Eröffnung der Video­in­stal­la­tion „re:miserere“

Eine Opernsängerin singt ein einem Wartebereich vor vielen Personen, die auf Bänken sitzen oder im Raum stehen.
Eine Opernarie im Jobcenter, Videostandbild aus „re:miserere“, Foto: Mai­land / Innenhof, © VG Bild-Kunst Bonn, 2026


Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinen­straße 10

Mit seiner Videoinstallation überträgt das Künstlerduo Mai­land / Innenhof die Arie „Miserere“ von Giuseppe Verdi auf besondere Weise in unsere Zeit. Sie ließen unangekündigt Teile des Stücks an öffentlichen Orten aufführen: So beginnt eine Sopranistin im Wartebereich eines Jobcenters unvermittelt zu singen und das Orchester spielt in einem Supermarkt. Fünf solcher Aktionen wurden vom Künstlerduo gefilmt und nun nachträglich in einem Ausstellungsraum in Form von Projektionen zu einem geschlossenen Werk zusammengesetzt. Die Erhabenheit der Musik steht dabei in einer eigentümlichen Spannung zur gesellschaftlichen Realität der Aufführungsorte. (zu besichtigen bis zum 8. November 2026, Di, Do–So: 10–18 Uhr, Mi: 12–20 Uhr, Ein­tritt zur Eröffnung frei, sonst 12 / 6 €)

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