Wie kaum eine andere Stadt ist Leipzig ein Buch-, Verlags-, Lese- und Diskussionsort, an dem das freie Wort Wirkung entfaltet - und wo man das literarische Schreiben lernen kann. Im Juli feierte das Deutsche Literaturinstitut Leipzig sein 25-jähriges Bestehen. Heute sind in der Stadtbibliothek zwei seiner Absolventinnen und ihre neuen Bücher zu erleben: Verena Keßler mit „Gym“ und Michèle Yves Pauty mit „Familienkörper“. In beiden Romanen spielen das Verhältnis zum eigenen Körper, Optimierungswahn und Körper-Beherrschung eine wichtige Rolle. (Eintritt frei)
Science Fiction Lesung & Gespräch mit Lisanne Surborg
Tagsüber kellnert Isra im Varieté und ist den Launen ihrer Gäste ausgesetzt. Doch des Nachts ist Isra mächtig. Dann schleicht sie sich in fremde Schlafzimmer, um Träume zu stehlen und diese in schaurige Albträume zu verwandeln. Lisanne Surborg hat mit „Nachtlügen“ ein phantastisches Drama um eine Heldin geschaffen, die alles daransetzen muss, nicht in der dunkelsten Seite der Nacht verloren zu gehen. Die Veranstaltung des Freundeskreises Science Fiction e.V. moderiert Constantin Dupien. (Eintritt: 2 €)
Jeden Donnerstag findet im Horns Erben eine Session mit jungen JazzmusikerInnen statt. Opener ist heute das Moritz Pachale Trio. Moritz Pachale (Gitarre), Lucas Rauch (Schlagzeug) und Fotis Julius Megas (Bass) vereinen das Spontane des Jazz mit der Energie der Rockmusik. Eigenkompositionen voller Tiefe und Dynamik treffen auf unkonventionelle Interpretationen von Popklassikern. Die drei Musiker nutzen dabei ihre kleine Besetzung immer auch für einen lebendigen Dialog mit dem Publikum. (Eintritt frei, der Hut geht rum)
Es geht weiter mit der Reihe „Besser Lesen“ - mit einer Liedermacherin und einer Lyrikerin. Sabrina Schleußner vereint auf ihrem Album „The Seed“ nachdenkliche Texte mit Einflüssen aus Folk und Ambient (Hörprobe). Während ihre Lieder voller Lebenshunger oft an emotionalen Abgründen entlangführen, beschreiben die Gedichte von Marit Heuß im Lyrikband „Verschlissenes Idyll“ ganz handfeste Abgründe: Rudimente der Industriegeschichte, Schluchten des Muldentals oder die portugiesische Küste. (Eintritt auf Spendenbasis)
Valeska Gert wurde in der Weimarer Republik durch ihre satirischen Tanznummern international berühmt. Sie durch- und überlebte danach zwei Weltkriege, die Shoah und mehrere Exilaufenthalte. Die unangepasste Tänzerin, Kabarettistin, Pantomimin, Schauspielerin und Sängerin war aber auch Geschäftsfrau und führte bis zu ihrem Lebensende den Nightclub „Ziegenstall“ in Kampen auf Sylt. Bianka Drozdik und Eva Vinke widmen sich Valeska Gert und erwecken sie mit ihrem Figurentheater wieder zum Leben. (Solidarisches Preissystem: Karten 15, 12 oder 8 €)