften Blick. Renommierte AutorInnen betrachten ihn noch einmal genauer, den Westen. Bei dieser Lesung spricht Cornelia Geißler, Herausgeberin von „Der Westen - eine ostdeutsche Erfindung“, mit zweien von ihnen, Domenico Müllensiefen und Gunnar Cynnibulk. (Eintritt frei, keine Reservierung möglich, Einlass ab 18.30 Uhr)
Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel, Hähnelstraße 27
von: LEIPZIG eintrittsfrei
Die parasitenpresse, Verlag für neue Literatur in Köln, und das Textatelier Textat aus Leipzig laden, schon traditionell am Buchmessefreitag, zu „Books&Beers“ in die Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel ein. Es lesen Olav Amende, Thomas Empl, Adrian Kasnitz, Esther Margaritas (Chile) & Nora Zapf, Nora Schramm und Petr Šestákm (Tschechien). Die Moderation haben Ruth Suermann, Adrian Kasnitz und Thomas Podhostnik. (Eintritt frei, Spende erbeten)